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  #1 (permalink)  
Alt 10.03.2009, 20:31
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Ort: Puerto de la Cruz
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Böse Guenther Wallraff als Obdachloser

ich poste mal diese Unversc haemtheit unter Politik & Wirtschaft- weil er sicherlich ne Menge Kohle macht mit dieser Ungeheuerlich keit. Obwohl es dort unter Magazin steht- haben wir nicht.
Die Zeit- Coverfoto
wie findet ihr denn das, bin ich bloed, dass mich das empoert.
Da pennt er eine Weile mit Obdachlosen, geht zurueck in sein gemuetliches Haus, nimmt ne heisse Dsche , holt sich was dolles ausm Kuehlschrank und setzt sich an den gut upgedateten Cmputer und schreibt seine story ueber die Zeit mit den Obdachlosen. Ist doch der Hohn- die Jungs koennen nicht
ins Warme und haben keine Chance im Leben.
Villaflor schlug mal eine Story im Fuechtlingsboot vor- ja da ist doch ein gemeinsames Risiko, wie bei den meisten Journalisten, die sich engagieren.
aber hier??
Kann mich jemand beruhigen?
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  #2 (permalink)  
Alt 10.03.2009, 21:27
Benutzerbild von Jurgen
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Jurgen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Beruhigen sicher nicht, aber meinen Senf dazugeben.

Leider hast Du keine Link dazugestellt; ich sitze auch gerade in Puerto und kann den Artikel im Internet nicht finden.

Solche "Reality"-Reportagen sind immer sehr zweischneidig. Ohne nun den Artikel zu kennen, gehe ich aber mal davon aus, dass die Zeit sicher nicht auf "Sensationsmache" aus ist. Und vielleicht ist es besser, dass eine serioese Zeitung ueber diese Thematik berichtet, woanders gibt es diese Information naemlich nicht, und wenn, wo kommt sie dann wohl her.

Auch glaube ich nicht, dass Wallraff mit so einer Reportage "richtig Kohle" macht. Klar verdient er, aber das ist halt sein Job. Und "anteilsmaessig" hat er bestimmt ´rausruecken muessen, denn sonst kommt er in die Szene kaum rein.

Das alles wie gesagt: ich habe den Artikel noch nicht gesehen7gefunden.
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  #3 (permalink)  
Alt 10.03.2009, 21:54
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Ort: Puerto de la Cruz
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Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard http://www.zeit.de/ZEITmagazin/index

sorry, hatte ich vergessen. Klar geht die Zeit nicht auf Effekt-hascherei aus- aber er !

ZEITMagazin | ZEIT ONLINE
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  #4 (permalink)  
Alt 10.03.2009, 22:01
Benutzerbild von Pensador_XL
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Pensador_XL wird schon bald berühmt werden
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Wie ich Günther Wallraff einschätze, geht es ihm nicht (nur) darum Kohle zu machen. Natürlich schreibt er über seine Rechercheergebnisse und verkauft sein Manuskript. Doch begibt er sich teilweise auch recht uneigennützig in Gefahr, um der Wahrheit nahe zu kommen. Ich denke, dass er einen besonderen Stil von Enthüllungsjournalismus entwickelt hat um Missstände aufzudecken, die einfache Menschen betreffen (Pizzabäcker, Fabrikarbeiter, jetzt Obdachloser).

So ähnlich schreibt auch hr-online und zitiert ihn: "Es kann jeden treffen".

Auch nachzulesen in der Zeit-Online, für die er recherchiert hat.

Natürlich geht er anschließend nach Hause und duscht sich ausgiebig. Das würde ich auch tun. Schließlich hatte er einen Arbeitseinsatz in nicht so angenehmem Umfeld. Was spricht dagegen, dass er das tut. Deswegen ist er noch keine Heuschrecke.
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  #5 (permalink)  
Alt 11.03.2009, 01:28
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel wird schon bald berühmt werden
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Ich schließe mich diesbezüglich der Meinung von Jurgen und Pensador_XL an.
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  #6 (permalink)  
Alt 11.03.2009, 13:07
Benutzerbild von Jurgen
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Ort: Milton Keynes, England
Beiträge: 450
Jurgen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Also - gleich heute morgen die Zeit gekauft und den Artikel einem Leche con Leche gelesen.

Kurz erwaehnt, dass ich Anfang der Neunziger mal ehrenamtlicher Bewaehrungshelfer war und dabei auch zu der Obdachlosenszene Kontakt hatte.

Ich kann an dem Artikel nichts Schlimmes finden. Natuerlich ist das ein wenig an der Oberflaeche gekratzt, besser wie nichts allemal, was kann/will so ein Artikel auch leisten, ausser ein Stimmungsbild zu geben. Ansonsten gibt Wallraff schon recht realistisch wieder, was sich in der Szene nach meinen Erinnerungen abspielt - oberflaechlich halt. Und es ist ihm auch irgendwo anzurechnen, dass er zumindest ein ganz klein wenig helfend eingriff. Da ist es mir dann egal, ob er seinem Job nachgeht und dafuer bezahlt wird.

