Verantwortunslose Reiseleiter-Drama in Masca

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  • #180320
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    Pfote 9
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    Die Fragen von Jurgen zur Qualifizierung der Wanderführer können wohl nur sie selbst beantworten.In den Flyern steht jedenfalls immer,das vielfältige Erfahrungen vorliegen.Habe mir gerade mal das Prospekt von Christiane nochmal angesehen.Da steht,das Sie seit 1985 begeistert als Wanderführerin tätig ist und Sabine und Giorgio werben als zwei erfahrene Wanderführer ohne Angabe seit wann,Heidis Wanderclub wirbt mit einer erfahrenen Leitung mit Wanderführer Alexander,die Roswitha ist auf meinem
    Prospekt gestrichen.Also als Teilnehmer einer geführten Wanderung bist du auf jeden Fall erst mal der festen Überzeugung,das da kompetente Menschen am Werk sind und wie schon vorher gesagt,waren wir bis jetzt auch immer zufrieden über die Leistung
    die erbracht wurde.Dieser spezielle Fall,der hier angesprochen ist,kommt sicherlich nur aller 100 Jahre einmal vor,schließlich muß
    ja jeder,der so eine Wanderung bucht,selbst wissen,was er sich zutrauen kann.
    Also—verantwortungslose Wanderführer würde ich nicht so im Raum stehen lassen!

    #180321
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    aurora
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    Jurgen;32098 wrote:
    Wenn Reiseleiter Ausfluege verkaufen, von denen sie keine Ahnung haben, was war dann zuerst da: […]?

    ..die Aus- und Fortbildungskatastrophe. Sie ist im Rahmen der übereifrig betriebenen Kostenreduzierung entstanden.

    claudia

    #180322
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    Kaleika
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    Über die hier zitierten Wanderführer, kann ich nur sagen, dass die meisten ihre langjährigen Erfahrungen hervorragend einbringen. Und zwar Erfahrungen durch tägliche Praxis und nicht durch nebulöse Diplome, die kaum in anderen Ländern/Kontinenten anwendbar sind.
    Jede grosse Gruppe, die bei uns bucht, braucht einen einheimischen Wanderführer- warum denn, wenn es so grossartig-diplomierte- Wandersowisos gibt? Wanderdiplomierte Freaks, die mit den typischen, an ltmodischen Wandervorstellungen her kommen.. hatte ich genug: Fussabrollen, usw, Flachlandtiroler, aber im Gebirge ? Wanderstöcke, die bis zu 7 Kilo pro Seite, den Körper schädlich unterbelasten etc..
    Ausserdem hat es hier keiner von den ‘bekannten’ nötig- lieber Jürgen- sich “anzubiedern”, wie du so unfreundich und ohne nötigen Hintergrund, schreibst, denn du lebst ja nicht eimal hier. Ausser den Neuen, die hier unbedingt einsteigen wollen, biedert sich keiner an… aber das Thema wollen wir doch nicht mehr erhärten, das hatten wir doch schon reichlich!

    Andersherum: wir bekommen Anfragen der Reisegesellschaften, lehnen sie ab oder sagen zu- Tui, z.B. haben wir abgelehnt. Wir stellen den besten Beweis, dass Praxis angesagt ist: die meisten Nachfragen seit 35 Jahren ( 50% Wiederholungstäter); Wanderer in der 3. Generation aus der gleichen Familie; Nachbuchungen nach der 1. Wanderung, Aufträge der Regierung, einzige Medaille auf den can. Inseln, um die Verdienste im Wandertourismus.
    Somit wäre jawohl die Frage nach Henne und Ei geklärt.
    Unsere Verantwortung ist grösser, als die der Reisebüros – denn wir sind als letzte in der Kette, die Ausführenden, an denen alles hängen bleibt. Und deren Eindruck zuletzt haften bleibt. Kein einziges Reisebüro hat jemals anerkannt, wenn wir – auch manchmal unter Einsatz des eigenen Lebens, Wanderer aus heiklen Situationen bergen, retten, weiterhelfen. Sitationen,die von uns nicht herbeigeführt werden, sondern von verschwiegenen Gästen, die ihre Handicaps nicht offenbaren wollen vor der Wandergruppe. Vor Reiseleitern kann darüber durchaus reden, da kann man einzelne Ratschläge erwarten- für andere, leichtere Wanderungen. Bei uns, Vorort, vor der Gruppe, ist das natürlich nicht mehr möglich: das versteht ja wohl jeder, fast jeder…

    Für uns, wie für das bekannte Gros der Wanderei auf Teneriffa gilt:
    die Gäste sollen zufrieden und glücklich sein! Das macht uns zufrieden, macht Spass an der Arbeit. Hier ist noch viel Idealismus angesagt und praktisches Knowhow, dass alle, die ich kenne, ohne lange zu fragen- anwenden.

