Big Brother fliegt mit.

[epc-sx].Seitdem die EU vor Abflug die Flugdaten der Passagiere (Name, Geschlecht und Alter) aufgrund der Vorschrift Secure Flight Overflight an die USA übermittelt, kann

es auch bei Flügen von Spanien nach Kanada, Mexiko oder Kuba dazu kommen, dass ein Passagier nicht mitfliegen darf, sofern die Flugroute auch nur ansatzweise us-amerikanischen Luftraum streift. Das gilt auch dann, wenn das Flugzeug nicht in den USA zwischenlandet, der Passagier aber, aus welchen Gründen auch immer, auf der schwarzen Liste der amerikanischen Sicherheitsbehörden steht.

Dies widerfuhr nun dem kolumbianischen Journalisten Hernando Calvo Ospina (51), der seit 25 Jahren in Paris lebt und dort für die Zeitung Le Monde arbeitet. Er wollte nonstop von Madrid Barajas nach Kuba fliegen, als ein US-Botschaftsangehöriger ihn darüber informierte, dass der Flug ohne ihn stattfinden würde, weil er als potentieller Attentäter auf der Liste der amerikanischen Sicherheitsbehörden stünde.

Die USA können direkt in die Ausgabe der Bordkarten eingreifen, wenn eine Person aus der US-Schwarzliste in der Passagierliste auftaucht. Den Fluggesellschaften seien die Hände gebunden. Die einzige Option sei, einen auf dem Flughafen diensthabenden US-Botschaftsangehörigen gemäß Vereinbarung zwischen dem spanischen Innenministerium und den USA aus dem Jahr 2009 über die Sachlage zu informieren, so dass dieser sich mit dem Passagier in Verbindung setzen kann. Laut Datenschutzorganisationen klären die Fluggesellschaften wie Iberia oder Air Europa ihre Kunden jedoch nicht darüber auf, dass deren Daten an die USA übermittelt werden.

Im Fall von Hernando Ospina hat sich Air Europa übrigens geweigert, ihm den Flugpreis in Höhe von 744 Euro zu erstatten, weil es nicht die Schuld der Fluggesellschaft gewesen sei, dass er den Flug nicht antreten konnte. Bei vorherigen Flügen von Hernando Ospina mit Ziel Kuba gab es keinerlei Beanstandungen.

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