Hardys engagierter Beitrag hat es sogar schon in andere Foren geschafft.
"Tamina" macht´s möglich!
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Andere Meinungen
Kostproben:
Zitat:
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So ein allgemeines und austauschbares Geschwafel, das letztendlich keine einzige Information enthält, findest Du gut??
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Zitat:
das ist aus dem beliebten Wochenendkurs der VHS mit dem Titel "Vom Bauchladen zum Warenhaus, Verkäufertraining für Anfänger". |
Der Hardy hat gewisse Veränderungen sehr gut herausgearbeitet.
Ich sehe nur nicht, dass dies allein ein Teneriffaproblem ist.
Die Verhältnisse haben sich in ganz Europa stark verändert.
1973 war er zum ersten Mal auf Tenerife, kam dann immer wieder, momentan hat er aber keine richtige Lust mehr.
Wie war es denn 1973 auf Sylt, auf Madeira, auf Sizilien, den Kykladen, Kreta, Zypern, den Balearen, auf Korfu oder auf den Zungenbrechern Krk, Hvar, Prvic oder Brac?
Ganz anders als heute, das ist schon richtig.
Heute zahlen wir auf vielen Inseln mit dem Euro und die EU sorgt dafür, dass es zu einer Vereinheitlichung der Lebensverhältnisse kommt.
In vielen Geschäften arbeiten keine "Einheimer" mehr, sondern Angestellte aus Andalusia, Galicia oder Nordafrika, manchmal sogar Deutsche, was schlimm enden kann, ich meine nicht für den Angestellten, sondern für den Urlauber.
Touristen aus aller Herren Länder strömten jahrzentelang auf die Inseln. Man schaue sich nur die Touristenmeile in Las Americas, Los Christianos oder Los Gigantes an.
Ist das noch im Entferntesten kanarisch? Nein, es sind Ghettos für Fremde und Fremdlinge.
Was will man da erwarten?
Die Geschäfte laufen inzwischen erheblich schlechter und es wird noch schlechter werden.
Anbieter ausserhalb Europas haben sich in Position gebracht.
Tunesien, Marokko und die Türkei, bald werden auch die Kapverden den Canarias Besucher abnehmen.
In vielen Tourismusgebieten der Kanaren liegen die Nerven der Geschäftsleute blank.
AI ist auf Dauer tödlich, tausendmal hat man es den Verantwortlichen gesagt, jetzt muss man sich nur die Leerstände in Playa del Ingles oder Maspalomas anschauen. Auf Tenerife sieht es nicht viel besser aus.
Mal zur Statistik:
Ein AI Gast gibt nur ca. 12 -18 % seines Budgets noch direkt auf den Inseln aus.
Ein HP Gast ca. 35 - 40%, aber ein Individualtourist ca. 75 - 80%.
Mit denen muss man Geschäfte machen und die wissen Bescheid, vor allem diese "irren Deutschen" von denen manche mehr von den Inseln kennen, als viele Resis oder "Einheimer"!
Die Zeiten der freundlichen "Einheimer" in den Tourismuszentren, die auf "Ihre" Besucher warten, sind vorbei.
Das Geschäft wird von Thomas Cook und TUI Travel gemacht, beides Unternehmen, die an der Börse in London gelistet sind und mehrheitlich Arcandor (früher Karstadt/Quelle) oder der TUI (früher Preussag) gehören.
Es bleibt immer weniger Geld auf den Inseln und das zeigt sich auch im Umgang mit dem gemeinen Touristen.
Ich will nicht behaupten, dass dies dazu berechtigen würde, unfreundlicher zu agieren, ich weiss aber, dass eine gewisse Unfreundlichkeit all over Europe eine Folge eines globalisierten Turbo Kapitalismus ist, mit immer größeren Zwängen, die Kosten zu reduzieren, um die Ware in einem mörderischen Konkurrenzkampf an die Frau den Mann bringen zu können.
Und diese Frauen und Männer sind in zwischen halt mehr Geiz als geil.
Das kann man nicht mehr mit den guten alten Zeiten vergleichen.
Die Urlauber erst recht nicht.
