Motiviert durch den Berufsverband des Autohandels auf Teneriffa hat sich die Gemeinde
Arona als erste, aber bestimmt nicht als einzige, entschlossen, das "depósito municipal" schräg gegenüber des neuen Gerichtsgebäudes durch vermehrtes
Abschleppen von Fahrzeugen zu füllen - und praktischerweise die Gemeindekasse gleich mit (ein Schelm, der böses dabei denkt...) - die mit dem hübschen "se vende Tel. 666 xxx yyy" Schild im Fenster irgendwo im öffentlichen Verkehrsraum parken.
Das wird Gaudi geben, fahren doch Hunderte von Fahrzeugen mit diesem Schild in ganz normaler alltäglicher Nutzung durch die Gegend und werden irgendwo eben für ein paar Stunden abgestellt, weil der Fahrer eben dort arbeitet. Und danach fahren sie wieder heim. Das ist völlig legal, keine Behörde nicht mal auf den westafrikanischen Inseln hier kann das untersagen. Was tatsächlich "mißbräuchliche Nutzung öffentlichen Verkehrsraums" ist, hier ebenso wie in Alemania z.B., ist das Abstellen von Fahrzeugen und das Blockieren von öffentlichem Verkehrsraum vorrangig zum Zweck, sie zu verkaufen und daher "auszustellen".
Die Grenzen sind fließend und eben darum wird's reichlich Zündstoff geben in Zukunft. Aber der trainierte Resident auf den westafrikanischen Inseln weiß: wenn die Behörden erst einmal eine Maßnahme realisiert haben, also z.B. Deine alte Krücke abgeschleppt, dann sitzt Du am kürzeren Hebel.
Die
Polizei hat zwar schon beteuert, dass sie sehr wohl unterscheiden wird zwischen typisch genutzten und damit auch geparkten Fahrzeugen und solchen, die nur
präsentiert werden (z.B. durch Kreide-Markierungen an den Reifen oder Fotos), aber wer mehr als nur ein paar Wochen hier gelebt hat, glaubt den Behörden halt gar nichts mehr. Vamos a ver!