Schweres Zugunglück in Spanien

Bei einem schweren Zugunglück in der Nähe von Santiago de Compostela sind heute mindestens 10 Fahrgäste ums Leben gekommen. Der Zug, der die Städte Madrid und Ferrol verbindet, war aus noch nicht geklärten Umständen gegen 20:40  bei Santiago de Compostela entgleist und vier Wagons stürzten daraufhin um. Zahlreiche Fahrgäste wurden zudem schwer verletzt. 

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Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. aurora
    Juli 25, 12:49 Reply

    ..jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich unter den Toten keine kompletten Familien und Kinder befinden. Zur Sommerzeit sind ja immer viele Familien unterwegs.

    claudia

  2. Tarajal
    Juli 25, 12:54 Reply

    O mein Gott, ich hatte gestern erst gelesen, das es 10 Tote waren und selbst die sind noch zuviel.

    Das war ja noch viel schlimmer als gedacht!!!

    Das tut mir wirklich leid.

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  3. samarimix
    Juli 25, 13:19 Reply

    Unfallursache wahrscheinlich [b]3x (!) so schnell gefahren wie erlaubt[/b]…
    80km/h sind da erlaubt und der ist mit 220km/h durchgerauscht
    Jetzt ist von 78 Toten die Rede und 140 Verletzten.

    Die Kurve war schon beim Bau der Strecke als problematisch bezeichnet worden.

  4. Tarajal
    Juli 25, 13:28 Reply

    Na toll, und da wollen sie hier noch einen Transrapid bauen???

    Weiß man denn warum der Zug zu schnell gefahren ist, hat der Lokführer ein Streckensignal übersehen oder haben die Bremsen nicht funktioniert?

    Liebe grüße Tarajal 🙂

  5. samarimix
    Juli 25, 14:05 Reply

    Im Moment wird die Blackbox gesucht, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können

    Hier ein Video einer Überwachungskamera auf der Strecke, das sieht echt übel aus…..

    [video width=425 height=344 type=youtube]5HgijA7zz-c[/video]

  6. Tarajal
    Juli 25, 15:09 Reply

    Das sieht verdammt übel aus!!!

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  7. samarimix
    Juli 25, 18:34 Reply

    80 Tote und 35 in kritischem Zustand, davon 4 Kinder.

    Drei Tage offizielle Staatstrauer in ganz Spanien

  8. Tarajal
    Juli 25, 19:08 Reply

    Ojeojeoje.

    Ich drücke allen ganz feste die Daumen, dass ist wirklich eine große Katastrophe.

    Was bedeutet drei Tage offizielle Staatstrauer?

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  9. aurora
    Juli 25, 19:32 Reply

    Heute um 22:00 Uhr wird eine Namensliste der Toten veröffentlicht werden. Von den bislang 60 obduzierten Leichen konnten 58 identifiziert werden.

    claudia

  10. samarimix
    Juli 25, 20:09 Reply

    @Tarajal:

    Staatstrauer = alle Fiestas und andere Feierlichkeiten abgesagt, alle Fahnen auf Halbmast usw.

  11. Tarajal
    Juli 25, 20:39 Reply

    Finde ich vernünftig.

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  12. samarimix
    Juli 26, 10:18 Reply

    Ein tödlich verunglückter Fahrgast, 49 Jahre alt, stammt aus Candelaria

    [img]http://www.diariodeavisos.com/wp-content/uploads/2013/07/interior-vagon-tren-accidentado.jpg[/img]

  13. samarimix
    Juli 26, 15:58 Reply

    Tolle Gesten der Solidarität, die ganze Nacht standen lange Schlangen von Personen vor den Krankenhäusern in ganz Galizien, um Blut zu spenden, inzwischen wurde Blut für insgesamt 2000 Operationen gespendet, so dass der Aufruf zur Spende aufgehoben werden musste, weil sonst die Labore die Aufarbeitung gar nicht schaffen.

