Jardín Botanico

Jardin BotanicoEine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel Teneriffa liegt mitten an der Nordküste. Im 15. Jahrhundert legten Importschiffe mit Handelsgütern hier an, Zuckertransporte verließen die Mole. Heute gehört die Hafenstadt Puerto de la Cruz zu den sechs größten Städten der Insel und zieht allein mit dem Botanischen Garten jährlich rund 400.000 Besucher an.

Akklimatisierung für den Königsgarten

Die Anfänge der Institution Jardin Botanico liegen in einem Befehl des Königs von Spanien von 1788, die erjagten exotischen Pflanzen aus den Kolonien der Neuen Welt auf die klimatischen Bedingungen seiner Gärten in Madrid und Aranjuez vorzubereiten – daher der Name “Jardín de aclimatación de La Orotava”.
Das Grundstück stiftete Don Francisco Francisco Bautista de Lugo y Saavedra, Señor de Fuerteventura, Alonso de Nava y Grimón, VI. Marqués Villanueva del Prado (1757–1832) beaufsichtigte die Gartenarbeiten, der Architekt Diego Nicholas Eduardo entwickelte einen geometrischen Bebauungsplan. Schon 1792 erfolgten die ersten Pflanzungen und Ansaaten. Leider starben einige der Zöglinge im Zielgarten auf dem spanischen Festland aufgrund des dort kälteren Wetters, womit der eigentlich Zweck verfehlt wurde.
Auf der Insel jedoch gedieh die Pflanzenwelt. Viele Naturforscher fanden ihren Weg in den Jardin Botanico, unter ihnen namhafte Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt, der französische Zoologe Pierre Marie Auguste Broussonet sowie Landsmann und Ethnologe Sabin Berthelot. Das Pflanzenverzeichnis des Botanischen Gartens basierte auf der Klassifikation “Systema Naturae” des Schweden Carl von Linné.

Seit Anfang der Achtzigerjahre gehört der Botanische Garten zur Abteilung für Landwirtschaftliche Forschung und Technik des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln. Der Jardin Botanico erhielt in der Folge zusätzliche 35.000 m² und Ergänzungen der pädagogischen Lernausstattung.

Artenvielfalt in konzentrierter Form

Mit über einem Jahrhundert Erfahrung, exotischer Flora die optimalen klimatischen und orographischen Bedingungen zu schaffen, prägt das Nebeneinander verschiedengestaltiger botanischer Phänomene aus vielen Ecken und Zeiten der Erde den Jardin Botanico. Auf 60.000 Quadratmetern gedeihen rund 5.000 Pflanzenarten, 120 Baumarten und 50.000 Gewächse, darunter erklingen originelle Namen wie Würgefeige und Leberwurstbaum. Die Mitarbeiter pflegen eine Sammlung getrockneter Pflanzen mit rund 40.000 Nachweisen. Das Herbarium geht auf Erich Sventenius zurück.

Die Tore in die faszinierende Pflanzenwelt öffnen täglich von 9 bis 18 Uhr.
Adresse: Calle Retama, 2, 38400 Puerto de la Cruz

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