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  #1 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 12:33
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santana ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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MOECHTE DOCH GERNE WISSEN WIE IHR UEBER DIE PATERAS DENKT, DIE HIER AUF DEN KANAREN ANKOMMEN.
MANCHE DER CANARIOS SIND ERBOST DARUEBER DAS AUS DER EU KEINE HILFE KOMMT. ICH HATTE BIS JETZT GEMISCHTE GEFUEHLE BIS ICH MIT EIGENEN AUGEN LETZTE WOCHE DAS BOOT IN LAS GALLETAS ANKOMMEN SAH. MIR TUN DIE ARMEN FLUECHTLINGE LEID,ANDERSEIT VERSTEH ICH AUCH DIE CANARIOS.
FREEMANN DU BIST DOCH IN PENSION ALSO ETWAS AELTER WIE DENKST DU DARUEBER??? SANMIGUEL UND WIE DENKST DU DARUEBER.??? WUEDE MICH FREUEN EURE MEINUNG ZU LESEN.[addsig]
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  #2 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 13:15
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pacrusher befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Soweit ich informiert bin, wollte die kanarische Regierung bisher keine Hilfe von der EU oder Spanien. Ein offenes Geheimnis ist doch das die Industriefischerei regemäßig sich in den afrikanischen Gewässern bedient. Damit das der Rest der Welt nicht mitbekommt wollten die Canarios bisher auch gar nicht soo gerne, daß die EU eingreift. Jetzt schreien natürlich alle nach Hilfe. Amüsiert blicke ich auch immer wieder auf die sog. autonome Regierung wenn es heißt europäische Gesetze zu übernehmen, was hier übrigens in keinster Form passiert. Beispiel Bebauung von Küstenabschnitten und das Abreißen von illegalen Bauten. Eine Regierung die gerne Geld aus den Töpfen der EU nimmt, aber den damit verbundenen Pflichten nicht nachkommt.

Das Thema Flüchtlinge sehe ich ähnlich wie du. Ich bin auch immer wieder schockiert und traurig über diese Tatsache. Ein schwieriges Problem und meiner Meinung nach auch kaum zu lösen. Denn wer diese lebensgefährlich Reise auf sich nimmt, macht das nicht wegen des Abenteuers, vielmehr muß es diesen Menschen wirklich schlecht gehen um sich dazu zu entschließen.

