Webtenerife ist die Website der offiziellen Tourismusförderung von Teneriffa (früher SPET), die kennen garantiert nur die Betriebe, die bei ihnen teure Beiträge zahlen. Ausgerechnet in La Orotava original kanarische Handarbeitssachen finden zu wollen ist wohl ähnlich leicht wie die Suche nach preisgünstigen Weißwürsten auf dem Münchner Oktoberfest...
Egal, ob in La Orotava oder sonstwo in einem Geschäft, das "Souvenirartiges" anbietet: tiefes Mißtrauen gegenüber jeder kanarischen Herkunftsbezeichnung ist angebracht, oft pappt das Preisschild genau über irgendeinem China-Hinweis. Vieles kommt auch aus Afrika.
Doch es gibt auch noch Originales: z.B. tatsächlich von einigen Frauen des Dorfes handgemachte und ofengebrannte Keramik im "Centro Alfarero" in Arguayo - ein unglaublich charmantes pitorreskes kleines ethnologisches Museum in einer liebevoll hergerichteten Uralt-Finca. Arguayo liegt zwischen Chío und Santiago del Teide.
Vilaflor ist das Zentrum der früher weit verbreiteten Klöppel-Stickerei auf Teneriffa. Aber selbst da muß man aufpassen, daß man in den rund um die plaza arrondierten Geschäften nicht China- oder Afrika-Ware kauft, während einem die live klöppelnden Großmütterchen den untrüglichen Eindruck vermitteln, daß all das, was schön gefaltet stoßweise nebenan liegt, aus ihrer Hand stammen würde. Soviel können die noch ca. 25 Klöpplerinnen des Ortes gar nicht produzieren, was sie verkaufen. In Santa Cruz sind in der Fußgängerzone sehr viele Zigeunerinnen unterwegs, die Klöppelware verhökern, manchmal gar nicht so billig.
Es gibt schon noch einiges an echter Handarbeit, teilweise auch in modernen Techniken und Designs. Am besten immer wieder mal den lokalen "ferias de artesanía" vorbeischauen, die immer öfter (und leider auch immer ramschiger) im Rahmen der örtlichen Fiestas am letzten WE stattfinden. [addsig] |