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| Im Nachgang zu meinem Bericht über den Besuch des dt. Botschafters auf TF hier ein Abriss der Entwicklung der dt. diplomatischen Beziehungen mit Spanien. Der Text stammt 1:1 von der Homepage der dt. Botschaft zu Madrid (allerdings unter Eliminierung zahlreicher Tippfehler und Umstellung auf die neue deutsche "vereinfachte" Rechtschreibung - tzzz, dass da in der Botschaft noch keiner drauf gekommen ist...). Die Geschichte der Botschaft Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 vergingen noch siebzehn Jahre, bis die Kaiserliche Botschaft in Madrid ein neues, repräsentatives Gebäude am Paseo de la Castellana 4, in unmittelbarer Nähe der heutigen deutschen Botschaft, beziehen konnte. Seit 1888 arbeitete und residierte der deutsche Botschafter in einem Palast, der dem Gebäude glich, in dem heute auf der gegenüberliegenden Seite der Castellana das Ministerium für Öffentliche Verwaltung untergebracht ist. Die Kaiserliche Botschaft galt als eine der elegantesten und prunkvollsten ihrer Zeit. Das dreistöckige neoklassizistische Gebäude lag in einem englischen Garten, sein Eingang war mit dorischen Säulen geschmückt, im Innern imponierten zwei Freitreppen aus weißem Marmor, der Thronsaal mit dem Porträt des Kaisers, der Ballsaal und das Esszimmer. Vor dem Ersten Weltkrieg - in der Zeit der Belle Époque - fanden in diesen Räumen glanzvolle Feste statt. "Gelangen im Madrider Botschaftshotel zur gelegenen Zeit Frohsinn und anheimelnde deutsche Gastfreundschaft zum liebenswürdigen Ausdruck, so wird dort nicht minder tüchtig gearbeitet", schrieb ein deutscher Journalist zu Beginn des Jahrhunderts. Der Erste Weltkrieg brachte eine Wende. Die Diplomaten des Kaisers agitierten in den Madrider Ministerien gegen Frankreich und mußten bis auf einen Botschaftsrat das neutral gebliebene Gastland verlassen. Während des spanischen Bürgerkrieges stand die Botschaft ein zweites Mal leer. Im November 1936 erkannte Deutschland die Franco-Regierung an. In einer Note des deutschen Außenministeriums an die spanische Botschaft in Berlin hieß es: "Die deutsche Regierung hat sich entschlossen, bei der Regierung des Generals Franco einen amtlichen Vertreter zur Wahrnehmung der deutschen Interessen zu bestellen. Der neue deutsche Geschäftsträger wird sich alsbald an den Sitz der Regierung Franco begeben." Von Dezember 1936 bis Juli 1939 hielt sich der deutsche Botschafter zunächst in Salamanca, später dann in San Sebastián auf. Einige Monate nach der Niederlage der Republik wurde das Botschaftsgebäude an der Castellana, das kurz nach der deutschen Anerkennung des Franco-Regimes von der Republik beschlagnahmt worden war, wieder eröffnet; in den Jahren danach verwandelte es sich in ein Propagandazentrum des Dritten Reiches. 1941 erwarb die Botschaft in der Calle Hermanos Bécquer, in unmittelbarer Nähe der heutigen amerikanischen Botschaft, einen kleinen Palast, der den Botschaftern bis 1944 als Residenz diente. Nach Kriegsende übernahm der Alliierte Kontrollrat das Gebäude und veräußerte es an die biritische Regierung, die es als Wohnsitz für ihre Botschafter nutzte. Heute ist es der Sitz der Bank BNP-Paribas. Im Dezember 1949 enteignete Spanien das Botschaftgelände an der Castellana sowie sämtliche ausgelagerten Abteilungen. Erster neuer Besitzer des Botschaftsgebäudes wurde 1950 das Unternehmen Hidroeléctrica Española. Der erhaltenswerte Bau fiel später wie so viele andere Gebäude in diesem Viertel dem Abriß zu Opfer. Seitdem steht an seiner Stelle ein sechsstöckiges Bankgebäude. Vom deutschen Besitz in jener Gegend ist nur die evangelische Kirche erhalten geblieben, die 1909 neben der Botschaft gebaut worden war. Eingeklemmt zwischen Banken und umrankt von Efeu stehen noch heute hinter schwarzen Gittertoren das Pfarrhaus und die in neugotischem Stil erbaute Kirche der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde Madrids.Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern im Jahr 1952 war die deutsche Botschaft bis in die sechziger Jahre in angemieteten Büroräumen im Stadtviertel Salamanca untergebracht, zuletzt im vierten Stock eines Bürogebäudes in der Calle Hermosilla. Zum früheren deutschem Grundbesitz gehörte auch ein Gelände von 8.500 m² am Paseo de la Castellana, das ursprünglich für die Deutsche Schule bestimmt war. Die 1896 gegründete Deutsche Schule war in den dreißiger Jahren an der Ecke der Straßen Zurbarán und Fortuny, dem heutigen Standort des Goethe-Instituts untergebracht. Die Schule, die aus Kindergarten, Grund- und Oberschule bestand, drohte aus den Nähten zu platzen. 