Herzwurm

Die Kanarischen Inseln gehören zu den Regionen, in denen der Parasit Dirofilaria inmitis, ein Fadenwurm, vorkommt. Der Parasit kommt in Europa hauptsächlich in den westlichen Mittelmeerländern und angrenzenden Regionen vor. Stark betroffen sind die Kanarischen Inseln, Südfrankreich, Spanien (Festland, Andalusien, Valencia, Murcia), die Poebene in Italien sowie Afrika. Schätzungen gehen von einem Befall von etwa 60% der auf den Kanarischen Inseln lebenden Podecos canarios (Jagdhunderasse) aus. Hunde sind die Hauptopfer der parasitären Erkrankung. Neben Hunden können hier auch Katzen und Frettchen, in anderen Verbreitungsgebieten auch Füchse, Kojoten und Wölfe befallen sein.

Auf den Kanarischen Inseln sind zwei Faktoren für die Verbreitung ursächlich: Der häufige jagdliche Einsatz von Hunden, speziell Podengos und die starke Verbreitung von stehenden Gewässern in den Wassersammelbehältern für die Landwirtschaft. Die meisten Wasserbehälter sind offen. Abdeckungen kommen bisher nur ganz selten zum Einsatz.

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Überträger der Infektion sind Stechmücken. Bisher wurden mehr als 70 Stechmückenarten als Überträger nachgewiesen. Die Übertragung des Parasiten geschieht ausschließlich über das Zwischenwirtstadium im Moskito, das für die Entwicklung der Mikrofilarien erforderlich ist. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier oder von Tier zu Mensch ist ausgeschlossen.

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Befallenes Herz eines Schäferhunds (Bildfreigabe: CC-BY-SA-2.5,2.0,1.0; GFDL)

Ein Befall kann sich – je nach Stärke der Infektion – für einen Hund fatal auswirken, wie das Bild oben zeigt. Die Fadenwürmer, die eine Länge von 20 bis 30 cm erreichen können, zerstören im Körper des Wirts nicht direkt Organe, können aber alleine wegen ihrer Anwesenheit zu Arterienverengung, Herzplappenbehinderung und damit zur Insuffizienz der rechten Herzpartie führen. Mit der Entwicklung der reifen Würmer nach ca. 6 Monaten Infektionszeitraum, lässt die Leistungsfähigkeit der Tiere nach und sie ermüden schnell. Auch können sich Atemnot und Husten einstellen, sowie Ödeme ausgebildet werden. Infolge der Herzinsuffizienz kann auch ein Leber- und Nierenversagen entstehen.

Die einfachste Schutzmaßnahme ist die Prophylaxe mit einer monatlichen Verabreichung von IVERMECTIN oder MILBEMYCIN-Produkten. Diese Medikamente sind speziell für Hunde auf dem Markt und können in verschiedenen Größen bzw. Dosierungen auf das Gewicht des Tieres angepasst werden.

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