Barranco

So bezeichnen die Canarios die teils einige hundert Meter tiefen Schluchten, die von der vulkanischen Entstehung der Inseln herrühren. Sie verlaufen meist einigermaßen geradlinig aus der Inselmitte kommend zum Außenrand, also zur Küste. Meist ganzjährig trocken können sie (bzw. Wanderungen in ihnen) im Winter und Frühjahr lebensgefährlich werden aufgrund der Wassermassen und Geröllmengen, die während und nach heftigen Regenfällen nach unten gespült werden.
Früher waren sie aufgrund fehlender bautechnischer Voraussetzungen nur schwer zu passieren, vor allem in den Bergen, und stellten so die natürlichen Grenzen der Municipios untereinander dar. Nicht selten war es eine gefährliche Tour für einen ganzen Tag, mit einem Packesel auf nur 50 cm breiten Tritten sich an einer Flanke mehrere hundert Meter hinab- und auf der anderen Seite wieder hochzumühen.

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