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Alt 20.01.2008, 18:57
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Standard Tourismuszahlen - Der Trend 2008


Megawelle berichtete:

Zitat:
Kanarische Inseln, 18.01.2008: Die Kanarischen Inseln haben im letzten Jahr über 200.000 ausländische Touristen verloren. Das hat jetzt die Kanarische Regierung bekannt gegeben. Damit kamen fast 10 Prozent weniger Briten, Deutsche und Skandinavier auf den Archipel. Das Minus ausgleichen konnten aber die knapp 8 Prozent mehr Festlandspanier, die ihren Urlaub hier verbrachten. Inselweit betrifft der Rückgang der Touristen besonders Teneriffa. Dort war ein Minus von über 4 Prozent zu verzeichnen. Lanzarote steht auf Platz 2 mit 3,8 Prozent. Gran Canaria verlor 1,4 Prozent Touristen. Als einzige Insel konnte Fuerteventura mehr Urlauber empfangen als 2006. Um mehr als 3,5 % stieg die Zahl.


Gran Canaria
verlor im Jahr 2007 insgesamt 1,40 Prozent Touristen.

Teneriffa verbuchte in 2007 gar 4,14 Prozent (147.000) weniger Touristen, Lanzarote (- 3,83 Prozent), La Palma (- 0,84 Prozent).

Das war alles zu erwarten. Besonders bitter ist das Ergebnis für La Palma, wo die Hotelauslastungsraten inzwischen in Richtung 40% gehen.

Die Zahlen mussten jetzt an das Licht der Öffentlichkeit, weil man nichts mehr beschönigen konnte.

Was die Beobachter von "Wild West" (Montesquieu, La Palma Air, Resibetreuer, Vilaflor u.a. ) seit Mitte des Jahres näher beleuchteten, bewahrheitet sich.

Aber bis zum Schluss hat man sich seitens der Politik immer um die Wahrheit gedrückt.
Zwischendurch hatte man sogar überraschend mal 700.000 zusätzliche Touristen "gefunden".

Ja, das war wirklich so!

Zitat:
Immer weniger Touristen kommen auf die Kanarischen Inseln. Im laufenden Jahr wurden über 200.000 ausländische Touristen weniger gezählt als noch zur selben Zeit im Vorjahr. Lediglich 6,8 Millionen Besucher kamen von Januar bis September auf den Archipel. Das ist ein Minus von über drei Prozent gegenüber dem Jahr 2006. Damit sind die Kanaren erneut die einzige spanische Region, die Urlauber verloren hat. Vor allem Briten und Deutsche wählten in diesem Jahr ein anderes Urlaubsziel.

Mittwoch, 24.10.2007
Wenig später dann das vermeintlich "Erfreuliche":

Zitat:
Kanaren - Mehr Touristen

Rund 3,5 Millionen deutschsprachige Touristen besuchten die Kanarischen Inseln in den ersten neun Monaten dieses Jahres. Das sind etwa 320.000 Urlauber mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der deutschen Touristen stieg um fast sechs Prozent. Insgesamt zählte das Tourismusministerium von Januar bis September rund 7,5 Millionen Touristen auf den Kanaren.

Mittwoch, 07.11.2007
En klassischer Fall für die Taktik des Tourismusministeriums in Sachen Informationsvermittlung.
Zunächst stellt man das ganze Jahr fest, dass es nicht rosig aussieht.
Rückläufiger Tourismus auf den Canarias.
Gründe seien die hohen Flugpreise und die böse Konkurrenz in Nordafrika, Griechenland und Festlandspanien.
Wirtschaftsverbände machen sich auch grosse Sorgen, wie es denn weitergehen soll.
Dann beschließt man eine grosse Werbekampagne und wenn die anläuft, hören sich die Meldungen auf einmal ganz anders an.
Aus weniger Touristen werden auf einmal mehr Touristen für die gleichen Zeiträume.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Journalisten die Zahlen schönen, würde mir aber schon wünschen, dass man hinterfragt, wenn sich die Zahlen vom 24.10.2007 bis zum 07.11.2007 derart verändern.
Es kommt der Eindruck auf, dass Aktionen des Tourismusministeriums offenbar schon nach kurzer Zeit erst einmal mit einer "Erfolgsmeldung" bedacht werden, auch wenn es dafür eigentlich keine Grundlage gibt.

