Viera y Clavijo, José

José Viera y Clavijo wurde 1731 in Realejos Alto auf Teneriffa geboren. Nach seiner Erziehung und intensiven humanistischen, philosophischen und theologischen Ausbildung im Kloster von Santo Domingo in Puerto de la Cruz wurde er 1751 in Las Palmas de Gran Canaria zum Priester geweiht. Nach einigen Jahren in Puerto de la Cruz zog er nach La Laguna um, wo er Pfarrer der der Kirche „Los Remedios“ wurde undisich der Gruppe um Marqués Villanueva del Prado anschloss. In dieser Zeit erarbeitete er die Ideen für seine Illustrationen, stimuliert durch zahlreiche Besuche in Bibliotheken und bei Enzyklopäden.

Ende 1770 zog es ihn nach Madrid um dort seine „Geschichte der Kanaren“ zu veröffentlichen. Er trat in die Dienste des Marqués von Santa Cruz, mit dessen Familie er die Original-Schauplätze besichtigte (La Granja, den Prado, Aranjuez und El Escorial) und Frankreich, Flandern, Italien und Deutschland bereiste. Der Rückweg führte sie über Österreich, die Schweiz und die Niederlande zurück nach Madrid. Dort wurde er in der Kathedrale zum Erzdiakon von Fuerteventura erhoben. 1784 kehrte er Las Palmas zurück, wo er bis zu seinem Tod 1813 lebte.

Er ist der bedeutendste Vertreter des Illustrationismus der Kanaren. Sein gewaltiges Schaffen begrenzt sich nicht nur auf die „Historia de Canarias“ oder das weniger bekannte „Wörterbuch der Naturgeschichte“. Er pflegte auch die Poesie (Los Vascongados, La Rendición de Granada, Constelación Canaria, Über den Sieg über Nelson, moderne Romancen und zahlreiche Sonette, Oktaven, Quintíllas), Novellen und das Theater (Das Leben der Hl. Genoveva), dazu informative Schriften, Übersetzung und ein gewaltiges Messbuch. In seinem Gesamtwerk ist sein Neugier, Kritikwille und Unruhe eines der bedeutendsten kanarischen Schriftsteller spürbar.

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