Wie ich schon in meinem vorherigen Posting sagte: "Reality" Journalismus ist immer problematisch und zweischneidig, aber in diesem Fall finde ich das zumindest akzeptable.
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  #7 (permalink)  
Alt 11.03.2009, 15:00
Benutzerbild von susanfasnia
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Beiträge: 210
susanfasnia befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Daumen hoch Wallraff

ich gehe hier bei der beurteilung von zwei dingen aus:
1. ist das thema gesellschaftsrelevant?
2. entspricht es der wahrheit?

beides kann ich für mich hier bejahen - und das ist schon mehr, als bei vielen anderen journalistischen werken ! und für manche dinge ist es besser, drin zu sein als drauf zu schauen.
nicht umsonst sind auch wallraffs frühere reportagen immer ein griff ins wespennest gewesen mit den entsprechenden reaktionen seitens der kritisierten (BILD, THYSSEN, Kirche etc) .... ich finde ihn gut !

Geändert von susanfasnia (11.03.2009 um 15:18 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 11.03.2009, 22:22
Benutzerbild von Pensador_XL
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Beiträge: 4.233
Pensador_XL wird schon bald berühmt werden
Standard Günther Wallraff bei Maischberger

Gestern Abend bei "Maischberger" war u. a. auch Günther Wallraff zu Gast. In diesem Zusammenhang wurden - obwohl das Diskussionsthema einen anderen Schwerpunkt hatte - auch einige kurze Einblicke in die Recherchetätigkeit von Günther Wallraff zum Thema "Obdachlose" gegeben. Ich kann für mich sagen, dass mein Respekt vor ihm und seiner Arbeit gestiegen ist. Er nimmt viel auf sich, um die Brennpunkte in unserer Gesellschaft journalistisch solide zu recherchieren und in gekonnter Form in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Stadt Frankfurt, verantwortlich für die gezeigten Obdachlosen hat auch sofort reagiert:
Zitat:
Als Reaktion auf die Wallraffsche Reportage berief das Frankfurter Sozialministerium sofort eine Pressekonferenz ein - im Café der Übernachtungsstation Ostpark. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld betonte, dass Wallraff hier in einer Not-Übernachtungsstätte die Silvesternacht verbracht hatte. "Wir stellen hier sicher, dass kein Mensch in Frankfurt ohne Dach über dem Kopf sein muss", sagte Birkenfeld.
Zitat von hr-online:
Zitat:
Ein Fazit von Wallraffs Undercover-Recherche: "Die Bürokratie macht einem das Leben auch dann noch schwer, wenn man am Rande der Gesellschaft angekommen ist." Wer wann in eine Notunterkunft dürfe, sei von Stadt zu Stadt verschieden und kaum durchschaubar. Wallraff hatte als Obachloser Hilfe ebenso erfahren wie Angst vor Gewalt und Sorge, in eiskalten Nächten zu erfrieren - seiner Reportage gab er den Titel "Unter Null".
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  #9 (permalink)  
Alt 11.03.2009, 22:29
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Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Puerto de la Cruz
Beiträge: 2.577
Kaleika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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[quote=susanfasnia;21350]ich gehe hier bei der beurteilung von zwei dingen aus:
1. ist das thema gesellschaftsrelevant?
2. entspricht es der wahrheit?

ich finde Walraff persoenlich einen guten Schreiber, er unterhaelt- das ist wichtig. Und er verkauft seine Anliegen gekonnt- siehe Pensador. Ich finde blos dieses Thema so auf zu ziehen, als haette er quasi die gleichen entsetzlichen Lebensbedingungen wie diese armen Schlucker- weit unten. Er kann doch nur ahnen wie das ist- wie endgueltig, wie abschaumartig, wie aussichtslos..! hat nur 2 Monate ab und an gefroren.. und dann auch noch die Sylvesternacht mit den Jungs verbracht... wie entsetzlich- was hat er alles entbehrt.. dann wieder ab in die warme Kiste

gesellschaftsrelevant< ?? man kennt die Zustaende
entspricht es der Wahrheit<?? jede Berichterstattung ist subjektiv

lass mich gerne belehren-
habe diese Sendung nicht gesehen- aber fruehere.
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  #10 (permalink)  
Alt 12.03.2009, 10:24
Benutzerbild von Vinyl
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Registriert seit: 02.11.2008
Beiträge: 535
Vinyl befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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@Kaleika - Es geht ihm darum die Menschlichen Missstände aufzudecken und das schafft er mit seinen Werken. Er muss ja nun nicht Jahre auf der Straße leben um dann darüber schreiben zu können/ dürfen.
Ich finde seine Arbeit großartig und mutig zugleich...
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guenther, obdachloser, wallraff


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