Teneriffa: Die Zukunft ohne Raffinerie in Santa Cruz

Mit der Frage, was bei einer Schließung der Raffinerie von Santa Cruz mit dem gut 650.000qm großen Gelände angestellt werden könnte, beschäftigt sich nun ein Projekt eines Architekten, welches in den nächsten Wochen von der Gemeine und der Regionalverwaltung studiert werden soll. Das Projekt mit dem Namen “Reverde Santa Cruz” der Architekturgruppe JOM Arcquitectura liegt auch im Interesse des Ayuntamientos, welches eine Schließung der Raffinerie lieber heute als morgen sehen würde, so auch der Bürgermeister, die neuen Umweltauflagen könnte die Raffinerie wohl kaum erfüllen. Und so darf geträumt werden von einem Berg, bepflanzt mit Kanarischen Pinien und einem großen Strand im Bereich der Mole La Hondura.

Allein der Berg soll 400.000qm haben. Den Kern bildet eine Plaza in der Größe von 180.000qm, auf der dann auch die Karnevalsveranstaltungen abgehalten werden sollen, ohne Beschwerden der Anwohner, wie es jetzt oft der Fall ist. Auch ein Museum hätte dort Platz, Grillplätze, Fahrradwege sowie weit verstreut auch etliche Cafes, Restaurants und andere Lokale auf einer Fläche von 36.000qm.

Des weiteren ist von einer “Ciudad Social” die Rede, also von einer Infrastruktur für Alt und Jung und Obdachlose. Auch eine Hotelschule ist im Projekt enthalten, um den dann arbeitslosen Raffinerie-Arbeitern, insgesamt werden von der Cepsa direkt und indirekt 3000 Personen beschäftigt, eine Perspektive bieten zu können. Versorgt werden soll der Bereich mit grüner Energie. Das würde 2 Millionen Euro an Unkosten für Strom und Beleuchtung einsparen, so die Architekten des Projekts. Die Tranvia soll dann um eine Haltestelle “Stadtwald” erweitert werden. Die TF-4 soll den Bereich in einem Tunnel passieren. Eine auch zur Debatte stehende Nutzung des Geländes als eine Art “Themenpark” wurde von der Gemeinde schon abgelehnt. Alles in allem sollen aber über den Gewinner der noch ausstehenden Projektvorschläge letztendlich von den Bewohnern abgestimmt werden. Das Projekt selbst soll als “Obra de Interes Publico” deklariert werden, um so auch die Finanzierung in trockene Tücher zu bringen. (LAP 07/02/14)

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