letzter Arbeitstag von Melchior

Heute, nach 26 Jahren in der Regierung, 14 Jahre davon als Präsident, nimmt der Nationalist Ricardo Melchior seinen Hut und verabschiedet sich in den Ruhestand. Keine Kanarische Volksmusik mehr in seinem Dienstwagen, keine Salatblätter mehr von McDonalds für seine Hühner. Der ersten Tag “in Freiheit” wird die Geburtstagsfeier seiner Mutter sein, die heute 96 Jahre alt wird. Weiterhin wird er sich dem Erbe Hans Christian Andersen widmen, der von der Familie Melchiors in der Fundación Hans Christian Andersen gefördert wurde. Mit dem Nachfolger Carlos Alonso, der ab heute offiziell neuer Regierungschef wird, glaubt Ricardo Melchior, einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben.

Das einzige, was Melchior während seiner Amtszeit geändert hat, war die Position seines Arbeitssessels aus folgendem kuriosem Grund. Eines Tages besuchte ihn ein Deutscher Wissenschaftler aus Los Realejos, der sich dort ein Haus gekauft hat und eine Genehmigung für eine Sickergrube brauchte. Im Laufe der Unterhaltung (Melchior spricht ausgezeichnet Deutsch, sein Vater war Deutscher, seine Mutter stammt aus Galizien) zückte der Mann plötzlich ein Pendel und sagte, Melchior müsse unbedingt seinen Sessel verrücken, genau darunter würde eine Wasserader verlaufen. Wenn er das nicht machen würde, wäre die Gefahr groß, an Darmkrebs zu erkranken. Nach einigem Zögern willigte Melchior ein und der Deutsche verabschiedete sich und ward nie wieder gesehen. Kurze Zeit später entdeckte man im Krankenhaus bei einer Routineuntersuchung 12 Polypen im Darm von Melchior. Der gute deutsche Schutzengel hat ihm also geholfen. Auf dem gleichen Sessel verbrachte übrigens Adán Martín 12 Jahre seiner Amtszeit, er starb 2010 an Krebs.

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