Gesetzeslücke bei Gleitschirmfliegern

Eine Lücke in den Vorschriften führt immer wieder zu Unfällen bei Gleitschirmfliegern, die sich teilweise komplett ahnungslos vom Startplatz stürzen und mit den Bedingungen dann überfordert sind. Dies hat in letzter Zeit zu einer Steigerung der Unfälle bei dieser Sportart geführt. Das Gobierno de Canarias versucht nun, die Rettungskosten von einigen der Unfällen von den Betroffenen zurückzufordern. Die örtlichen Gleitschirmflieger haben sich deshalb an die zuständigen Institutionen gewandt, um dem dilettantischen Treiben vieler Urlauber, aber auch von nicht professionellen Gleitschirm-Trainern Einhalt zu gebieten. Die Beschwerden der Sportler werden an die Zivile Flugbehörde weitergeleitet, so Sergio Castañeda, Präsident des Comité Técnico de Parapente de la Federación Canaria de Aeronáutica (vorher Deportes Aéreos) Das Cabildo und auch das Ayuntamiento von Adeje sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen, damit die fehlenden Vorschriften für die Ausübung dieser Sportart ergänzt werden. David Hernandez zum Beispiel, Gleitschirmflieger mit internationalen Erfolgen und schon seit 20 Jahren Pilot und unfallfrei, gibt an, dass eine fundierte Ausbildung der Piloten und die Kenntnisse der örtlichen Begebenheiten unabdingbar sind, dass dieser Sport sicher ist und sicher bleibt.Bei Veranstaltungen wie bei nationalen Meisterschaften, sind bis zu 150 Piloten am Start und nie kommt es zu gravierenden Unfällen, so Hernandez weiter. Guillermo de Armas von der technischen Kommission erläutert weiter, dass die Unfälle darauf zurückzuführen sind, dass es hier im Gegensatz zu Zentraleuropa keine Begrenzungen gäbe, wo die Piloten ihrem Können entsprechend starten dürfen und es somit zu kritischen Situationen käme. Die Lösung heisst strikte Vorschriften und geprüfte Instruktoren. Die Kanaren wären in dieser Beziehung immer noch gesetzlose Inseln, wo jeder machen könne, was er wolle, was auch für die Ausbilder zutreffe. Teneriffa ist ein Paradies für diese Sportart mit dem größten Höhenunterschied Europas von Izaña aus gestartet. Aber das Ansehen von Teneriffa kann nur dann positiv bleiben, wenn die Unfälle nicht weiter zunehmen, das würde negative Schlagzeilen bedeuten. Nicht alle Touristen sind aber diesbezüglich ignorant und nicht alle Instruktoren inkompetent, so Sergio Castañeda abschließend, aber es fehle an klaren Vorschriften und die Klarheit, wo es sicher sei, dem Können entsprechend zu fliegen. (DDA 03/03/14)

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