    Im Krankenhaus von Santiago de Compostela haben sich spontan Chirurgen und andere Ärzte aus ganz Galizien eingefunden, um zu helfen, zeitweise gab es 11 OPs gleichzeitig.

    HUT AB!!!!!!!

  14. samarimix
    Juli 30, 18:12 Reply

    Laut Meldung der ELPAIS hat der Zugführer telefoniert, als er mit 190 in die Kurve gerauscht ist….

  15. aurora
    Juli 30, 23:38 Reply

    Ja schon, allerdings nicht privat, sondern dienstlich.

    Zur Zeit sieht es noch nach menschlichem Versagen aus. Der Mensch, der da menschlich “versagt”, aber das Unglück überlebt hat, möchte am liebsten nicht mehr leben, wie ebenfalls in den letzten Tagen zu lesen war.

    Das ist wohl ein in jeder Hinsicht sehr tragischer Unfall gewesen – zumindest nach derzeitigem Kenntnisstand.

    Und jeder, der erst jetzt zu Wort gibt, wie das Unglück hätte vermieden werden können, soll sich schämen, dass er sein (angeblich) geballtes Know-How nicht früher der Menschheit zur Verfügung gestellt hat. -> Diese Meinung vertrete ich generell bei allen Unglücken.

    claudia

  16. samarimix
    Juli 30, 23:44 Reply

    Ha, er hat wohl mit der RENFE telefoniert und noch gleichzeitig auf einen Zettel geguckt.
    Er bemerkte dann die Geschwindigkeit und hat noch eine Bremsung auf 150km/h geschafft, trotzdem noch fatal.

  17. aurora
    Juli 31, 00:04 Reply

    Möchte den Menschen nicht extra in Schutz nehmen, allerdings ist es doch mehr als logisch, dass Lokführer während der Fahrt auch noch mal auf dies und jenes gucken; und auch mal eine Weile abgelenkt sind.

    Geht mir jedenfalls beim Autofahren des öfteren so. Ein schöner Sonnenuntergang, ein packender Beitrag im Autoradio, ein klingelndes Handy (..kommt bei mir nicht vor, da ich kein Handynutzer bin – so etwas gibt es tatsächlich auch noch..). Oder ganz typisch und häufig zu beobachten: Der Beifahrer (m/w..) schimpft mit dem Fahrer (m/w), der dann wie wild mit seinen Armen herumfuchtelt usw.

    Hinter menschlichem Versagen steckt nun mal der durchaus fehlbare Mensch. Die Technik wird den Menschen zwar weiterhin durch redundant abgesicherte Systeme unterstützen bzw. sogar ersetzen können – ..aber hoffentlich wird der Mensch nicht ganz ersetzt und also vollkommen überflüssig werden.

    Außerdem: Selbst mehrfach redundant abgesicherte Systeme versagen bisweilen.*)

    claudia

    *)Nachtrag: Oder es tritt etwas vollkommen Unerwartetes ein, was gar nicht berücksichtigt wurde bei den Sicherheitstechnologien. Die Concorde galt seinerzeit als supersicher. Als in sich geschlossenes System betrachtet traf das möglicherweise auch zu. … Wenn denn nicht dieses Metallteil auf der Startbahn gewesen wäre, das ein anderes Flugzeug verloren hatte… Auch Sicherheitssysteme werden halt von Menschen kreiert.

