Völlig richtig, Taiji,
Du hast da Deinen Finger in eine brennende Wunde gelegt: Bratwürste haben einfach keine Lobby, die sich stark machen würde für ein dringend nötiges Zubereitungs-Regelwerk. Wenn die Wurst erst geplatzt ist, ist's eh schon zu spät, um da noch helfend einzugreifen. Aber die Qualen, die die Wurst aufgrund unsachgemäßer, zu langer, zu heißer Zubereitung auf einem vielleicht nicht ausreichend gereinigten und nicht mit wursthaut-verträglichen Anti-Depressiva eingeriebenem Grill erleiden musste - niemand weint darum.
Eine Menschheit, die auf den Mond fliegen kann, müsste doch auch für Bratwürste was tun können, z.B. ein mehrstufiges Signalisierungssystem bei bedrohlich steigender Hautspannung.
Ich selbst hab' das zwar noch nie so direkt mit den Augen einer Bratwurst gesehen, bei mir sind's manchmal die geplatzten Weißwürste, weil mir der Deckel auf den Topf gerutscht ist, ohne daß dabei ein Warnsignal ertönt wäre. Aber das sind nur Details, das Problem ist das selbe und harrt der Lösung. Falls die EU ein Versuchsprogramm zur Erforschung des Fehlverhaltens von Weißwurst und "Weißwurster" auflegen und erfreulich dotieren würde, wäre ich sogar bereit, mich und die meinen für die Durchführung desselben zur Verfügung zu stellen.
Ich vergaß zu erwähnen, daß man die Lösung unbedingt auf EU-Ebene vorantreiben muß, nationalistische oder gar kommunale Eigenbrötelei würde da nicht in ausreichendem Maß wursttiefen-psychologisch erforscht, dann in ca. 200 Normen gegossen und in 15 Sprachen übersetzt werden können. Da wäre der Aufwand einfach viel zu groß. Kleine Probleme erfordern manchmal eben großzügige Herangehensweisen... editiert von: sanmiguel, 02.05.2007, 17:29 Uhr [addsig] |