Man darf halt nicht alles glauben und muss immer auch mit der kanarischen Art von "Hofberichterstattung" rechnen.

Woran liegt es denn nur, dass die Canarias tatsächlich so schlecht aussehen?
Die vielen Engländer haben doch bisher nahezu alles angenommen!

Es liegt daran, dass viele Touristenzentren der Canarias einfach nicht mehr zeitgemäß sind.
Man schaue sich nur Playa del Inglés, Maspalomas, Las Americas, "Lost" Christianos, Costa Teguise oder Puerto del Carmen an.
Ein veralteter Alptraum!

Nur gutes Wetter reicht heute nicht mehr, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Die Touristen nehmen die "Ghettos" aus den 70er und 80er Jahren einfach nicht mehr an.

Man wird viel Geld in die Hand nehmen müssen, wenn man die Qualität verbessern will.

Es reicht nicht aus, nur verstärkt zu werben.
Der Pauschaltourismus verändert sich. Die Menschen möchten mehr als gutes Klima und andere Anbieter, vor allem die in Marokko und der Türkei, haben rechtzeitig ihre Urlaubszentren zeitgemäß renoviert.

Ein weiteres großes Problem wurde oben schon angesprochen:
Die Hofberichterstattung der kanarischen Presse. Während des Jahres werden häufig völlig unkritisch einfach die Zahlen der Politiker übernommen. Dadurch entsteht zunächst ein völlig falscher Eindruck.

Das geht dann so:

Zitat:
Kanaren - Größte Werbekampagne geplant

Die Kanarischen Inseln starten für die kommende Saison eine Tourismus-Werbekampagne für 4 Millionen Euro.

Das wird die größte Werbekampagne in der Geschichte des Archipels. Mit dieser Investition wollen sich die Inseln auf 15 europäischen Märkten präsentieren. Nach den zuletzt rückläufigen Touristenzahlen, soll es auf den Kanaren damit wieder bergauf gehen.

Der Tourismussektor spült mehr als 80 Prozent des Geldes in die kanarische Wirtschaft. Die Kosten für die Werbekampagne teilen sich die kanarische und die spanische Regierung.
Unmittelbar nach Anlaufen der Kampagne dann das:

Zitat:
Kanaren - Politik ist zuversichtlich

Der stellvertretende kanarische Ministerpräsident, José Manuel Soria, ist zuversichtlich, verlorenenes Terrain auf dem Tourismusmarkt für die Kanaren zurück zu erobern.

Das sagte er auf der Internationalen Touristikmesse "World Travel Market" in London.

Die britische Wirtschaft wächst, und die Kanaren sind für die Briten auch weiterhin ein begehrtes Urlaubsziel, so Soria weiter. Allerdings muss der Tourismussektor seine Buchungsmöglichkeiten für Hotels und Ferienanlagen im Internet deutlich erhöhen.
Beobachter Montesquieu schrieb daraufhin:

"Ich bin auch zuversichtlich, dass die "Hofberichterstattung" so weiter geht.
Sehr zuversichtlich!
Immer, wenn Herr Soria was sagt, dann ganz besonders.
Das ist doch auch der Erfinder der Super Bandera für 300.000 EUR, die aber leider nur noch selten in Las Palmas wehen darf.
Wo sind die Tatsachen, die den Vize unmittelbar nach der Messe so zuversichtlich erscheinen lassen?
So, der britische Markt wächst.
Der deutsche Markt wahrscheinlich auch.
Gut, dass wir so kurz vor Ende des Jahres jetzt genau wissen, dass alles wieder besser wird.
Dennoch sollten wir uns die Zahlen für Oktober, November und Dezember genau anschauen.
Da werden nicht nur dem Herrn Soria die Augen tränen.
Nach meinen Informationen wird die Insel La Palma noch schlechter als 2006 abschneiden.
Das wäre dann das siebte Jahr mit rückläufigen Zahlen.
Aber wir wissen ja, was nach dem verflixten siebten Jahr kommt.
Ganz genau, das was der Soria sagt.
Alles in Butter!
Man sollte die Super Bandera heute schon mal aufziehen, bei guter Sicht sieht man die vielleicht sogar von Marokko."

