Die Kritierien für die Vergabe von Sternen sind nicht international standardisiert, jedes Land hat seine eigenen, die erheblich voneinander abweichen können. Spanien z.B. zählt zu den Ländern mit den „weichsten“ Kriterien und hat es bis heute nicht einmal geschafft, diese quer durch’s Land einheitlich zu gestalten. Jede spanische
Autonomía hat eigene Regeln, der Standard in Madrid z.B. ist anders als der auf Teneriffa.
Die Zahl der Sterne informiert nur über das Niveau vorhandener Hotel- und Zimmerausstattung, aber nie über z.B. Freundlichkeit des Personals, Alter und Pflegezustand des Hotels, Qualität der Betten oder der Hotelküche. Ebenso nicht, ob die Klimaanlage in Ihrem Hotelzimmer so laut ist, daß Sie sie ausschalten müssen, um schlafen zu können. Ein kleines Beispiel: ein Doppelbett in einem 4*-Hotel in Spanien muss min. 1,35 m breit sein, in Frankreich oder Deutschland dagegen 1,80 m. Die minimal erlaubte Hotelbettlänge in Spanien ist 1,85 m!
Alle seriösen Hotels Spaniens gehen freiwillig über diese Minimalwerte hinaus, um ihre Gäste nicht zu verärgern, Sie müssen also als normal großer Gast eines 4*-Hotels keine Angst vor viel zu kurzen Betten haben. Auch mit den minimalen Zimmergrößen, die zum Erreichen bestimmter Kategorien nötig sind, müssen Sie meist nicht rechnen – die internationale Fachpresse schreibt oftmals ganz sarkastisch, daß die 3*-Standards nicht selten schon von Gefängnis-Zellen erreicht werden.
In
La Orotava z.B. gibt's ein phantastisches kleines Hotel, 17 Zimmeer, das "Alhambra". Stil und Anmutung und persönliche, fast schon familiäre Betreuung, diese aber professionell und niemals anbiedernd aufdringlich. Wie viele Sterne hat's denn?
Ganze 2!
Warum?
Es hat keine Rezeption! Und ohne Rezeption gibt's keine 3 oder mehr Sterne. Auch wenn das Haus aufgrund seiner Größe oder der Art der Gästebetreuung diese gar nicht braucht.