    (wenn dann die Kasse bei beiden auch stimmt- noch besser:) ).

    #180323
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    Suaba
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    Am hier geschilderten Fall kann man sehen, wie wichtig es ist, verantwortungsbewußte und erfahrene Reiseleiter und Wanderführer zu haben!
    Wenn der Reiseleiter (RL) wirklich von der OP der Französin wußte war es meines Erachtens fahrlässig ihr diese Wanderung zu empfehlen. Der RL gehört zur Rede gestellt, um so eine falsche Empfehlung für die Zukunft zu vermeiden und ihm bewußt zu machen, was er angerichtet hat und was da noch alles hätte passieren können!!

    Hut ab vor den Wanderführern, denn in so einer heiklen Situation ruhig zu bleiben und richtig zu handeln, ist nicht einfach und verdient Respekt.

    #180324
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    ElTomate
    Mitglied

    bin absoluter wanderführungsamateur, aber sagt mir doch mal bitte, wie die schwierigkeitsgrade einer wanderung beschrieben bzw. die anforderungen an teilnehmer formuliert werden. das kann doch nicht so schwer sein, die wesentlichen merkmale einer wandertour und die notwendigen kriterien an einen teilnehmer in einigen stichpunkten darzustellen und dann evtl. von den teilnehmern abzeichnen zu lassen. das gibts doch auch in anderen lebensbereichen…

    #180325
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    Kaleika
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    Wir haben bereits an die Direktion des entsprechenden Reiseveranstalters geschrieben, was wir sonst nicht so krass tun.

    Tomaterich, es ist meines Erachtens schon recht schwierig, die Wanderkennzeichnungen so zu formulieren, dass sie für jeden Wanderanspruch gleich zu deuten sind. Zum Beispiel gibt es viele, die diese Wanderung als leicht, eine andere als schwierig empfinden und umgekehrt. Die Zeichnungen reichen von 1-5, bedeuten von leicht bis extrem.
    Dies abzeichnen zu lassen, würde heissen, das man der Selbsteinschätzung der Wanderer vertrauen kann. Das ist aber äusserst selten der Fall. Und hinterher zu sagen: Sie haben hier unterschrieben! nutzt dem gegenseitigen Wohlgefühl nicht viel.
    wir haben in unseren Flyern und Informationen für die Reisebüros, immer die Kennzeichnungen für die Schwierigkeitsgrade, natürlich auch andere Angaben, wie Höhenmeter- für Herzkaschperls, Schluchtenangaben-für nicht Schwindelfreie usw…
    ich habe in den letzten Flyer immer einfache und deutliche Schwierigkeits-Hinweise gegeben..
    gut zu laufen für
    Opa, Waldi und Konsorten-
    Couchpatatoes
    Höhenfreaks und Gradwanderer
    R. Messmer- Kandidaten
    Leisetreter und Traumtänzer
    usw…

    damit hatten wir noch nie Schwierigkeiten.

    Solche schlimmen Fälle, wie der geschilderte, sind -Gott sei Dank- ganz selten.

    #180326
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    Suaba
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    Natürlich geben die verschiedenen Wanderführer auf Teneriffa bei jeder Tour eine kurzeTourbeschreibung und Konditionsanforderungen an. Aber das heißt noch lange nicht, dass sich jeder Wanderwillige selbst richtig einschätzen und die für ihn passende Wandertour selbst aussuchen kann, denn das erfordert ein gewisses Mass an Selbsteinschätzungsvermögen und das fällt Leuten, die nicht so oft wandern, häufig nicht leicht.

    Auf Teneriffa gibt es alles – vom “Rentnerspaziergang” 😉 bis zu sehr anspruchsvollen Bergtouren mit Kletterpassagen…. und dazu kommt, dass z.B. die Mascaschlucht als nicht zu verpassendes Abenteuer angepriesen wird. Da fällt das Abwägen zwischen “schaff’ ich das konditionsmäßig” und ” “ich will aber auch das ultimative Wanderabenteuer” schon schwer.

    Ich persönlich finde es sinnvoll, sich über jede Tour, die man machen will, direkt beim Wanderführer zu informieren, denn ein guter Wanderführer kennt alle Details seiner Touren und ihn sollte man über eventuelle Handicaps informieren bzw. nicht verschweigen!