Die Zahlen für 2007 sind also alles andere als gut und man darf gespannt sein, ob vor allem die Briten und Deutschen sich zukünftig wieder für die Canarias entscheiden.
Ich bin mal auf die Prognosen der Tourismusministerin Rita Martín gespannt.
Bald wäre es ja wieder Zeit für eine rundweg positive Meldung.


Salu2

M.d.A.

Geändert von Vilaflor (20.01.2008 um 19:13 Uhr).
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Alt 20.01.2008, 21:54
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Es ist schon ein Trauerspiel, was in Sachen "professioneller Tourismus-Arbeit" auf den Kanaren abgeht, auf allen Inseln! Das hat mit sachbezogener Tätigkeit nichts zu tun, sondern ist allein Pöstchenschacher, völlig kurzsichtiges Interesse nur an den eigenen höchstpersönlichen Interessen (stark begünstigt dadurch, daß es für das Erreichen der touristischen Fachpositionen zu aller Letzt auf irgendeine touristische Qualifikation oder auch nur auf bloßes Interesse und Einsatzbereitschaft für das Thema ankommt, sondern nur auf Beziehungen).
Zur größten touristischen Fachmesse Russlands im März reist eine Delegation von 15 Größen des tinerfenischen Tourismus - vermutlich soll der Messestand immer überfüllt aussehen. Aber ich wäre überrascht, wenn gleichzeitig mehr als ein Drittel der Delegation anwesend wäre...
Kleines Beispiel für schon provozierenden Dillettantismus gefällig:
die bei den Wahlen im vergangenen Mai vermutlich als Verlegenheitslösung ins Amt der Concejala de Turismo von San Miguel de Abona (immerhin eine der touristischen Hauptgemeinden im Süden Teneriffas) gestolperte oder verschobene, schon etwas ältere Dame hat uns in einem Gespräch Ende September gesagt:
- Tourismus hat sie noch nie gemacht, bisher war sie für tercer edad und guarderias und allerlei soziale Belange zuständig. Sie müsse sich da erst mal einarbeiten...
- sie wisse nicht, ob sie eine e-mail-Adresse habe und sie könnte eh keinen PC bedienen, aber die Sekretärin, die 2 Tage ganz (was immer das auf TF heißt) und 2 Tage halbtags arbeitet (da also bestenfalls körperlich anwesend ist), könne das wohl
- wenn wir irgendwas zusenden wollten, sollten wir das per Fax tun. Die Faxnummer wisse sie aber nicht, Visitenkarten hatte sie auch noch keine - sie wissen ja, alles ganz neu, erst kürzlich waren ja die Wahlen (4 Monate her).

Daß überhaupt noch Touristen auf die Kanaren kommen, liegt an deren Gewöhnung und ansonsten nur an Faktoren, die die Canarios nicht beeinflussen und somit auch nicht beschädigen können, auch sind kanarische Korruptionsversuche an der Sonne noch nicht bekannt geworden.
Und an der Öffnung des Ostens und damit einer neuen Zielgruppe, die die Rückgänge an anderen Stellen teilweise kompensieren. In 2007 schätzt man z.B. 80.000 - 85.000 russischsprachige Touristen auf TF, diese Sprachgruppe wächst stärker als jede andere und wird, wenn's so weitergeht, in spätestens 3 Jahren die Italiener und Franzosen "geschnupft" haben.

Geändert von sanmiguel (20.01.2008 um 22:00 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 21.01.2008, 10:13
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Wie wir wissen, haben Statistiken und Umfragen ihre Tücken.
Wie verhalten sich diese zu den vielen neuen Hotels und Privatvermietungen.
Und wie sah es vor 15 Jahren aus.
Gut,feststellen kann ich auch, dass einige solvente Gäste wegbleiben und Eigentum verkauft wird.
Die haben einfach bei der Vollbetonierung die Schnauze voll. Und das schreckt auch andere Touristen ab.
Es reicht halt nicht schön gestaltete Kreisel,Strand bereiche und Autobahnausfahrten zu machen. Wenn auf der anderen Seite z.B hässlichste Strommasten installiert werden.
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  #4 (permalink)  
Alt 21.01.2008, 21:29
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Legen wir doch gleich noch einen drauf: viele von Euch, zumindest diejenigen, die auch spanischsprachige Tageszeitungen lesen, haben's im Dezember wohl mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis genommen:
das Ayuntamiento von Alajeró auf La Gomera hat ein Disziplinarverfahren eröffnet gegen seinen eigenen secretario-interventor (also die amtliche Kontrollperson), da dieser sage und schreibe seit 1998 NICHTS gearbeitet hat!

