Ich fahre im Jahr etwa 7000-9000km, bin also ein "Wenigfahrer", und das in Ö.
Meine Verwandtschaft (und auch der von Andiemaus) sind nicht in unmittelbarer Umgebung, sondern alle zwischen 70 und 150km entfernt. Bus kommt da nicht in frage, denn zwischen 2 Stunden und 50 Minuten Fahrzeit pro Strecke.... ist mir persönlich zu viel Unterschied.
Ich brauch auch meine 6 Liter Sprit im Schnitt, und hab 130PS ;-)
Ändert aber nichts an der Tatsache, das die Spritpreise zu hoch sind bei uns. Oder auf den Kanaren vielleicht "zu billig" im Verhältnis, alles Auslegungssache. Mit den (bei uns) so hohen Steuern könnte man mehr anfangen, als blos die Löcher in der Staatskasse zu füllen.
Das derzeitige Spritpreis-Minimum auf Teneriffa (Zahlen vom 30.07.2007):
Diesel: 64 Cent
95er: 78 Cent
98er: 81 Cent
In der Tankstelle des MACRO-Marktes in Taco / La Laguna, direkt unterhalb der Autobahn auf Höhe von LeroyMerlin. Und keine Wartezeiten, da 4 Spuren in Selbstbedienung. [addsig]
Danke für die Vergleichszahlen. In 1 Liter des dt. Benzin-95-Preises (1,35) sind allerdings ca. 89 Cent Steuern enthalten, sodaß der den Konzernen verbleibende Teil nur noch 47 Cent beträgt. Auf den Kanaren gibt's jedoch keine Mineralölsteuer und auch keine weiteren Abgaben.
Unabhängig davon glaube ich, daß niedrige Energiekosten ganz allgemein den sorglosen Umgang damit verstärken und das Nachdenken darüber, wie man selbst sparen könnte, reduzieren - siehe auch meine früheren Erklärungen in diesem Thema. Hier auf den Kanaren wirkt sich das besonders fatal aus.[addsig]
Solare Energiegewinnung ist teuer, besonders wichtig im Zusammenhang mit den allgemein sehr niedrigen Energiekosten. Es gibt zwar so wie in Deutschland eine gesetzliche Regelung zur Rückspeisung. Aber sie ist kaum bekannt, wird wenn überhaupt nur in spanischer Sprache kommuniziert (um die viel mehr energiepolitisch sensibilisierten Residenten nicht zu leicht auf den Geschmack zu bringen) und erfordert gegenüber den hier von privater Seite ab und an installierten Photovoltaik-Anlagen eine nochmals höhere Investition für die Technik der Rückspeisung ins allgemeine Stromnetz.
Hierzulande werden, wenn überhaupt, Photovoltaik-Inselsysteme errichtet, also ohne jegliche Verbindung zum Netz der Stromversorger. Ein bißchen was gibt's aber dennoch und sogar ein Informationszentrum darüber. Das ist die I.T.E.R. im Süden, dort wo die vielen Windräder stehen. Ich hab' die Kontaktdaten schon mal gepostet, es gibt dort auch Führungen auf spanisch und englisch. Falls wirklich Interesse daran besteht, kann ich für eine kleine Gruppe (bis 10-12 Personen) mal eine deutschsprachige Führung organisieren.
Relativ weit verbreitet ist allerdings die Thermosolar-Technik, also die Brauchwasser- oder Schwimmbadwasser-Erwärmung durch Solarkollektoren. Eine Komplettanlage für ein Einfamilienhaus kostet inkl. Dachmontage so ca. 2.000 Euro. Aber da läuft nix mit Subventionen![addsig]
Heute habe ich an einer Tankstelle im Norden Teneriffas einen Preis von 100,5 Eurocent für den Liter Super 98 ablesen können. Der Literpreis Eurosuper 95 zu 50 Cent (+/-) ist noch nicht so schrecklich lange her. Der relative Preisunterschied zu Deutschland verringert sich umso mehr, je teurer das Rohöl wird. Fachleute spekulieren bereits über Barrel-Preise von 200 US-$.
Der Liter Eurosuper 95 (sin plomo) lag an der geleichen Tankstelle bei 92,9 Cent. Den Dieselpreis konnte ich leider nicht schnell genung ablesen.
Das Autofahren wird allmächlich eine (sehr) teuere Angelegenheit (ist es eigentlich immer schon gewesen, aber nun kommt der teure Spritpreis hinzu). Nachdem hier so viele schwere Fahrzeuge (SUVs, Pkw mit 3-6 Liter Hubraum) herumfahren, deren Durst auch als Diesel beträchtlich ist, dürfte das Verkehrsaufkommen bald weniger werden - oder die Bevölkerung ärmer.
Wie sind die Preise im Süden? Wie auf Gran Canaria? Wie in Deutschland?