Ermittlungen gegen einen Bankchef

Die Polizei von La Laguna hat gegen einen Bankdirektor Ermittlungen aufgenommen, weil dieser sich geweigert hat, einer Kundin die offiziellen Beschwerdeblätter (hojas oficiales de la Oficina Municipal de Información al Consumidor (OMIC) auszuhändigen. Die Kundin hatte Unstimmigkeiten auf ihrem Konto festgestellt und wollte den Bankdirektor zur Rede stellen. Dieser liess sie eine Stunde bis kurz vor Schließung der Filiale warten und wollte dann die Filiale verlassen.

Die Frau bat dann zufällig anwesende Polizeibeamte um Hilfe, weil sich der Direktor weigerte, ihr die offiziellen Beschwerdeblätter auszuhändigen und die Kundin mit „inoffiziellen“ Beschwerdeblättern abspeisen wollte. Den Beamten gegenüber gab er an, dass sich die richtigen Beschwerdeblätter im Tresor befänden, zu denen er zu diesem Zeitpunkt keinen Zugriff hätte. Allerdings wäre er zur Herausgabe der Beschwerdeblätter verpflichtet gewesen, so sieht es zumindest die gesetzliche Vorgabe vor. Die Beamten leiteten aus diesem Grund eine Ermittlung gegen den Direktor ein, was für diesen eine Strafe zwischen 3.000 und 12.000 Euro zur Folge haben könnte. Der Direktor beharrt aber darauf, dass er richtig gehandelt habe und weigerte sich, die Unterlagen zu unterzeichnen.

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Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. aurora
    Mai 15, 21:04 Reply

    Als ich die Überschrift las, dachte ich eher an eine der großen spanischen Pleitebanken bzw. deren Manager, als an das Nichtaushändigen eines Beschwerdezettels.

    Ist zwar nicht wirklich kundenfreundlich gewesen, aber doch eigentlich eine Lappalie. Bzw. wohl heutiger Zeitgeist: Fürs Verzocken von Abermilliarden bekommen die Manager der Großbanken auch noch millionenschwere Prämien; für’s nicht Vorlegen eines Beschwerdezettel wird’s richtig Ärger geben; denn das wird in Spanien ja mit sehr hohen Bußgeldern belegt (s. Artikel).

    Einfach mal surfen nach “BOC” (dem öffentlichen Anzeiger der Kanaren) und “libro reclamación”; dann bekommt man über 600.000 Treffer.

    claudia

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