Canelo, der Beschützer von Bajamar

Jedes Dorf hat seine einzigartigen Persönlichkeiten und im Falle von Bajamar ist es Canelo. Dieser Hund lebt nun schon mehr als 15 Jahre in den Straßen des Dorfes. Niemand erinnert sich an den Zeitpunkt, an dem er zu erstem Mal gesehen wurde, aber man sieht ihm sein Alter an, mit den grauen Haaren, die sich breit gemacht haben in seinem Fell. „Canelo ist älter als ich“, so Juan Perez, ein 77-jähriger Bewohner von Bajamar, der wohl zum gleichen Zeitpunkt in das Dorf zog wie der Hund. „Sie haben ihn hier zusammen mit seinem Bruder „Loco“ ausgesetzt“, so Juan weiter. Als Canelo und sein Bruder noch jung waren, bellten sie nächtelang und liefen unentwegt hin und her, sobald sie ein Auto erblickten. Bei Loco nahm es leider keinen guten Ausgang, er wurde eines Tages von einem Bus überfahren und starb.

 

Das war vor gut 10 Jahren. Seitdem ist Canelo „der König von Bajamar“ Jeder mag ihn, jeder füttert ihn und passt auf ihn auf. Aber auch Canelo hat seine „speziellen“ zweibeinige Freunde. Juan Gutierrez ist einer davon. Seine Bar „Hannen Stube“ ist die improvisierte Wohnung von Canelo, wenn es kalt ist oder wenn es regnet, hält Juan ein Plätzchen frei für seinen vierbeinigen Freund. Juan füttert ihn auch regelmäßig, obwohl Canelo auch dabei seine Sonderwünsche hat und eigentlich mehr das „Menschenessen“ bevorzugt als das Trockenfutter aus dem Sack. So kommen täglich die Nachbarn zu Juan und bringen Essensreste vorbei, die Camelo dann mit Heißhunger verspeist.
Aber das ist nicht der einzige Lieblingsplatz von Canelo, Auch direkt hinter der Bar, auf der Plaza, hält er sich regelmäßig auf. Die fiel auch einigen deutschen Mitbewohnern auf, die zu „Ehren von Canelo“ eine Plakette aufhingen, mit einer Zeichnung des Hundes und seinem Namen. Auch auf die Kinder von Bajamar hat Canelo sein besonders Augenmerk geworfen, so vergeht nicht ein Tag, an dem er morgens mit den Kindern zu Bushaltestelle läuft und wartet, bis auch das letzte Kind in den Schulbus eingestiegen ist. Nachmittags ist dann Spielen mit den Kindern angesagt, vor allem im Sommer sind ganze Gruppen von Kindern um ihn gescharrt. Falls er mal nicht auftauchen sollte, erkundigen sich die Kinder dann besorgt bei Juan, wo denn Canelo abgeblieben sei.  

Wenn Canelo mal nicht vor Ort ist, so die Erwachsenen, wisse man schon, wo der „Macho Man“ von Bajamar steckt, dann macht er den Hundedamen des Dorfes seine Aufwartung. Sehr zum Leidwesen einiger Hundebesitzer, die dann schon mal den Hinterausgang des Hauses benutzen müssen, um ihm davonzukommen. Auch wenn man keine seiner Nachkommen auf den Straßen von Bajamar sieht, ist man sich sicher, dass es etliche davon geben müsse.

Juan Gutierrez erzählt eine weitere Anekdote, als Canelo und sein Bruder noch klein waren, sprangen beide übermütig in die Naturschwimmbecken , so dass Juan hinterher springen musste, da Canelo nicht mehr herausfand.   Die Besitzerin eines Zoogeschäftes vor Ort ist auch schon von Canelo auserkoren worden, dass er vor der Tür des Geschäftes auf der Fußmatte schläft. Aber Canelo, so Monica Romariecka, die Besitzerin des Geschäftes weiter, ist ein sehr ruhiger und gemütlicher Zeitgenosse, der nie Probleme verursacht, sie sieht ihn schon als Kollegen an und begrüßt ihn mit einem fröhlichen Guten Morgen. Noch niemand hat versucht, Canelo ein neues festes Zuhause anzubieten, lediglich sein Bruder wurde einmal eingesammelt und ins nächste Dorf gebracht, aber Juan und einige Freunde holten ihn dort wieder ab. Canelo hat sein ganzes Leben auf der Straße verbracht, aber niemand kann sich daran erinnern, dass er jemals krank war. Auch wenn nun, im Alter von 15 Jahren abzusehen ist, dass es irgendwann einmal heisst, Abschied zu nehmen. An diesem Tag wird man im ganzen Dorf merken, dass Canelo fehlt, aber dann bleibt immer noch die Plakette an der Plaza als Erinnerung an Canelo, dem Beschützer von Bajamar. Die ganze Geschichte gibt es hier zu lesen: http://www.laopinion.es/tenerife/2013/10/06/canelo-guardian-bajamar/502176.html

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