Polizisten kaufen Ausrüstung aus eigener Tasche

Die Beamten der Nationalpolizei klagen laut Gewerkschaften über den desolaten Zustand ihrer  Ausrüstung. Wegen der leeren Kassen mussten zum Beispiel Beamte in Gran Canaria aus eigener Tasche Motorradhelme kaufen und selbst mit “Polizei” Aufklebern versehen. Auch Schnittschutzhandschuhe sind Mangelware, sie dienen dem Schutz vor Angriffen mit Messern oder gegen Schnittverletzungen bei zersplitterten Glasscheiben.

Weitere Beispiele sind Mikrofone für Sprechfunkgeräte, welche die Beamten zum Preis von 30 Euro selbst kaufen mussten oder Pistolenholster mit größerer Sicherheit für gut 80 Euro. Bemängelt werden auch Streifenwagen mit mehr als 300000 km Laufleistung. Auch die Bewaffnung ist bei einigen Beamten total veraltet, sie vertrauen noch immer Pistolen, die mehr als 30 Jahre alt sind, obwohl sie schon längst (der Beschluss wurde vor 10 Jahren getroffen)  gegen neuere Modelle von Heckler & Koch ersetzt werden sollten. Probleme gibt es auch mit der Polizeistation in Puerto de la Cruz, gelegen in einem Hotel aus den Siebzigern, teilweise baufällig und mit Schimmel befallen, laut Auskunft der Gewerkschaften ein Schandfleck für eine Touristenhochburg, würden die Büros privat genutzt werden, wären sie aus Mangel an minimalen Hygieneansprüchen schon längst geschlossen worden. Auch die Streifenwagen in Puerto entsprechen nicht den Sicherheitsaspekten, so sind bei einigen Fahrzeugen die Reifen komplett ohne Profil.

Von Seiten einiger Unternehmer in Puerto wurde eine private Initiative ins Leben gerufen, um der Polizei kostenlos ein Baugrundstück anzubieten, auf dem eine Station errichtet werden soll, die dem Image der Stadt keinen Schaden zufügt.

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Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. Pfote 9
    April 20, 12:24 Reply

    Wenn nicht mal das Geld für dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände vorhanden ist, wer soll denn dann den Bau der neuen Polizeistation bezahlen ? :angry:

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