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  #11 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 00:38
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel wird schon bald berühmt werden
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Meine Verwunderung bzw. die Erwähnung der "crisis" bezog sich auf die doch beherzten T-Shirt-Preise.
O.K., sie sind wahrscheinlich auch nicht teurer als T-Shirts anderer Erstliga-Vereine, doch sind's Sachen, die man sich ja nicht kaufen muss, wenn man andernorts über die kargen Lebensbedingungen jammert, die einem die crisis gelassen hat.
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  #12 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 01:03
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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aber hier am Plaza charco gibt es doch die ganzen klamotten am kiosk- sind doch die blauen??
Habe gesehen:
Schals,
t shirts
Fahnen
socken
Preise?
vielleicht gibts es ja noch?
Welche groesse?
Kann dir fuern 20ger mal was kaufen und bringe es in 14 Tagen nach Boppard/Rhein mit, oder schicken

Geändert von Kaleika (16.06.2009 um 01:05 Uhr).
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  #13 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 08:33
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denke mal, gerade in krisenzeiten brauchen die leute was, womit sie sich identifizieren können. so ein fussballspiel läßt den alltag für einige stunden vergessen und sicherlich werden auch einige glückshormone ausgeschüttet. und die woche über ist es dann noch ein positives gesprächsthema. außerdem stellen sich erfolgserlebnisse ein, weil man sich als fan als teil der erfolgreichen mannschaft sieht. ich finde das alles absolut in ordnung, das leben ist für die meisten hart genug, und ein wenig abwechslung und positive impulse durch fussball schaden sicher nicht. jedenfalls hab ich hier noch nichts von hooligans oder massenschlägereien gehört, weiß gar nicht, ob es diese häßliche seite des fußballs hier gibt.
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  #14 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 08:49
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel wird schon bald berühmt werden
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Sag' ich doch.

Bei meiner Auflistung von Ablenkungsmethoden von der real existierenden Realität weiter vorne habe ich eines vergessen:
Kirche und der Glaube an das Weiterleben nach dem Tod.
Das soll jetzt beileibe nicht sarkastisch oder zynisch sein -
ich denke, dass gerade in Situationen brutaler Schicksalsschläge oder hoffnungsloser Lebensumstände Kirche und Beten Hunderttausende von Menschen schon vor dem Selbstmord (oder auch vor Morden) bewahrt haben...
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  #15 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 20:42
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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In Punkto Kirche glaube ich dass SM recht hat, jedoch denke ich dass an zweiter Stelle steht (vor dem Leben nach dem Tod- wer will schon gerne in so eine Ungewissheit schliddern, die meisten Sterbenden haben sogar grosse Angst davor)- steht der Zusammenhalt, Beisammensein, Beisammen gluecklich/ traurig sein. Diese Gemeinsamkeiten sind wohl sogar Voelkerbindend, halten selbst Unglaeubige zusammen.
Das eigentlich ist ja wohl auch der wahre Sinn der Kirche.
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  #16 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 22:31
Benutzerbild von Dante.Alighieri
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Dante.Alighieri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Diese Gemeinsamkeiten sind wohl sogar Voelkerbindend, halten selbst Unglaeubige zusammen. Das eigentlich ist ja wohl auch der wahre Sinn der Kirche.
Was ich hierzu sagen möchte, hat nichts mit Fußball zu tun. Ich reflektiere nur die Stichworte "Glauben" und "Kirche". Die Aufsicht kann gerne meine Beitrag verschieben, wenn es ihr notwendig erscheint.

Gibt es wirklich Ungläubige? Der Begriff "ungläubig" wird doch ausschließlich subjektiv verstanden und angewendet. Aus der Perspektive einer beliebigen Religion gilt der als "ungläubig" der dieser Religion nicht angehört. Dadurch werden Christen aus der Sicht von Moslems Ungläubige genannt und umgekehrt.

Absolut Ungläubige gibt es meiner Meinung nach nicht. Der Eine glaubt an Gott, der Andere an Allah, was dasselbe bedeutet. Ein Dritter glaubt an Engel, ein Vierter an Teufel. Ein Fünfter vielleicht an Baumgeister. Viele glauben an Heilsversprecher etc. Ein Wissenschaftler glaubt vielleicht nur an die bewiesenen Fakten. Doch irgend etwas glauben alle. Insofern wird "ungläubig" häufig fahrlässig falsch verwendet oder wird instrumentalisiert zur Ausgrenzung der jeweils Anderen. Es ist ein Ausdruck hochgradiger Intoleranz.