9 Jahre! Nicht irgendwer, sondern ein Würdenträger, eine aus dem Gemeindesäckel und somit aus Subventionsmitteln bezahlte Amts- und Respektsperson. Und da braucht sein Arbeitgeber 9 Jahre dazu und dieser honorige Faulpelz hat tatsächlich die Frechheit, immer noch auf der Insel zu sein und anderen ins Gesicht zu schauen. Man kann sich vorstellen, wie viele Leichen jeder Mitwisser dieses Vorgangs selbst im Keller haben muss, damit er die Klappe hält und den ganzen westafrikanischen Sumpf so lange selbst stabilisieren hilft.

Zivilisation und sowas wie Rechtssicherheit und Regelmäßigkeit muß hier erst noch ankommen.

Ach ja, das lief vor Tagen ja sogar durch die deutschsprachige Inselpresse: der Alcalde von Valle Gran Rey soll nun doch für erhebliche Zeit gesiebte Luft atmen, nachdem er über Jahre hinweg rechtswidrig doppelte Besoldung bezogen hat, aus dem Gemeinde-Personalhaushalt gleich mal 80 % dessen Gesamtvolumens - wobei er Anspruch auf 0 % hatte...
Wie werden doch manche realitätsfremde nicht müde zu verkünden: die sind alle so nett hier.
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  #5 (permalink)  
Alt 22.01.2008, 15:53
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M.d.A. schrieb:

Zitat:
Ich bin mal auf die Prognosen der Tourismusministerin Rita Martín gespannt.
Bald wäre es ja wieder Zeit für eine rundweg positive Meldung.
Na, das hat ja wirklich nicht lange gedauert.
Eigentlich ist alles in Ordnung. Wir machen noch ein wenig Werbung und dann brummt der Laden wieder.

Klar!

Uns Rita erklärt:
Zitat:
Die Tourismusministerin der kanarischen Regierung Rita Martin ist dagegen mit dem aktuellen Konzept zufrieden. Der Standard des Angebotes hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, so die Ministerin, die älteren Urlaubsgebiete, wie San Agustín und Playa del Ingles, haben dennoch nichts von ihrem Ruf verloren. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, diese Orte zu modernisieren.
Nächste Woche wird der spanische Tourismusminister Joan Clos auf Gran Canaria erwartet, um mit der Inselregierung und dem kanarischen Tourismusministerium die Details zum Renovierungsplan zu besprechen.


Auch mit den Tourismuszahlen zeigt sich die Ministerin zufrieden. Die Zahl der Übernachtungen ist im Jahr 2007 wieder leicht angestiegen, Grund dafür sind die Urlauber vom Festland Spaniens. Die Zahl der ausländischen Besucher ist weiter rückläufig, seit 2001 haben die Inseln mehr als ein Drittel ihrer ausländischen Besucher verloren, vor allem auf den Inseln Teneriffa und Fuerteventura ist der Rückgang enorm. Groß angelegte Werbekampagnen sollen das allerdings in den kommenden Jahren wieder ausgleichen.
Jau, dann war ja die ganze Afregung völlig unsonst.
Vielleicht sollte man aber an den Stränden mit Webcam jetzt häufiger mit bezahlten Statisten arbeiten und in Playa del Inglés kann man ja öfter einen modernen Western drehen, denn der Ort wird einer Westernstadt immer ähnlicher.

Die Frau hat´s drauf.
Nur die ist besser:
Zitat:
Ich habe einen guten Überblick über den Laden, und der fliegt uns nicht um die Ohren.