Mit der Frontex Mission über die Radio Megawelle fast täglich berichtet, wird der Zuwandererstrom eingedämmt. Aber die weltweite Entwicklung der Völkerwanderungen von Arm nach Reich existiert ja nicht nur auf den Kanaren. Andererseits verstehe ich die Canarios nicht - woher nimmt man das Recht sauer auf Menschen zu sein, die eine lebensgefährliche Reise auf sich genommen haben für ein besseres Leben. Die Verbrechensrate ist mit den Immigranten nicht gestiegen und die Finanzierung der Flüchtlingslager ist durch die EU und Spanien gesichert. Auch von Arbeitsplatzsorgen der Canarios aufgrund von höheren Einwanderungszahlen kann nicht die Rede sein.
__________________
Wer nicht vom Weg abkommt bleibt auf der Strecke
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  #3 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 14:23
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es ist ein dranma und wir koennen nur helfen den rest muss die regierung machen.viele canarios sind ja damals auch nach venezuela ausgewandert sollten sie nicht vergessen.ich sammle regelmaessig kleidung und gebe sie ab
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  #4 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 15:25
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Oh je, die mit den Pateras verbundene Problematik kann man wohl nur im Rahmen einer Diplomarbeit einigermaßen erschöpfend diskutieren. Die allein seelig machende Lösung gibt's nicht, sonst hätte man sie schon benützt. Und die unterschiedlichen Interessenlagen, von "persönlich" bis "global", haben nur gemein, daß sie sich gegenseitig ausschließen. Meine Meinung relativ kurz gefasst:
1. Nur wenn wir die Wohlstandsgrenzen reduzieren, werden wir mehr Frieden auf der Welt bekommen. Das ist Aufgabe der internationalen Politik und damit illusorisch, so lange die Wertewelt der sog. "1. Welt" existiert und immer perverser wird. Gottseidank wird dies nicht mehr all zu lange der Fall sein, ich bin nahezu sicher, daß z.B. die Bundesrepublik Deutschland in ca. 15 Jahren nicht mehr existieren wird, zumindest nicht mehr in der aktuellen Rechtsform. 14 Tage nach dem Exitus der BRD wird der Exitus der EU folgen und dann werden viele Karten neu gemischt... Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.
2. Die armen ausgemergelten Geschöpfe in den Pateras rühren das Herz (so ähnlich wie geschundene Hunde im Tierheim - ich weiß, der Vergleich ist mal wieder pietätlos, aber so funktioniert nun mal der Appell an das menschliche Mitgefühl) und jeder zivilisierte Staat muß ihnen sicherlich helfen.
3. Die humanitäre Hilfe bedeutet nicht zwingend, daß man sie in dem Land bleiben lassen muß, in das sie illegal eingereist sind.
4. Sehr wichtig ist, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge zu verbessern.
5. Meiner Meinung nach kommt der Großteil dieses Personenkreises nicht aus eigeninitiativem Überlebensdruck, sondern motiviert/agitiert durch die kriminellen Schlepper-Organisationen, die sich am Leid dieser Menschen unglaublich bereichern. Jedes Verhalten eines Ziellandes, das dazu beiträgt, daß die Schlepper ihre Leistung innerhalb der Herkunftsländer noch besser "verkaufen" können, ist kontraproduktiv, da es zu einer explosionsartigen Verstärkung der Schlepper-Aktivitäten führen wird.
6. Ein wesentlicher Teil der Leute würde auch nicht diesen Fluchtweg benutzen, wenn sie vorher wüssten, auf welch lebensgefährliches Experiment sie sich einlassen. Es ist einfach falsch, daß die Leute sich aktiv aus dem Wissen um ihr morgiges Verhungern heraus in Marsch setzen in Richtung wohlhabender Gegenden, sondern sie werden animiert durch Gerüchte und Informationen. Diese Reisen werden oft mehr als 1 Jahr lang vorbereitet (was vor allem die wirtschaftliche Ausplünderung der gesamten Sippe bedeutet, um für 1 Person die Überfahrt zu finanzieren...). Und deshalb muß ein feedback erfolgen heim in das ehemalige soziale Umfeld der betreffenden Person, daß diese Lösungsmethode nicht erfolgreich war. Die meisten der Zurückgeschickten trauen sich aber gar nicht mehr in ihre ehemalige Heimat zurück, weil sie nicht als Gescheiterte dastehen wollen, nachdem sie ihre Sippe noch mehr an den Rand der Existenzbedrohung gebracht haben als diese vorher schon waren.
7. Aus all den genannten Punkten bin absolut dafür, diese Überfahrten weitestmöglich und mit allen "humanen" Mitteln zu unterbinden, idealerweise schon im Moment des Abfahrens von der afrikanischen Küste.
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  #5 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 19:13
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Die medienwirksame Ankunft der Pateras im Hafen von Los Cristianos (inkl. Hafensperrung) wurde übrigens auf Betreiben des Cabildos von Teneriffa und von "interessierten Kreisen" der Guardia Civil regelrecht inszeniert und ins Licht der nachrichtensehenden europäischen Öffentlichkeit gerückt. Es ist bezeichnend für die Aufrichtigkeit dieser Kreise, alles erst mal so richtig ins Medienlicht zu rücken und den Touristen den Kontakt hiermit regelrecht aufzuzwingen und einen Atemzug später zu erklären: das schädigt unseren Tourismus.
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  #6 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 21:15
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santana ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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ja das habe ich auch gehoert, der ruf duch die pateras als tourismusschaedigung wird immer lauter, irgendwie erinnert mich das ganze an letztes jahr im mai wo angeblich der teide ausbrechen sollte ;-) was er bis heute nicht tat. aber die armen touristen hatten angst
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  #7 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 23:01
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Ja,ich glaube hier könnte man echte Entwicklungshilfe zum Einstiegspreisen machen.Ich würde den Flüchtlingen zwei Jahre Aufentaltsgenehmigung geben. Arbeit gibts genug.
Ein Teil des Lohnes nach Abzug der üblichen Kosten wird angespart.Nach Ablauf der Frist wird der Aufenthalt überprüft. Auf jeden Fall kommt der Flüchtling mit Geld in seine Heimat und kann von echter Hilfe und Demokatie berichten. Denn die 30 Millionen Euro fließen doch wieder in dubiose Kanäle.
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  #8 (permalink)  
Alt 21.07.2006, 23:21
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Das geht schief, Dropout, aus vielerlei Hinsicht:
1. Was glaubst Du, welchen Ansturm auf die kriminellen Menschenhändler es auslöst, wenn es sich herumsprechen würde, daß quasi ein Arbeitserlaubnis-Automatismus im gelobten Land besteht, sobald man nur erst mal irgendwie dort gelandet ist?
2. Innenpolitisch nicht durchsetzbar, das totale Todesurteil für jeden Politiker / jede Partei, die das auf ihre Fahnen schreibt. Wie Du sicher weißt, duellieren sich die Kanaren seit Jahren mit Estremadura um die Spitzenreiter-Position in der Arbeitslosenstatistik - in beiden Autonomías ca. 11 %, vor allem unqualifizierte Arbeitskräfte/"Ungelernte". Und genau in diese Kerbe willst Du hauen mit tausenden weiterer Arbeitskräfte, die einfach so vom Himmel fallen? Was würdest Du denken als spanisches Mitglied dieser Bevölkerungsgruppe, wenn Dir Deine Politiker diese Leute vor die Nase setzen würden?
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  #9 (permalink)  
Alt 22.07.2006, 06:56
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La barca está llena ! Hier gibt es schon viel zu viele Ausländer (icl. mir) die keiner braucht. Die CC sucht ja bereits nach Wegen wenigstens die Ausländer die nicht aus der EU kommen wieder los zu werden.
Ich seh auch keine andere Möglichkeit anders zu handeln als es die spanische Regierung bei den Bootsflüchtlingen tut.
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  #10 (permalink)  
Alt 22.07.2006, 12:31
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santana ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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ja genau man sollte den fluechtlingen im eigenen lande helfen da,it sie erst gar nicht abwandern. geht doch mal nachts in el fraile oder costa silensio durch die strassen wenn ihr heil und mit brieftasche wieder raus kommt habt ihr glueck. ich finde man muss vor ort helfen wenn die erst mal da sind ist es meist zu spaet
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flüchtlingswelle, kanaren

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