Wenn der Sandsturm kommt – Calima auf Teneriffa

Auf den Kanarischen Inseln gibt es regelmäßig Warnungen vor einer so genannten „Calima“. Doch was genau ist dieses Phänomen eigentlich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Calima-Wetterlagen. Ads

Bei einer Calima handelt es sich um eine Art Sandsturm. Feiner Sahara-Sand wird von Ost-Winden über hunderte Kilometer in Richtung der Kanarischen Inseln getrieben. Die weltbekannte Wüste liegt nur etwa 300 Kilometer westlich und genau auf Höhe der Kanaren.

Calima kann die Atemwege reizen und zu Behinderungen des Flugverkehrs führen

Bei einer Calima lässt ein Hochdruckgebiet die Temperaturen über der Sahara ansteigen, während die Luftfeuchtigkeit rapide absinkt. Der feine Saharasand wird dann in die Atmosphäre gesaugt und kann so über hunderte Kilometer transportiert werden. Die Folge sind braungelbe Flächen auf den Satellitenbildern. Aus der Nähe äußert sich eine Calima oft durch schlechte Sicht und steigende Temperaturen. Niederschläge sind aufgrund der sehr trockenen Luft hingegen eher selten.

Calimas können kurzfristig und teils sehr heftig auftreten. Es wurde bereits beobachtet, dass auf Teneriffa plötzlich Sturm einsetzte und sich die Luftmassen schlagartig austauschten. Nächtliche Temperatursprünge, bei denen zugleich die Luftfeuchtigkeit rapide absinkt, sind ebenfalls normal. Meist sind in der Folge ganze Straßenzüge, Autos und weitere im Freien stehende Gegenstände komplett mit feinem Sand bedeckt.

Calima-Warnung für die Kanarischen Inseln

Eine Calima zieht aufgrund der genannten geographischen Gegebenheiten meist von Afrika aus auf und trifft zunächst die östlich gelegenen Kanaren-Inseln Lanzarote und Fuerteventura. Von dort aus zieht das Wetterphänomen auf die weiter westlich gelegenen Kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Calima-Wetterlagen können dann im Extremfall bis zu mehrere Wochen anhalten.Ads

Der staatliche Wetterdienst warnt rechtzeitig, bevor über den Kanaren eine solche Wetterlage erwartet wird.

Quelle: teneriffa-news.com
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