Früher hat man im Urlaub nicht so auf das Geld geschaut, heute ist das anders geworden. Vielleicht fahren die Urlauber aus dem Norden Europas aber dreimal für kurze Zeit in Urlaub und nehmen eine Woche AI mit Flug für 429,00 EUR in Anspruch. Das gibt es durchaus.
Heute bleiben sie in den Hotels und der "Einheimer" mit seiner Bar oder mit dem Restaurante bekommt die Krise. Auf die Touristen können viele "Einheimer" kaum noch bauen.
Inzwischen mögen sie die früher verhassten "Godos" (Fuera Godos) bald lieber als die deutschen "Pfennigfuchser". Die Godos retten die Inseln, ohne sie wäre der Laden schon dicht!
Das hat alles Auswirkungen im Umgang mit dem gemeinen Touristen.
Manche lassen sich auch vom freundlichen Verkäufer beraten, um die Sache dann später doch bei Saturn oder beim Media Markt zu kaufen.
Wir kennen das von zu Hause.
Ich denke, man muss das alles mitberücksichtigen, wenn man Veränderungen in der früher geliebten "Einheimerwelt" feststellt.
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich immer noch genügend Orte finde, wo ich kaum Veränderungen feststellen kann.
Auf Vilaflor trifft das z.B. zu, da geht es immer noch so zu, wie vor Jahren, liegt wahrscheinlich aber auch an der verhältnismäßigen Abgeschiedenheit.
Auch in und um Arico habe ich noch das Gefühl, dass es noch so wie vor Jahren ist.
Man darf sich aber keine Illusionen machen. Das Leben auf den Inseln ist extrem hart geworden.
Die Insellage produziert einen ungeheuren Kostendruck. Über 90% aller Waren müssen importiert werden, was natürlich die Waren extrem verteuert.
Ich frage mich immer, warum man auf Inseln, auf denen fast alles wächst, soviel Gemüse und Früchte importieren muss.
Es liegt sicher auch an Fehlentwicklungen in der heimischen Politik, die derzeit massiv zu Buche schlagen.
Das Leben auf den Canarias wird immer teurer. Das merken auch die Individualtouristen, die einen Großteil ihres Urlaubsbudgets auf der Insel lassen und nicht bei Thomas Cook oder TUI im Herkunfstland.
Ich höre immer öfter, dass man die Inseln nicht mehr besuchen will, weil die Lebenshaltungskosten viel zu hoch geworden seien.
Diese Touristen brechen deshalb gerade weg.
Ein Alarmzeichen ist die Tatsache, dass es noch nie so viele leer stehende Ferienhäuser und Wohnungen gab wie im Jahre 2007. Das trifft kleine einheimische oder Residentenvermieter ganz hart.
Die Inseln der Glückseeligen sind nicht mehr so glücklich wie früher, das muss man einfach sehen!
Sie sind nicht mehr so gastfreundlich, wie das früher mal war, weil sie von den vielen Gästen immer weniger haben.
Mein Tipp für alle, die es können.
Gebt das Geld direkt auf den Inseln aus und beutet lieber die Fluglinien - die gehören aber auch den Multis Thomas Cook (Condor/75,1%, bald Air Berlin) und TUI (TUI Fly, bald mit German Wings vereinigt) - aus.
Wenn ich mir ansehe, dass man für ganz kleines Geld von Weeze oder Frankfurt/Hahn mit Ryanair nach Tenerife kommen kann, sehe ich immer noch gute Möglichkeiten für den Individualurlaub auf Tenerife, wenn man sich auskennt.
Bei der Suche nach Ferienhäusern kommt man mit vielen "Einheimern" oder von den "Einheimern" akzeptierten Resis, das sind bei weitem nicht alle - in Kontakt und ich behaupte, dass die zum ganz überwiegenden Teil hilfsbereit, höflich und gastorientiert handeln, weil sie wissen, dass Stammpublikum die "halbe Miete" eines guten Geschäftes im Bereich Individualtourismus ist.
Salu2
C.J.S./Wer unfreundlich ist, wird einfach gekapert!