Angela Merkel



Schönes Fernweh


M.d.A./Montesquieu/WW

Geändert von Vilaflor (22.01.2008 um 16:06 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 23.01.2008, 09:10
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Es geht munter weiter.
Die Ministerin ist sehr zuversichtlich.
Speziell die Gegend um Maspalomas erhält jetzt Unterstützung.
Wenn Ihr mich fragt, ist das genau das Gegenteil von dem, was man auf den Canarias machen müsste.
Statt vermehrt auf Naturliebhaber und Individualtouristen zu setzen, die viel mehr Geld auf den Inseln selbst lassen, geht man weiter den Weg "Tourismus Ballermann".
Das können andere viel besser und vor allem viel billiger.

Alles unter dem Motto "Horizonte 2020".
Düstere Wolken am Horizont, kann ich da nur sagen.
Das Geld wäre in anderen Gebieten der Inseln wirklich viel besser angelegt.
Aber gut, lass doch Tui Travel und Thomas Cook die Kohle machen. Pauschaltouristen mit HP lassen 35 - 40% des Budgets auf den Inseln. AI Touristen nur zwischen 12 und 18%.
Individualtouristen lassen aber 70 - 80% des Urlaubsbudgets auf den Inseln.
Die wollen aber solche Bunker wie Maspalomas, Playa del Inglés, Las Americas, Los Christianos oder Los Gigantes nicht.

Salu2

M.d.A.


Was sagte die Ministerin:

Zitat:
Optimistisch schaut die kanarische Tourismusministerin Rita Martín in die Zukunft. Zwar habe das letzte Jahr mit einem Rückgang von 201.000 ausländischen Urlaubern abgeschlossen, sie sei aber zuversichtlich, die Lücke schon in diesem Jahr wieder zu schließen. In Lanzarote stellte sie das Programm der Zentralregierung in Madrid „Horizonte 2020“ vor. Bis zum Jahr 2020 wird Madrid 1 Milliarde Euro investieren, um 3 wichtige Schwerpunkte im spanischen Tourismus zu fördern. Im Visier der Ministerien sind die 3 Regionen westliche Costa del Sol, Playa de Palma auf Mallorca und Maspalomas auf den Kanaren. Lokalnachrichten Mix 1001
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  #7 (permalink)  
Alt 30.01.2008, 16:03
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Jetzt schlägt es aber dreizehn!

Zitat:
Megawelle Canarias meldet einfach mal so:

Die Touristenzahlen aus dem vergangenen Jahr sind gestern vom Nationalen Statistik Institut veröffentlicht worden. Demnach ist das Gesamtergebnis deutlich besser als befürchtet. Insgesamt haben die Kanarischen Inseln im Jahr 2007 lediglich 2% Urlauber verloren im Vergleich zu 2006. In Spanien verbrachten im vergangenen Jahr mehr 59 Millionen Touristen ihren Urlaub, auf den Kanaren waren es immerhin noch 9,3 Millionen. Allerdings zeigt sich eine deutliche Verschiebung innerhalb dieser Gesamtzahl. Ist die Zahl der Engländer und Deutschen im letzten Jahr rückläufig, haben im Vergleich dazu mehr Festlandspanier ihren Urlaub auf dem Archipel verbracht. Zurzeit rühren die Verantwortlichen des Tourismusrats für die Kanarischen Inseln die Werbetrommel auf der internationalen Tourismusmesse "Fitur" in Madrid. Im kommenden Jahr rechnen Politik und Wirtschaft auf den Kanarischen Inseln mit 12 Millionen Touristen.
Mein lieber Mann!
Sollen denn drei Millionen Menschen entführt werden?

Ich sagte es ja bereits. Dieses Vorgehen hat System.
Zuerst wird festgestellt, man habe in 2007 2% weniger Touristen auf den Canarias hatte.
Seien wir ehrlich! Auf Tenerife waren es ja erheblich mehr als 2 % weniger.
Dann sagt man, man mache jetzt auf der FITUR richtig Werbung.

Und was wird danach passieren?
Ja, es steht ein neuer Weltrekord ins Haus.

Diese Werbung wird nach einem Bericht von Megawelle Canarias ca. 2,7 - 3 Millionen mehr Touristen auf die Canarias bringen.

Das wird dann als Steigerung wahrscheinlich in das Guinness Buch der Rekorde eingehen. Statt vorher 9,3 Millionen bald 12 Millionen.

Lassen Sie uns nachrechnen, liebe Leser. Das wäre eine Steigerung von ca. 30%.