Bin ich ungläubig, wenn ich gewisse von Menschen erdachte Rituale im kirchlichen Alltag ablehe? Bin ich ungläubig, wenn ich sage, Religion ist Menschenwerk, nicht Gotteswerk. Bin ich ungläubig, wenn ich danach frage: 'Gibt es Gott'?

Ist es nicht vielmehr so, dass "Gott" oder "göttlich" für alles herhalten muss, was der Mensch im jeweiligen Zeitabschnitt der historischen Entwicklung nicht begriffen hat, nicht verstehen konnte, weil das kollektive Wissen dessen, wie wir entstanden, wie die Welt entstand und sich entwickelt hat, nicht vorhanden war. Alles was unerklärlich war, wurde mystifiziert und damit verbundenen, geheimnisvollen Wesen zugeordnet. Und eine Gruppe Menschen hat den Trend erkannt und daraus einen Beruf geformt: Den des Priesters, des Geistheilers, des Schamanen. Diese Berufsgruppe widerum benötigt und benutzt die Angst vor Krankheit, dem Tod, vor dem Jenseits und der damit einhergehenden, behaupteten weiteren Existenz nach dem individuellen Tod, für die man sich qualifizieren müsse, zur Glaubhaftmachung einer Existenzberechtigung der Gottesvermittler. Und alle Religionen brauchen leichtgläubige Menschen, die nicht hinterfragen: 'Warum ist das so'? Gäbe es keine (institiutionellen) Religionen, gäbe es viel Leid und viele Kriege nicht auf der Welt. Die Geschichtsbücher sind voll von religionsursächlichen Konflikten. Die Fanatiker jedweder Religionsgemeinschaft sind die, die ihre eigene Religion zu egoistischen, egomanischen und machtpolitischen Zwecken missbrauchen.

Ja, ich bin ein gläubiger Mensch. Ich glaube, dass Güte Gutes hervorbringt. Ich glaube, dass Gerechtigkeit Friedfertigkeit erzeugt. Ich glaube, dass relativer Wohlstand Zufriedenheit mit sich bringt. Ich glaube, dass der Kampf um's Überleben im Alltag aggressiv macht. Und ich glaube auch, dass die jeweils negativierten, vorgenannten Voraussetzungen Negatives erzeugen, also Un-Gerechtigkeit erzeugt Un-Friede etc.

Diese, meine Meinung wird sicher auf Widerspruch stoßen. Ich bin auf Reaktionen gespannt.
___________
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  #17 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 23:06
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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da wir hier immernoch unter Sport und Freizeit laufen- konzentriere ich mich auf Freizeit, Religion und deinen Beitrag, Dante.A.
Mit "Ungläubigen" meinte ich alle, die nicht an Religionen glauben. Denn glauben tut, da pflichte ich dir bei, an irgendetwas irgendwer immer irgendwann.
Glauben ist schliesslich etwas unbeweisbares, das wissen wir- Gott, Unendlichkeit... wer stellt sich das vor? Dazu ist Religion meines erachtens auch nicht gedacht. Hilfe suchen in der Gemeinschaft, im gemeinsamen Glauben auf Hoffnung und sie finden. Das ist es.
Mich hat in vielen extremen Verlust, Trauer und Angst Situationen, oft ein kirchliches Beisammensein getroestet. Irgendwie fand ich mich da durch merkwuerdige Zufaelle ein. Nennen wir es mal so, da ich nicht weiss, ob ich nicht in aller Verzweiflung diese Begegnung unbewusst gesucht habe . Manchmal habe ich nicht einmal die Sprache verstanden. Oft war es auch umgekehrt, ich landete in einer Trauergemeinde- die musik war so schoen und unwillkuerlich war ich mit den anderen traurig, weinte, ohne dass ich sie kannte. Wir umarmten uns und wussten alle anderen haben das auch erlebt und das erfreuliche war, an ihnen zu sehen, dass das Leben weiter geht. Das troestet. Da ich Animist bin, faellt es mir wohl etwas leichter Zuspruch zu finden. Wir sind nicht gar so anspruchsvoll..

Ich kann mich auch ins andere Lager schlagen, aber das waere dann des Spasses wegen.

Wozu Religion missbraucht wurde, ist eine andere Geschichte.

Geändert von Kaleika (16.06.2009 um 23:11 Uhr).
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