Conle, Kurt

Gründer der Fluggesellschaft LTU

* 10. März 1918 in Mülheim an der Ruhr;
† 12. Januar 1966

“Fliegen ist für alle da” – mit dem Motto des LTU-Gründers Kurt Conle ging für Millionen deutscher Urlauber der Traum vom sonnigen Süden in Erfüllung.

Kaum ist die Tinte unter den Pariser Verträgen getrocknet und die Bundesrepublik wieder im Besitz ihrer Lufthoheit, macht sich der Duisburger Bauunternehmer und Architekt Kurt Conle daran, das Fernweh seiner Landsleute zu lindern. An der Seite des Briten Bernard A. Dromgoole gründet er im Oktober die “Lufttransport-Union”, deren erstes Take-off rund fünf Monate später erfolgt: 36 Passagiere fliegen mit LTU in einem umgebauten Wellington-Bomber von Frankfurt ins sizilianische Catania.

Nach bescheidenem Anfang gehen die ambitionierten Luftfahrer in den Steigflug über. Im Jahr 1969, LTU heißt inzwischen “Lufttransport-Unternehmen” und hat 1961 die Heimatbasis seiner rotweißen Flieger von Frankfurt nach Düsseldorf verlegt, setzt die Airline neue Maßstäbe: Als erste Chartergesellschaft betreibt sie ausschließlich Jets.
1973 erwirbt das Unternehmen seinen ersten Lockheed Tristar mit Platz für 358 Passagiere. Mit diesen Maschinen, zu denen später die zweistrahligen Boeing-757 und Boeing-767, die dreistrahligen MD-11 von McDonald Douglas und schließlich die Riesen von Airbus kommen, düst LTU an die Spitze der deutschen Charterflug-Gesellschaften.

Ende der 80er Jahre geben die Conles – lange Alleineigentümer der Fluggesellschaft – erstmals einen größeren Anteil ihres Unternehmens in fremde Hände. 1989 verkaufen sie der WestLB, deren Vorstandschef Friedel Neuber als Vertrauter der Conle-Witwe Hilde gilt, für etwas mehr als 600 Millionen Mark eine LTU-Beteiligung von gut 34 Prozent.

Die Conle-Töchter Beate Hüttner, Ulrike Paulus und Vera Conle-Kalinowski, denen nach Übertragung der Anteile ihrer Mutter rund 60 Prozent der LTU gehören, verkaufen nach und nach.

Familie Conle besitzt und nutzt heute noch eine große Finca im Bereich Bajamar.

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