1940 konnten dort nur noch 333 der insgesamt 931 Schüler untergebracht werden. Die anderen wurden in Klassenräumen in der Calle Rafael Calvo unterrichtet. In seinem Bericht zum Schuljahr 1940/41 teilte der Schulvorstand mit, er habe am 24. Juni 1941 am Paseo de la Castellana, damals Avenida del Generalísimo genannt, ein Grundstück für einen Schulneubau erworben. Geplant war eine Reihe von Gebäuden rund um einen großen Pausenhof. Das Grundstück hatte seit dem Bürgerkrieg, in dem die auf ihm gelegene Villa zerstört worden war, brachgelegen und war offenbar bereits von der Schule benutzt worden. Die Schule hatte sich darüber hinaus auch das Vorkaufsrecht an dem angrenzenden Grundstück und Haus an der Calle Marqués del Riscal 16 gesichert. "Wir unterrichteten uns aber", schrieb der Vorstand, "daß dieses Grundstück eine weihevolle Erinnerungsstätte an die erste Entwicklung der Falange war und von der Falange als solche zu erhalten gewünscht wurde". Aus "patriotischen Empfindungen" trat der Vorstand das Vorkaufsrecht an den spanischen Staat ab. Heute ist an diesem früheren Wirkungsort des Gründers der Falange, José Antonio Primo de Rivera, das Jugendinstitut des spanischen Arbeit - und Sozialministeriums (INJUVE) untergebracht. Als dem deutschen Staat 1959 seine Madrider Immobilien zurückgegeben wurden, beschloss Bonn, auf dem Gelände die neue Botschaft zu bauen. Die Deutsche Schule suchte nach einem weiter vom Zentrum gelegenen Standort und fand ihn in der Nähe des Bernabéu-Stadions in der Calle Concha Espina, wo noch im gleichen Jahr der Grundstein für den Neubau gelegt wurde. Den Wettbewerb für den Bau der Botschaft gewann der Münchner Architekt Alexander Freiherr von Branca, ein entschiedener Avantgardist, der bereits die Neue Pinakothek in München und mehrere Kirchen entworfen hatte. Seine Ideen beruhten zum Teil auf den Bauhaus-Prinzipien: klare Konturen, klare Kontraste, Materialgerechtigkeit. Auf dem Gelände wurden nach seinen Entwürfen zwischen 1964 und 1966 zwei durch einen Zwischenhof getrennte Gebäude - Kanzlei und Residenz - gebaut. Für die Residenz wählte von Branca als Grundmaterial Granit aus dem Guadarrama-Gebirge: nicht irgendeinen Granit, sondern meteorisiertes Gestein, das Jahrtausende an der Oberfläche gelegen hatte. Die Bauherren fanden in der Nähe des Ortes Alpedrete. Nach von Branca sollte der Hellgraue Stein auch im Innern der Residenz direkt wirken und deswegen nicht bedeckt werden. Für die Decken wählte er Pinienholz aus den Wäldern von Valsaín bei Segovia. "Dieser Neubau ist ein Beispiel moderner deutscher Architektur", schrieb Bundesaußenminister Gerhard Schröder zur Einweihung im November 1966. Der Baustil der Residenz verwirrte manchen Betrachter nicht wenig, wie eine Anekdote während der Einweihung zeigt. Die Frau des amerikanischen Luftwaffen-Attachés bemerkte zu einem japanischen Gast, sie habe den Eindruck, es handle sich um ein japanisch inspiriertes Gebäude. "Wir meinten eigentlich, daß es eher wie ein modernes Landhaus in Florida aussieht", war die Antwort. Kritiker nannten Branca´s Werk einen "Bunker" oder "Mausoleum", einigen Architekten schien es wegen des wenig gastlich wirkenden Inneren ein Beispiel von "Fassadenarchitektur". Öffentlichkeit und Presse in Spanien waren weniger kritisch und zeigten sich vor allem von den grußzügigen Dimensionen und vom Garten beeindruckt. Botschaft und Residenz wurden bald zu einem wichtigem Ort der Begegnung zwischen Spaniern und Deutschen. Spanien näherte sich allmählich dem Ende der Diktatur Francos und Deutschland förderte die noch schwachen demokratischen Kräfte des Landes. Die deutschen Botschafter luden zu ihren Empfängen nicht nur spanische Minister und Staatssekretäre, sondern zu deren Erstaunen und Missvergnügen auch Mitglieder der noch illegalen demokratischen Opposition ein. Bonn half tüchtig mit: Walter Scheel war der erste westliche Außenminister, der in einer Madrider Botschaft eine Gruppe von Oppositionspolitikern empfing; zu ihnen gehörten unter anderem Enrique Tierno Galván, der spätere sozialistische Bürgermeister Madrids, und der Liberale José María de Areilza.Aber auch Anekdotisches ist aus dieser Zeit zu berichten: so gelang der Flamenco-Künstlerin Lucerito Tena in der Residenz das Kunststück, zu Klängen von Johann Sebastian Bach zu tanzen und Kastagnetten zu spielen. Nach ihrer Darbietung setzte sie dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer etwas ungermanisch zwei Küsse auf die Wangen. Adenauer - so hieß es - war entzückt. Königin Sofia, damals noch Prinzessin, bekam auf einem Empfang Erdbeertörtchen nicht mit Sahne, sondern versehentlich mit Meerrettich serviert, soll das Ganze aber tapfer aufgegessen haben. |
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| Es gab von 1961 bis 1966 einen CDU-Aussenminister (vorher Innenminister, später noch Verteidigungsminister) Gerhard Schröder aus Saarbrücken. |
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| dieses 4. Foto in der Botschaftsgalerie zu dem schoenen Artikel von SM, sieht ja echt aus , wie aus dem Grusel Kabinett : ![]() sind das ehemalige Botschaftsangestellte? Da bin ich froh, dass wir in Santa Cruz nur auf eine, voellig ueberarbeitete, kurz angebundene, aber kompetente Mitarbeiterin, angewiesen sind, die von unserem Honorarkonsul auf Haenden getragen wird:![]() ![]() . Geändert von Kaleika (15.05.2009 um 18:31 Uhr). Grund: was vergessen |