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  #1 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 13:22
Benutzerbild von fa-i-wa
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fa-i-wa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Legal - nicht legal - total egal?

Ist es humanistisch, Menschen anderer Nationen oder Erdteile durch gesetzliche Schranken und Grenzen abzuhalten vom legalen und unschränkten Aufenthalt in den Staaten der sog. "Ersten Welt"?
Was steht oben an, die Durchsetzung der Gesetze mit Abschiebung, ggf. sogar Abschiebungshaft oder etwa die Toleranz und Verpflichtung zum Teilen zwischen Arm und Reich?
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  #2 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 13:59
Benutzerbild von Kaleika
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zu dem einen gibt es Gesetzte, zum dem anderen nur Moral.
Wieviel Gesetze gibt es und wieviel Moral?

Wieviele Ausreden gibt es bei der Unterstuetzung zum Teilen zwischen Arm und Reich- auch in der Bevoelkerung, nicht nur in der Politik?
Schoenes Beispiel hier auf der Insel, da lief es anders herum:
der Buergermeister von Orotava hatte eine Unterkunft fuer schwarze Fluechtlinge ins konservative Orotava verlegt- das war ja bekannt.
klar war natuerlich, dass dies mit rassischtischen Agressionen, zum scheitern verurteilt war. Kann man so blau- aeugug sein, oder wurde das extra initiert, um den guten Willen zu zeigen und hinten rum sicher zu sein, dass das nie klappen kann? Der Mann ist seit Jahrzehnten Buergermeister und kennt doch seine Gemeinde aus dem Hut..
Geht da der Vorwurf an die Bevoelkerung, oder an den Buergermeister?
___________

Geändert von Kaleika (18.05.2009 um 14:03 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 16:48
Benutzerbild von taiji
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kein staat der welt könnte auf dauer den strom der wirtschafts- und sonstiger flüchtlinge bewältigen,
den eine allgemeine öffnung der grenzen nach sich ziehen würde.

ziel einer sinnvollen unterstützung der bedürftigen länder durch die reichen überfluss-staaten
kann nur die hilfe zur selbsthilfe sein. also eine unterstützung, die vor ort dafür sorgt,
dass sich lebensumstände nachhaltig ändern. diese strategie wird heutzutage zwar schon verfolgt,
sicherlich aber nicht im ausreichendem maße. würde nur ein teil der gegenwärtigen ausgaben
für rüstung in die nachhaltige entwicklungshilfe gehen, dann sähe es in absehbarer zeit
auf der welt schon anders aus.
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  #4 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 17:20
Benutzerbild von Pensador_XL
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Was bitte ist Moral und wozu dient sie?
Was sind Gesetzte und wofür sind die erlassen?

Recht und Moral stehen in starker Wechselbeziehung. So gilt gemeinhin als moralisch, was rechtlich in Ordnung ist, und als unmoralisch, was rechtlich sanktioniert ist. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Rechtssituation, als Summe der Rechtsvorschriften, insgesamt oder in Teilen als moralisch gelten dürfen?

Genau das dürfen sie nicht, jedenfalls nicht automatisch, wie die Geschichte hinsichtlich aller totalitären Staatsformen beweist. Wir brauchen somit einen übergreifenden Maßstab. Die 1948 von den Vereinten Nationen formulierten Menschenrechte könnten das teilweise sein, sie stehen jedem Subjekt "universell, unveräußerlich und unteilbar" zu. Schließlich wurden sie systemunabhängig und allgemeingültig formuliert.

Betrachten wir uns einmal einen Auszug aus der UNO-Menschenrechts-Charta:
Zitat:
  • Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. (Art. 5)
  • Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit (Art. 22)
  • Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit. (Art. 23)
  • Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub. (Art. 24)
  • Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände. (Art. 25)
Schon der erste Punkt sticht ins Auge. Was geschah in Guantanamo bis vor kurzer Zeit? Das war nach US-Präsidialrecht in Ordnung, aber am Maßstab der Menschenrechte gemessen unmoralisch. Oder betrachten wir die nächsten drei Menschenrechte: Jeder Mensch, wirklich jeder, weltweit, kann sich darauf berufen. Ist es unmoralisch, wenn die Immigranten ihre Heimat verlassen, weil sie keine Arbeit und nichts mehr zu Essen haben, nur weil die Gesetze des Landes diese Immigration verbieten oder zu hindern versuchen? NEIN, ist es nicht. Unmoralisch sind die Gesetze, nicht die Menschen.

Das Verhindern eines Ausgleichs der Lebensbedingungen ist unmoralisch, unethisch, unmenschlich.
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Alt 18.05.2009, 21:07
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Ich denke, es ist weit wichtiger, in den Laendern gezielt zu helfen und zu intervenieren, wo Probleme be-/entstehen. Das ist auch Teilen oder Abgeben und irgendwann werden wir alle mal spuerbar tiefer in unsere Taschen greifen muessen, um anderen Laendern zu helfen
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  #6 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 21:20
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Ich pflichte dir bei, Jurgen. Nur sollte vor dem Helfen im Ursprungsland und dem (Zu-) Teilen von Finanzmitteln ganz am Anfang die Nicht-Ausbeutung stehen. Wir befinden uns in einer Phase des Neo-Imperalismus. Mit Geld für die korrupten Regierungen der Drittweltländer werden deren Ressourcen spottbillig aufgekauft und ausgebeutet. Im Grunde verkaufen diese Regierungen ihr eigenes Volk.

Beispiel: EU-Fischereirechte vor der Küste des Senegal oder Mauretaniens. Die Ethik der "aufgeklärten" Völker sollte sein, diese Korruption nicht zu unterstützen und damit letztlich zu bekämpfen. Statt dessen wird sie sehr unethisch und unmoralisch ausgenutzt.
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  #7 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 22:33
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YouTube - Where the Hell is Matt? (2008) fuer die kleine Denkpause!

Geändert von Jurgen (18.05.2009 um 22:38 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 22:46
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Die Gedanken, Problem behaftenen Laendern gezielt zu helfen- kann man tatsaechlich in der Abtlg. Traeume belassen. Bisher sind alle Versuche die ich kenne- in korrupten Affairen gelandet, oder in sog. Entwicklungshilfe, die dem jeweiligen Land mehr geschadet als genutzt hat. Oder es wurden Kredite gewaehrt, die dankend angenommen wurden und den jeweiligen Schuldenberg in s unermessliche steigen liess, oder Ausbeutung der Recourcen. Ich habe von all dem reichlich erlebt un d bereits viel darueber geschrieben, auch ueber "wohlwollende!" Institutionen- GTZ-WWF usw.
lese aber mehr als gerne, falls sich hier auch nur eine klitzekleine Luecke ins altruistische geoeffnet haben sollte.
Oder was meinst du mit "gezielt helfen", lieber Juergen?
___________
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  #9 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 22:52
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ein super- spot , juergen. muss man oefter ansehen um die umgebung richtig zu checken und die kleinigkeiten die mit hopsen.
___________
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  #10 (permalink)  
Alt 18.05.2009, 22:54
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Das stimmt sicherlich, auch wenn ich denke, dass Hilfe zur Selbsthilfe die einzig wirksame Antwort waere. Genauso kann man aber auch in die Abteilung Traeume verbannen, dass sich sowohl bei Politikern als auch bei weiten Teilen der Bevoelkerung eine Akzeptanz findet, betroffene Menschen in die Gemeinschaft aufzunehmen. Wie das in der Praxis aussieht, kann man jeden Tag auf der Charco beobachten...
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