Domínguez, Óscar

* 9. Januar 1906 in San Cristobal de La Laguna, + 1. Januar 1958 in Paris

Óscar Domínguez war der Sohn reicher Eltern in La Laguna. Einen Großteil seiner Kindheit verbrachte er in Tacoronte, das ihm eine jährliche Ausstellung gewidment hat. Seine Mutter starb früh und erklärte kurz vor ihrem Tod, dass “Óscar wohl nie werde weinen können”, was sich in seinem komplizierten Leben wiederspiegelte.

Er begann mit 20 Jahren zu malen. Erstes Werk war ein Selbstbildnis, das er Retrato con pipa („Selbstbildnis mit Pfeife“).
#### noch nicht fertig wegen telefonsicher Unterbrechung #### (nicht von Reinhard)
Zwei Jahre später schickt ihn sein Vater, ein einflussreicher Großgrundbesitzer, nach Paris, wo er bei seiner Schwester Tony und ihrem Mann, dem Maler Álvaro Fariña lebte. Zwar war sein Aufenthalt nur von kurzer Dauer und überschattet durch den Auftrag seines Vater, in Paris die auf Teneriffa angebauten Früchte zu vermarkten, doch hat ihn dieser erste Eindruck von der ihm unbekannten Welt nie mehr losgelassen.

Und so kehrte er 1929, nach Vollendung seines Militärdienstes, nach Paris zurück. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1931 ist er gezwungen, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen und beginnt erste künstlerische Werke, wie erste Logotypen für seine Heimatinsel Teneriffa. Er unterhält enge Freundschaft zu surrealistischen Dichtern der Pariser Bewegung wie André Bretón, Georges Hugnet und Jacques Herold und ist gemeinsam mit Eduardo Westerdahl dafür verantwortlich, dass die Avantgarde auch auf den Kanarischen Inseln Einzug hält. Obwohl er sehr von Paris geprägt wurde, ziehen sich kanarische Elemente, Vulkane, Höhlen und Vegetation, durch sein gesamtes Lebenswerk.
Bis heute bekannt ist er unter anderem auch für die Entwicklung der „Dekalkomanie“, ein Abklatschverfahren, bei dem ein Papierbogen auf ein mit wässeriger Farbe bestrichenes Zeichenblatt gelegt und dann wieder abgezogen wird.

Mitte der 40er Jahre entwickelt er eine enge Freundschaft zu Picasso, womit seine so genannte „komische Periode“ beginnt. Doch auch der Einfluss Dalís ist in seinen Werken sowohl thematisch als auch formal zu bemerken.
Am Silvesterabend des Jahres 1957 nimmt er sich auf dem Fest eines Freundes das Leben.

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