“Nebelwasser” wird vermarktet

Das von zwei Jungunternehmern aus Gran Canaria “Nebelwasser” getaufte Mineralwasser geht ab der kommenden Woche unter dem Namen Alisios in den Handel. Die beiden Unternehmer haben dreidimensionale Sensoren entwickelt, welche die Passatwolken auf 1600 Meter Höhe in den Bergen von Gran Canaria “melken” und somit bis zu 45.000 Liter Wasser pro Monat gewinnen können, ohne für den Prozess Energie zu benötigen. Laut Analysen ist das Wasser schwach mineralhaltig und sehr ausgewogen und somit ideal zum Konsum geeignet, sagte einer der Entwickler des Systems bei der Vorstellung nach drei Jahren Entwicklungszeit. Das System würde sich in größerem Umfang auch für Gebiete eignen, die unter Wassermangel leiden und selbst in Wüsten haben Tests ergeben, dass man damit sehr einfach Wasser gewinnen kann. Der Vorteil der neuen Anlage, die aus 30 Auffang-Behältern zum Preis von je 2.000 Euro besteht, ist im Vergleich zu einer bereits in der Atacamawüste in Chile getesteten flachen Anlage die fünffach höhere Effizienz und die Stabilität gegen Windböen. Neben der Anlage auf Gran Canaria laufen mit einem identischen System schon erfolgreiche Versuche auf El Hierro, um Vorratsbecken für Löschwasser zu füllen oder Wasser für die Landwirtschaft zu gewinnen.Weiterentwicklungen der bestehenden Anlage sollen sogar eine Kapazität von 100.000 Liter Wasser am Tag erreichen. Die nun in den Handel gehenden Flaschen, für die sich auch schon internationale Märkte in den USA und sogar China interessiert haben, werden zum Preis von 1,80 Euro pro Literflasche und 1,20 Euro für 0,5 Liter angeboten.Somit ist der Preis angesiedelt zwischen normalem Wasser und dem mit Gourmet-Ansprüchen. (DIA 23/03/14)

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Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. Tarajal
    März 26, 18:19 Reply

    Finde ich echt eine ganz tolle Idee, machen die das mit speziellen Netzen oder Folien?

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  2. samarimix
    März 26, 21:21 Reply

    Das ist was mit einem Gewebe, welches wohl die Feuchtigkeit aufsaugt:

    [video width=425 height=344 type=youtube]D86wf8Uz8Tk[/video]

  3. Luther II
    März 26, 22:10 Reply

    Vor vielen Jahren habe ich mal einen interessanten und sehr guten Fernsehbericht über Chile gesehen, wo man das unter dem Namen “atrapanieblas” schon vor fast 30 Jahren gemacht hat. Feuchte Luft kondensiert an einem Gewebe, das Wasser wird in einer Rinne darunter aufgefangen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13686954.html

    Hier eine detaillierte Funktionsbeschreibung:

    http://www.oas.org/usde/publications/Unit/oea59e/ch12.htm#TopOfPage

    Das Gleiche passiert auf natürliche Art im “vertikalen regen”, aus dem La Gomera den größten Teil seines Trinkwassers bezieht. Auch darüber habe ich mal einen interessanten und sehr guten Fernsehbericht gesehen, aber beides war noch vor Internetzeiten, finde ich deshalb jetzt nicht. Auf Teneriffa passiert das in den Wäldern nördlich von Santa Cruz passiert teilweise auch.

    Dass man das chilenische Projekt aufgegeben hat, habe ich allerdings erst jetzt erfahren, als ich nach Quellen für euch gesucht habe:

    http://www.mare.de/index.php?article_id=1628&setCookie=1

    Schade! Leider steht nicht dabei, warum.

    Grüße
    Lothar

    PS
    der immer noch friert

  4. samarimix
    März 26, 22:15 Reply

    Die Viereckigen Dinger sind wohl wesentlich effektiver als die aufgespannten Netze in Chile, außerdem waren die wohl sehr windanfällig

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