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| Die Sonderwirtschaftszone Zona Especial Canaria (ZEC) ermöglicht für Unternehmen mit mindestens 5 Mitarbeitern, die Regelsteuer auf den Gewinn um 90% zu reduzieren, wenn diese 90% gesparter Steuern wieder re-investiert wird. Diese Regelung führt zu einem Anhäufen von nicht gezahlten Steuern vor allem bei größeren Unternehmen mit Sitz auf den Kanaren. Das Geld muss wieder rechtzeitig in Geschäftstätigkeit gesteckt werden, sonst holt es der Fiskus. Ist das nun für die Ökonomische und/oder ökologische Entwicklung der Insel eine Vorteil oder ein Nachteil? Ich möchte eine Erörterung dieser Thematik anstoßen. Was meint ihr? Geändert von Pensador_XL (20.03.2009 um 14:07 Uhr). |
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| ...denke, das mit der Reinvestition ist die RIC, nicht die ZEC. Bei der ZEC zahlst dein Laden nur 5% Körperschaftssteuer, wenn Du 5 Leute einstellst und in 2 Jahren 100.000 € in Anlagevermögen investierst (was ja wiederum die hiesige Wirtschaft ankurbeln würde)....könnte aber sein, dass man zec und ric auch kombinieren kann....Tomate PS: ich werd mich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal ausführlicher dazu auslassen, bin gerade selbst an dem Thema dran... Geändert von ElTomate (20.03.2009 um 16:56 Uhr). |
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| Extra für dich, Tomaterich, habe ich gegoogelt und folgendes gefunden: Zitat:
ZEC-Unternehmen verwendet werden dürfen. Details fehlen mir noch. |
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| Betriebswirtschaft und Ökonomie lehren eigentlich, dass man sich als Lenker eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft anti-zyklisch verhalten soll. Gestern gab es dazu ein Beispiel in den Nachrichten (ZDF). Ein Unternehmen für Aluminium-Halbfabrikate wurde in der Insolvenz-Kriesenzeit Anfang der 90-er Jahre vom damaligen Betriebsratsvorsitzenden und der Belegschaft übernommen. Aktuell floriert das Unternehmen trotz Finanz- und Wirtschaftskrise. Und jetzt kommt die wesentliche Aussage: Das Werk wird jetzt auf Vordermann gebracht, weil jetzt eher Zeit gefunden wird, als in der Zeit der 130%-Auslastung. Diese Leute handeln richtig: Sie warten nicht in Lethargie ab, ob sie auch von der Kriese "überrascht" werden, sondern spucken in die Hände und bereiten den nächsten Nachfrageschub vor. Bezogen auf Teneriffa müssten
Personal wird nicht gehalten oder geschult, das kostet ja Geld! Die Autonome Regierung könnte ja wie andere Nationen auch, solches unternehmerisches Verhalten unterstützen, statt dessen korrigieren sie lieber die Arbeitslosenstatistik in immer größeren Sprüngen nach oben und diskutieren über parteipolitische Sinnlosigkeiten. |
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| ...so, jetzt sind wir bei des Pudels Kern.... Ich bin ja derzeit auf Tuchfühlung mit zumindest zweien der fördernden Institutionen. Man ist sehr freundlich, bei der einen der Institutionen auch bemüht, ohne sich aber ein Bein oder auch nur einen kleinen Finger auszureißen. Was den Menschen offenbar noch mehr fehlt als dem deutschen mittleren Management ist die Fähigkeit zum projektorientierten Arbeiten. Tauchen irgendwo Barrieren auf, verliert man schnell die Lust und stürzt sich auf einfachere Sachen, meine Güte, ich könnte dazu schon einen Roman schreiben... Dazu kommen dann noch einige echte Klopper, die den Fortschritt be- oder verhindern, z. B. eine - aus anderen Lebensbereichen bereits im Forum beschriebene - Inkompetenz der zuständigen "autoridades", die einen mit Falschauskünften in eine Richtung schicken, die sich aber nach einiger Zeit als verkehrt herausstellt. Es entbehrt nicht einer gewissen Schizophrenie, da gibt es etliche Institutionen zur Förderung von Neuinvestitionen außerhalb des Tourismus, aber man ist nicht in der Lage, bürokratische Hürden abzubauen, an denen dann vieles wieder scheitert. Wie wollen die denn hier in neue Felder vorstoßen, wenn man das Wort "Projekt" bestenfalls aus der Literatur kennt? Na, ich geb nicht auf und solange mein Investor noch Geduld hat, arbeitete ich weiter an den diversen Zulassungsfronten.... |
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| ...das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gerne tun, im Moment ist da noch zu viel ungeklärt und im laufenden Prozess befindlich... Fakt ist jedoch folgendes: Ich habe einen potenziellen deutschen Investor an der Hand, der hier gerne sein Produkt vertreiben, evtl. sogar produzieren möchte. Das Produkt passt gut in die Zeit, die Marktchancen sind trotz Krise nicht schlecht und erste Reaktionen potenzieller Kunden sind sehr positiv ausgefallen. Womit wir in Alemania aber (dummerweise) nicht gerechnet haben, waren die Hürden auf dem Weg zu einer Zulassung des Produktes zum Verkauf (in Deutschland, Österreich und der Schweiz war das kein größeres Problem). Nun, das liegt weniger an der spezifischen kanarischen Situation, sondern insbesondere auch an der reichhaltigen spanischen Gesetzgebung. Zu allem Überfluss befinden wir uns noch in einer Übergangsphase