Deutsche Bank muss Sparern Geld zurückzahlen

Das Landgericht in Madrid hat die Deutsche Bank dazu verurteilt, an 49 Anleger insgesamt 2,9 Millionen Euro zurückzuzahlen. Die Bank hatte Vorzugsanteile an Lehman Brothers und den isländischen Banken Landsbanki und Kaupting als Anlage empfohlen. Damit kippte das Gericht ein Urteil des Amtsgerichts, welches vorher zu Gunsten der Deutschen Bank geurteilt hatte, mit der Begründung, dass die Kunden sich über die Risiken bewusst gewesen seien, welche diese Form der Anlage mit sich bringe. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Anleger nicht richtig beraten worden wären.

Daher wurde die Deutsche Bank dazu verurteilt, die Spareinlagen nebst Zinsen zurückzuzahlen. Die Einlagen der Kunden beliefen sich auf 22.000 bis 298.000 Euro. Das Urteil ist vom Umfang her der bisher größte Erfolg für die Sparer. Laut dem Richter hätten die Anleger eine gute, aber sichere Rendite gesucht und das wäre mit den Vorzugsanteilen, welche die Deutsche Bank empfohlen hatte, nicht gewährleistet, die Anleger hätten schließlich nicht die Absicht gehabt, sozusagen mit verbundenen Augen Roulette zu spielen. Laut dem Gericht sei es schon 2006, als die Papiere ausgegeben wurden, ersichtlich gewesen, dass das eventuell nicht gut gehen würde. Die Anwälte der Sparer betonten, dass das Urteil neue Wege gegangen sei und die Bank als Vermarkter ihre Kunden unverzüglich über die eventuell aufkommenden Probleme aufklären müsse (LAP 26/01/14)

Previous Air Europa zu Geldstrafe verurteilt
Next Neueauflage der Abwrackprämie

Das könnte Ihnen auch gefallen

Wiedereröffnung der Raffinerie steht in den Sternen

Die Verwaltung der Raffinerie von Santa Cruz hat nun klargestellt, dass an eine baldige Wiedereröffnung der Raffinerie nicht zu denken sei. Seinerzeit wurde damit argumentiert, dass der Termin für Wiedereröffnung

Kanarenregierung will nicht unter Rettungsschirm

Die Kanaren brauchen nach Ansicht von Javier González Ortiz, dem Finanzminister der kanarischen Regierung keine Hilfe aus dem staatlichen spanischen Rettungsschirm beantragen. Die Einsparmaßnahmen würden ausreichen und ansonsten die Gefahr

Santa Cruz: Toter bei Schlägerei

Infolge einer bisher nicht geklärten Auseinandersetzung auf der Plaza Candelaria in Santa Cruz kam gestern gegen 21:30 Uhr ein 42-jähriger Mann zu Tode. Nach Alarmierung der Polizei und der Rettungsdienste

Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. Tarajal
    Januar 28, 15:25 Reply

    Das finde ich gut!!!

    Liebe Grüße Tarajal 🙂

  2. aurora
    Januar 28, 22:35 Reply

    Gutes Urteil. Wie sollen sich denn bitteschön die Kunden der Risiken bewusst gewesen sein, wenn dazu noch nicht einmal die Banken in der Lage waren? So manche Bank ist in den Pleite-Strudel hinein geraten, und ohne externe Rettung nicht wieder heraus.

    claudia

  3. Birner
    Januar 28, 23:03 Reply

    Die Bankster führen die Kunden (oder soll ich sagen: die Opfer) ABSICHTLICH in die Irre!
    Das ist belegbar durch interne Protokolle der Banken!

Hinterlasse einen Kommentar