Das hab' ich heute zufällig in "lapalma-aktuell" (ein m.E. sehr gut geschriebenes, kritisches, nachdenkliches La-Palma-Portal) gefunden:
Der Golfplatz Buenavista (auf Tenerife) sollte 150 Arbeitsplätze schaffen. Da der Andrang der Golfer ausblieb gibt es nur etwa 15 Angestellte. Im "Restaurante" gibt es nur bocadillos, geplante Hotels wurden z.T. gar nicht erst gebaut und die Leute aus der Gegend fahren in den Süden um dort für ein paar € Appartamentos zu putzen. In der Nebensaison gibt es Sonderangebote für Jugendliche, die können dann für 1 € einen ganzen Tag spielen. Da denen das Warten (bis sie dran sind) aber zu langweilig ist, spielen sie lieber Fußball (auf dem Golfplatz).
Auf La Palma geht's ja zum Thema Golf derzeit heiß her, da angeblich insgesamt 5 Golfplätze genehmigt sind und der in Fuencaliente wohl unmittelbar vor seiner Realisierung steht. Dort soll übrigens auch die erste Polosport-Anlage auf den Kanarischen Inseln hinkommen.
Von SPET's nahezu unbestechlichen Statistiken weiß ich, daß der gemeine Pauschaltourist auf TF außerhalb seiner schon zuhause gebuchten Aufwendungen (Flug, Hotel) weniger als € 50,00 täglich pro Nase auf TF ausgibt (mit fallender Tendenz), der durchschnittliche Golf-Tourist aber € 250,00 (mit stetig steigender Tendenz). Deswegen hat man die Golfer auch besonders lieb...
Wir haben ja einige Tourismus-Angestellte hier aktiv im Forum und ganz bestimmt auch etliche Golfer (ich bin nicht darunter, die Bälle viel zu klein und die Löcher zu weit weg...). Wie ist denn Eure Sicht der Dinge? Bringen die Golfspieler tatsächlich soviel Kohle auf die Insel, daß die entsprechenden Infrastruktur-Investition (nicht nur die Golfplätze) gerechtfertigt sind und auch die ernsthaften Umweltprobleme, die durch die Golfplätze ausgelöst werden? |