von spanischem in europäisches Recht, was einiges noch verkompliziert. Jetzt sagt ZEC (sinngemäß), meldet Euch an, dann helfen wir Euch auch, und mein Investor sagt, sagt uns erst, dass wir verkaufen dürfen, dann eröffnen wir auch gerne ein (evtl. auch ZEC-)Unternehmen. (Ich kann die Position gut verstehen, denn bereits die Firmeneröffnung wird einiges an Blut, Schweiß und Tränen kosten, man braucht sich nur mal die entsprechenden Formulare vom Ayuntamiento herunterladen und querzulesen.) Solange also Unsicherheit besteht, ob und wann die Vermarktung starten könnte, ist die Bereitschaft, ein Unternehmen zu eröffnen, nachvollziehbarer Weise nicht gegeben.Was ich meine, ist, wenn man ein richtig großes Interesse hätte, interessante Investoren an Bord (auf die Kanaren) zu holen, dann müßte man eigentlich ein Projektteam aus Top-Leuten aus Eigeninteresse zusammenstellen, um die vielfältigen Barrieren aus dem Weg zu räumen oder zu umschiffen. Mag sein, dass es derzeit noch andere Bewerber gibt, was ich aber so mitbekomme, wird jede Menge Aufwand ins Investitions-Marketing gesteckt, aber was dann tatsächlich an Unternehmenseröffnungen rumkommt, ist - meine ich - viel zu wenig und vor allem viel zu wenig substantiell. Nichts gegen Filmgesellschaften und High-Tech-Nischen, ich meine, es muss einfach mehr für Basisindustrien getan werden, Wertschöpfung vom Festland auf die Inseln gebracht und zumindest mal der kanarische Binnenmarkt damit angegangen werden, anstatt noch Transporte von Peninsula hierher zu subventionieren. Wenn ich dann sehe, dass wie kürzlich im Magma, Veranstaltungen stattfinden, bei denen es darum geht, kanarische Unternehmer zu ermutigen, ins Ausland zu gehen, dann versucht man wohl, ein oder zwei Stufen zu überspringen....In Kürze mehr von dieser Stelle, würde mich freuen, von positiven Entwicklungen berichten zu dürfen, aber es kann auch noch völlig zum Erliegen kommen. (Dann wird Tomaterich halt wieder Projekte in Germany machen, das schont meinen Blutdruck und bringt unterm Strich auch finanziell mehr Freude...). |
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| Tomaterich, ich warte gerne auf deinen Erlebnisbericht. Es dürfte spannend werden. Doch eine Frage bzw. ein Gedanke vorweg. Du schreibst vom kanarischen Binnenmarkt. Der gesamte Archipel beherbergt per 1. Januar 2008 2.075.968 Einwohner. Ist das ein ausreichend großer Markt für das von dir geplante Produkt. Außerdem wird für eine Produktion auch Zuliefermaterial benötigt. Der Transport der Vorprodukte von Peninsula oder anderswo her ist ökologisch nur dann nicht relevant, wenn die Vorprodukte auch direkt auf den Kanaren zu beziehen sind. Ist das so gegeben? Ich will das Geschäftskonzept nicht hier öffentlich erörtern, aber es sollte auch gut recherchiert werden, was genau die strategischen Vorteile für eine Produktion auf den Kanaren sind. Sind Genehmigungen für die Zulassung eines Produkts nicht zentralstaatliche Kompetenz?Deine Schilderung erweckt in mir die Vorstellung, dass der Eine auf den Anderen wartet. Mikado-Spiel eben, wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Besteht keine Möglichkeit, iterativ vorzugehen? Ein kleiner Schritt hier, ein etwas größerer Schritt da. Keiner nimmt gerne Geld in die Hand, ohne ein gewisses Maß an Ernsthaftigkeit und Sicherheit auf der jeweils anderen Seite. Normalerweise nutzt man für eine solche Patt-Situation einen Letter-of-Intend, der noch nicht viel Kosten verursacht. Allerdings müssen die gemachten Aussagen beider Seiten wirtschaftlich und rechtlich belastbar sein. |
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| Pensador, du machst Deinem Namen alle Ehre, denkst nach und stellst genau die richtigen Fragen. Außer den Produktionsanlagen selbst kann alles hier bezogen werden. Der Markt ist ebenfalls ausreichend groß, ich halte ihn aufgrund verschiedener Aspekte sogar für hochattraktiv, extrem hohe Dichte potenzieller gewerblicher Kunden auf engstem Raum (na, welche Kundengruppe meint der wohl...), aber auch ein interessanter Testmarkt für Spanien im Consumer-Bereich. Das mit dem Mikado stimmt nicht ganz, im Moment versuch ich genau diese iterative Annäherung, die mehr rechtliche Sicherheit und damit auch höhere Risikobereitschaft beider Seiten ermöglichen soll. Wie gesagt, die juristischen Besonderheiten sind nicht von den Kanaren zu verantworten, hier gibt es tatsächlich die von Dir erwähnte zentralstaatliche Kompetenz. Allerdings gibt es auch einiges an zusätzlichen dezentralen Kompetenzen und "Kompetenzchen", aber wenn die zentralstaatliche Hürde genommen werden kann, dann gehe ich schon von einem verstärkten Interesse der Inselwirtschaft und von Möglichkeiten aus, die Verwaltungsprozesse in unserem Sinne zumindest nicht unnötig in die Länge zu ziehen.Ende nächster Woche wird wieder ein gewisser Erkenntnisfortschritt über die weitere Vorgehensweise (oder den Projekt-Stop) vorhanden sein, dann schauen wir weiter... Tomate Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, hier Sonnenöl zu produzieren? |
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