  18. ElTomate
    Juli 31, 01:55 Reply

    mir fehlt das verständnis dafür, die schuldfrage allein auf den lokführer abzuwälzen. ein derartiger unfall sollte bei überschaubarem technischen aufwand ausgeschlossen werden können. wir leben in einer zeit, wo bereits nicht schienengebundene fahrzeuge bei auftretenden hindernissen automatisch abgebremst werden können. im vorliegenden fall sind die entscheidenden größen (soll- und istgeschwindigkeit sowie verzögerung) einfach zu ermitteln und eine notbremsung ist technisch auch automatisch einleitbar.

    es ist zu vermuten, dass da möglicherweise sinnvolle investitionen in die sicherheitstechnik nicht stattgefunden haben. derartige unfälle müssen systemtechnisch ausgeschlossen werden. erschwerend kommt an dieser stelle hinzu, dass vorher eine lange gerade durchfahren wird.

    während in eschede damals ein konstruktionsfehler am radreifen vorlag, handelt es sich hier offenbar um einen systemfehler. die verantwortungsfrage ist aus meiner sicht komplizierter…

    den opfern und ihren angehörigen nutzt das nichts mehr, aber es ist geboten, die nötige präventionstechnik dort wo sinnvoll nachzurüsten.

    das habe ich dazu auch gerade noch gefunden:

    http://www.02b.com/en/notices/2013/07/recession_stopped_deployment_of_ermts_security_system_in_europe_5443.php

    und der hier in deutsch:
    http://nachrichten.rp-online.de/panorama/polizei-nimmt-spanischen-lokfuehrer-fest-1.3565625

    und laut diesem artikel ging es um schlappe 14.000 € (?), die eine nachrüstung mit ERTMS gekostet hätte:
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154711

    und laut diesem artikel wurde offenbar der lokführer von seiner gesellschaft angerufen, was seine aufmerksamkeit sicherlich zusätzlich reduziert haben könnte…
    http://www.publico.es/460447/renfe-llamo-al-maquinista-al-movil-a-pesar-de-que-aconseja-no-utilizarlo?src=lmvn

  19. aurora
    Juli 31, 10:47 Reply

    Sicherlich gibt es eine weiter ausgereifte Technik und auch weiter ausgereifte Sicherheitssysteme (ERTMS ist im deutschen Schienennetz nicht vorhanden bzw. wird erst seit kurzem nachgerüstet, las ich..).

    Ist halt nicht immer und überall alles ganz up-to-date; und das wird es wohl auch nie sein – denn es gibt ja kontinuierlich Weiterentwicklungen. Immerhin beschleunigen Unglücke i.d.R. die technische Nach- und Aufrüstung. Katastrophen werden jedoch selbst bei noch so ausgereiften Systemen nie ganz ausgeschlossen werden können (s. Concorde).

    Und sicherlich sind auch schon viele Katastrophen (auch im Schienenverkehr) verhindert worden, obwohl die Technik versagte, weil aber der Mensch (z.B. Lokführer) hellwach war.

    Ich finde es persönlich immer furchtbar, dass bei solchen Unglücken die Presse voll ist mit der Suche nach “DEM” Schuldigen. Das führt häufig zu dem seltsamen Ergebnis, dass irgend jemand dann zurück tritt, ..und alle sind plötzlich zufrieden.

    claudia

  20. samarimix
    Juli 31, 11:53 Reply

    Beim Heise-Artikel ist die Andeutung “Gefahr durch Ohnmacht” sicherlich falsch, die Züge verfügen doch wahrscheinlich alle über eine Sicherheitsfahrschaltung
    umgangssprachlich “Totmannschalter”

  21. elch
    Juli 31, 23:48 Reply

    Das ist furchtbar was passiert ist. Kurze Zeit später sind auch in der Schweiz, ich glaube an der Grenze zu Frankreich, zwei Züge zusammengekracht 🙁
    Man kann sagen was man will, einem Menschen würde ich dafür niemals beschuldigen. Menschen machen Fehler. Zugegeben, ich kenne mich nicht sonderlich gut aus wie automatisiert das ganze ist und wie viel da von Menschenhand und von Software übernommen wird, aber alles ist letztendlich von einem Menschen abstammend. Hier kann man bei niemandem die Schuld suchen. Außer vielleicht bei einem kaputten System (das Schienennetz in England ist ja auch am Popo, aber das ist handgemacht..)

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