Warum hat man nicht schon vorher so gute Werbung gemacht? Dann wären sicher seit Jahren nicht weniger Touristen gekommen.
Die neue Tourismusministerin ist Gold wert!
Megawelle ist auch Gold wert. Das nennt man positive Berichterstattung.

Und was mache ich?
Genau, ich zweifele diese Zahlenspielchen an, weil ich schon vorher darauf hinwies, dass man schon im vergangenen Jahr mal innerhalb eines Monats 750.000 Touristen "gefunden" hatte. Einfach mal hier nachlesen.

Da werden aber viele neidvoll auf diese wirksame Promotionmaschine auf den Canarias blicken. Wer hat denn schon mal in einem Jahr 30% mehr Touristen geschafft? Wohlgemerkt, von einer Basis von 9,3 Millionen.

Liebe Leser, bitte glauben Sie sowas nicht! Heute ist nicht der "Dia de los Santos Innocentes!
Nein, morgen ist Altweiberfasching, das berechtigt aber dennoch nicht, uns solche Meldungen zu unterbreiten.

Oder heisst das nicht 12 Millionen, sondern vielleicht 1,2% mehr?
Ich weiss es nicht. Im Zweifelsfall wird das Dementi ja bei Megawelle vermeldet.
Man darf gespannt sein.


Salu2

M.d.A./Abteilung: Hofberichterstattung

Geändert von Vilaflor (31.01.2008 um 01:31 Uhr).
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Alt 07.02.2008, 13:59
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Das wird einer der größten Konkurrenten der Canarias.
Marokko ist mit 7 Millionen Touristen schon eine Hausnummer.
Die Preise sind unschlagbar und für Individualtouristen bietet Marokko einiges.
Im Winter kann man im Atlasgebirge sogar sehr gut Ski fahren. Die englische Königsfamilie weiss das.
Die Ureinwohner der Canarias waren Berber aus dem Atlasgebirge, das ist inzwischen herrschende Meinung.
Da bietet sich möglicherweise auch eine Kombination aus Marokko und den Canarias an.

Eine Fähre fährt von Puerto del Rosario nach Tarfaya und umgekehrt. Sie benötigt 3:45 h für die Überfahrt. Dass ganze kostet derzeit ca. 49,00 EUR one way.

Eine weitere Konkurrenz erwächst südlich der Canarias auf den Kapverden. Dort sind auch kanarische Investoren mit dabei.

Warum wohl? Sie wissen, dass das Tourismusgeschäft auf den Canarias nachlassen wird. Die Sommersaison findet faktisch nur noch für Peninsulares statt.

Meiner Meinung nach sind die Canarias inzwischen auch einfach zu teuer geworden. Neben hohen Flugpreisen sind erhebliche Steigerungen der Lebenshaltungskosten zu verzeichnen. Das schreckt vor allem Individuaurlauber ab, die bekanntlich pro Kopf das meiste Geld auf den Inseln lassen.

Gegen Marokko und Cabo Verde haben die Canarias auf Dauer keine Chance, das gilt vor allem im Pauschaltourismus.
Man muss sich auf den Inseln etwas einfallen lassen.
Neue Konzepte müssen her. Weniger Gäste müssen pro Kopf mehr Geld auf den Inseln lassen.
Auf den westlichen Canarias bietet sich ein konsequenter Natur- und Wandertourismus an. Es wird Zeit, dass die Macher neue Wege einschlagen, bevor es zu spät ist.


Salu2


M.d.A./La Palma Air


Megawelle berichtet:

Zitat:
Kanarische Inseln, 07.02.2008: Die Plattform der kanarischen Firmen in Marokko hat sich letztes Jahr um 24 % vergrößert. 10 neue Unternehmen haben sich im Königreich angesiedelt. Damit hat sich die kanarische Präsenz auf 52 Betriebe erhöht. Die meisten Firmen sind im Tourismusbereich tätig. Durch das Programm Vision 2010, das die Infrastruktur des Landes verbessert und die Sanierung vorantreibt, wird es für viele Unternehmen immer lukrativer sich in Marokko niederzulassen. 2007 hat es Marokko geschafft über 7 Millionen Touristen zu beherbergen. Soviel wie noch nie zuvor. Seit 2001 ist das ein Zuwachs von 60%.
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