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| Ende 2008 war es dann endlich da, das lang angekündigte SIVE Radarsystem. Es wurden Millionen in die Entwicklung und Verwirklichung gesteckt. Das ein System nicht gleich rundläuft ist mir auch klar, aber die Nachrichten bringen immer neue Schlagzeilen, was das Projekt wirklich in Frage stellt! Vorher: Nach Aussagen des spanischen Innenministeriums geht es bei der Früherkennung der Flüchtlingsboote in erster Linie um die Rettung von Menschenleben, es gehe in keiner Weise um die Abwehr von Flüchtlingen... Mit den Sive-Radargeräten kann ein Flüchtlingsboot mit der Grundfläche von zwei mal sechs Metern bereits auf 20 Kilometer Entfernung geortet werden. Das spanische Innenministerium reagierte mit der Zusage auf eine Forderung der Kanaren-Regierung aus dem Jahr 2006, als die Ankunft illegaler Bootsflüchtlinge eine neue Rekordmarke erreichte. Insgesamt wurden in den Jahren 2007 und 2008 mehr als 6 Millionen Euro in die Weiterentwicklung und Aufstockung des SIVE-Systems auf den Kanaren investiert…Heute: Die Tragödie von Costa Teguise auf Lanzarote wird nach dem Artikel der Zeitung ABC auf politischer Ebene diskutiert. Die Fakten: Ein Cayuco war vor zwei Wochen wenige Meter vor der Küste gekentert, 25 Marokkaner kamen ums leben. Seit gestern ist bekannt: Das SIVE Radarsystem hat drei so genannte „Plots“ empfangen. Diese Positionsmeldungen gingen bei der Zentrale des SIVE Radarsystems rund 15 Minuten bevor das Cayuco gekentert ist ein. Bisher hat Carolina Darias, Delegierte des Gobierno auf den Kanarischen Inseln, verneint, dass es vor dem Unglück Informationen über die Existenz des Cayucos gab. Ihre Aussage wurde gestern relativiert – aufgrund des starken Seegangs würde das Radarsystem häufiger Fehlalarm geben... ...es gibt noch viele weitere Nachrichten, aber das sind die aktuellen News! Was denkt ihr über das Projekt? |
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| Wenn es den politisch und technisch Verantwortlichen wirklich um die Rettung Schiffbrüchiger gehen würde, wie behauptet, dann würde auch bei vermutetem Fehlalarm nach dem Prinzip "safety first" weitere Maßnahmen eingeleitet, bis sich der Fehlalarm als gegeben herausgestellt hat. Gegen die Fehlalarme muss das System verbessert, nicht im Stich gelassen werden. Es ist zynisch und menschenverachtend, wenn nur deshalb kein Versuch unternommen wird, Menschenleben zu retten, weil es auch ein Fehlalarm sein könnte. Dann dürften in dieser Logik auch keine Feueralarme von den Bomberos beachtet werden, denn da kommt es auch immer wieder zu Fehlalarmen. Allerdings haben sich die Bomberos in La Orotava im Sommer 2007 doch sehr ähnlich verhalten, wie es von Frau Carolina Darias und den SIVE-Verantwortlichen berichtet wird: Die Bomberos hatten den Alarm auch nicht (sofort) befolgt, denn sie mussten erst noch "Verwaltungstätigkeiten" abschließen. Die Folgen sind hinreichend bekannt, als sie endlich 6 Stunden später ausrückten. Es ist mit diesem Radarsystem "SIVE" nicht anders, wie mit anderen Investitionen auf der Insel der Glückseeligen: Sie werden errichtet, damit sie da sind, nicht damit sie nützen (siehe Hafen von Tazacorte, Flugplatz auf La Gomera, Autobahnbeleuchtung im Süden, der Mirador de Humbold in La Orotava und leider noch viele Beispiele mehr). Es ist eine Schande, dass die Zentralregierung und die EU immer wieder auf die Scheinprojekte der Islas Canarias hereinfällt und diese finanziert. Die müssten ihre Pappenheimer doch schon langsam kennen gelernt haben. |
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| ich habe zu diesem Sive gelesen, dass sich die Initatioren beim ersten Ausfall entschuldigten: das Geraet sei gut, doch die Leute daran nicht genug ausgebildet.Welch ein Hohn!Es war genug Zeit dies nach zu holen. Doch dies ist ein gutes Geschaeft, um es mal hart rueber zu bringen. Man verdient gut an diesem Desaster- bis hin zu Wasser Verkaeufern. Fuer das Geld kann man- wenn mal alle zusammen arbeiten wuerden- an der marokkanischen Kueste viel investieren, um den Fluechlingen dort bereits bei zu stehen. Die UNESCO hat einige schmale Projekte initiert, um vor Ort zu helfen. Aber was bringt das schon, der grossen Sehnsucht nach dem Schlaraffenland? ![]() Noch unglaublicher, als die ganze Nachlaessigkeit, der Missachtung an Menschenleben, ist die Tatsache, dass kein Regierungsmitglied Beileid, Beschaemung geschweige denn Mitleid oeffentlich kund getan hat. |
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