    #180327
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    ElTomate
    Mitglied

    dann braucht man halt kriterien zur selbsteinschätzung:

    – ich erledige den weg zu aldi und zurück mit 2 vollen einkaufstüten ohne atemnot
    – ich fahre normalerweise mit dem auto zum 190 meter entfernten briefkasten
    – mein body-mass-index liegt bei 18, 29 oder 46
    – herz-kreislauf-erkrankungen
    – schwindelfreiheit
    und was weiß ich was, jedenfalls einfach, verständlich zum ankreuzen…

    wie soll man sich ohnen kriterien als wanderlaie einschätzen können

    das andere ist der aktuelle zustand. ich erinnere mich, dass meine damalige urlaubsbekanntschaft und heutige ehefrau mich vor 23 jahren einen tag nach ende einer 3-tägigen magen-darm-grippe den barranco infierno vor und zurück gescheucht hat, man mußte damals auch auf diesen kanalisationsrändern langbalancieren und links und rechts gings 4-5 meter runter. war nix für nicht schwindelfreie wie mich, aber wenigstens wog ich damals noch gut 20 kilo weniger….

    #180328
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    Pfote 9
    Mitglied

    Will nur schnell meinen Glückwunsch an Kaleika loswerden für die gelungenen Seiten zu Gregorio und Söhnen.
    Werde ganz bestimmt beim nächsten Aufenthalt in Puerta de la cruz wieder im Tigaiga sein, um eine Wanderung
    zu buchen. Hasta pronto

    #180329
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    Kaleika
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    suaba, genau, stimme dir voll zu. Wir habe nichts mit bürokratie zu tun.

    Diese Formularerrungenschaften, gehören ins Reiseleiterresort, die können uns das dann mit preussischer Gründlichkeit, in ordentlicher Schrift, übermitteln, wir kontrollieren das dann- bei täglich ca. 30 Wanderern- wir machen manchmal 2 touren zugleich und dann gemeinsames Picknick- das macht dann zusammen ca 2 Stunden pro Tag- für die Wanderung dann zu spät- aber wenn noch 1 oder 2 Tage übrig bleiben in der Woche, machen wir die Wanderungen an diesen Tagen mit den auserwählten aus der Liste …
    Aber Spass bei Seite- wir laufen so früh wie möglich los und nutzen die gemeinsame Zeit zur Tou,r für spannende oder aktuelle Infos über die Insel, fagen nach Problemen, wandern los. So ist die Praxis.

    #180330
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    ElTomate
    Mitglied

    ja, dann geb das doch den reiseleitern zum weiterreichen an die touris. aber von wem, wenn nicht von euch, sollen denn die inhalte kommen. die experten sind doch die wanderführer….

    #180331
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    Kaleika
    Mitglied

    eh Pfote 9, freut mich aus ganzer Seele, dass dir unsere Seiten gefallen haben. Sehen uns dann im Tigaiga und mit ner schönen Wanderung…:D

    #180332
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    Suaba
    Mitglied

    Liebe Kaleika, auch ich gratuliere dir zum gelungenen Internetauftritt der Wanderfamily Gregorio… eine sehr persoenliche Praesentation, die Lust darauf macht, mit euch zu wandern!

    El Tomate, leider ist das nicht so einfach mit den “Kriterien zur Selbsteinschaetzung”… Ich war schon einige Male mit Gregorio & Soehnen auf Wandertour und musste leider oft miterleben, wie meist deutsche Wanderer die guten Ratschlaege der Wanderprofis sprichwoertlich in den Wind geschlagen haben. Eine Wandergruppe zu fuehren ist wirklich nicht einfach, es ist taeglich eine neue Herausforderung und du brauchst eine Menge Menschenkenntniss und gesunden Menschenverstand!

    #180333
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    ElTomate
    Mitglied

    …dann nehmt doch die selbstüberschätzer in die verantwortung und lasst die entsprechend etwas unterschreiben. ich möchte nicht in der haut eines wanderführers stecken, wenn da ein opa im vermeintlich 3. frühling mitten auf dem weg nen herzkasper bekommt, wissend, dass er an arteriellem hochdruck leidet, aber halt gerne mal die masca-schlucht bewundern will…

    aber ist ja nicht mein problem…

    nachdem ich gestern den montaña roja in den frühen abendstunden erfolgreich erklommen habe (das letzte mal dürfte so 20 jahre her sein), kann ich mich jetzt nach größeren herausforderungen umschauen. evtl. versuche ich mich dann mal am k2…

    #180334
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    taiga
    Mitglied

    Hubschrauber können nur bis ca. 6000 m ………da mußt dann den kleinen Rest laufen.

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