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| ...hatte gestern eine Korrespondenz mit einer Führungskraft aus dem Bereich Photovoltaik. Seine Erfahrungen decken sich absolut mit den meinigen (in einer etwas anderen Branche): Komplexe und vielfältige Gesetze und Regularien, aufwändige Genehmigungsverfahren, wenig "hands-on"-Unterstützung bei der Errichtung von Geschäftstätigkeiten trotz scheinbaren Interesses an neuen Branchen, eher Barrieren an allen Ecken und Enden. Das ist allerdings nicht kanaren-, sondern wohl spanienspezifisch. Megawelle war an dem Thema Photovoltaik ja auch schon mal dran. Gibts da Spezialisten hier im Forum mit Erfahrungsberichten? Warum sind die Vorschriften so wie sie sind und welche Unterstützung erfährt man hier in Hi-Tech-Feldern? Sind das nur über Jahrzehnte aufgebaute Paragraphendschungel oder gehört das in den Bereich Protektionsmus? An welchen Branchen gibts hier überhaupt irgendein Interesse (außer am Tourismus)? |
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| Wie überall auf der Welt sind Energiekonzerne Bremser für alternative Energien, die Subventionierung der alternativen Energieerzeugung war bis vor ca. 2 Jahren unverhältnis hoch, die Förderung von Kleinprojekten war wohl auch wenig wirtschaftlich, sodass jetzt nur noch grössere Installationen genehmigt werden, die politisch sehr sensiblen Ausschreibungsverfahren führen komplizierten Abwicklungen, Widerstände bzw. Forderungen einiger Landeigentümer, das sind nach meinen Erfahrungen die wichtigsten Gründe für die schwierige Antragstellung. Im Privaten Bereich, also die PV-Anlage für den Häuslebauer hat aber wenig Probleme. Da ist das Hauptproblem, dass es viele Händler gibt, die Ihre Anlagen in den Markt "drücken" wollen, es aber wenig Installateure gibt, die den Einbau und Wartung wirklich beherrschen. Ansonsten gibt es auf den Kanaren zwar noch viele Marktlücken, aber es gibt politisch keine ausdrückliche Bevorzugung irgendeiner Branche. |
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| Das ist dann doch keine Marktlücken, wenn es so aussieht. Windparks oder grossen PV_Anlagen sind z.B. keine Marktlücken. Das sind hochregulierte Subventionsverteilungsverfahren für eine eigentlich unwirtschaftliche Technologie, um die sich hunderte Kleine mit wenigen Grossen schlagen. Eine Marktlücke - und davon gibt es viele auf den Kanaren- heisst: roter Teppich, offene Türen und offene Arme oder: keine Politiker, keine Konkurrenz und viele Kunden Geändert von fa-i-wa (05.06.2009 um 09:23 Uhr). |
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| Allein die Tatsache, dass die Kanaren ein riesiges Handelsbilanzdefizit haben, tut Marktlücken im Milliardenbereich auf. Ohne direkten Wettbewerb. Mit Unterstützung der Regierung und Subventionen und Unterstützung des Handels usw.. Zum Thema technischer Service fehlen mindestens Dutzende, wahrscheinlich hunderte Unternehmen, usw. usw. usw..Die Regulierung der Wirtschaft (ausser in einigen Kernbereichen z.B. des Tourismus) ist auf den Kanaren ein Bruchteil dessen, was man in DE hat. Hier gelten zwar die europäischen Minimalnormen aber bei praktischer Abwesenheit von Kontrollen z.B. zur Arbeitssicherheit, Umweltschutz. Den Canarios kommt natürlich sogar das sehr streng reguliert vor, weil die sich noch an quasi "anarchische" Zustände erinnern. Kanarische Unternehmer sprechen übrigens oft von "Überregulierung" und meinen damit schlicht die in dieser Form erst vor einigen Jahren eingeführte Pflicht zur Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitnehmer. |
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| ...in meinem aktuellen betätigungsfeld kann ich diese aussagen leider nicht bestätigen. mag sein, dass es andere, weniger reglementierte felder gibt, die zulassung unseres produkts in anderen ländern war mit wesentlich weniger aufwand verbunden. es handelt sich dabei nicht um kanarische, sondern um spanische gesetze, die allerdings hier zum teil noch etwas spezifisch interpretiert werden. |
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| Dann muss das aber ein ganz Exotisches Produkt und nicht für eine Marktlücke zu sein, wenn es schon so viel Wettbewerb und Regulation gibt. Wobei ich Letzteres etwas bezweifele, dass das wirklich hier schwieriger sein soll, als in anderen Ländern. Das ist zum ersten Mal, dass ich soetwas höre. Geändert von fa-i-wa (04.06.2009 um 21:58 Uhr). |
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| ..ich kann dir sagen, weder ich, noch mein auftraggeber haben damit gerechnet, dass das hier komplizierter wird als in Alemania (und anderen ländern, wo das produkt schon verkauft wird...). Und so exotisch ist es gar nicht. aber auf bürokratie stößt man auch in anderen feldern, und es gibt verschiedene leute hier im forum, die da schon ihre erfahrungen gemacht haben, ich denke da an so wenig exotische dinge wie restaurants, imbissbuden, rollende verkaufsstände etc. |
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| Zitat:
Kanaren haben, sollen froh sein, nicht in DE zu sein. Oder fände man es besser, wenn man z.B. bei einem Verstosss gegen die Hygienevorschriften gleich im Internet steht? Oder 27 Genehimgungen für eine Bäckereigründung statt einer? Ich habe hier auch nach Jahren noch nicht ein einziges Mal Probleme mit den Gewerbebehörden erlebt. Im Gegenteil. Normalerweise will man es "möglich machen". Bei Behördenkontakten in DE habe ich - höflich gesagt - diesen Eindruck selten gehabt. |
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