Was denken sich eigentlich diese "Weissen Eroberer", wenn sie den Abschluss Europas fordern?
Wer hat denn in Afrika die Einheimischen als billige Arbeitskräfte missbraucht und deren Bodenschätze rücksichtslos ausgebeutet?
Wer exportiert Medikamente, die bei uns nicht mehr vertrieben werden dürfen, nach Afrika?
Wer unterhält in Melia und Ceuta Exklaven, die für viele Menschen als Rettungsinsel erscheinen müssen.
Wer hat denn in Südamerika die Einheimischen teilweise ausgerottet?
Wer macht es den Afrikanern durch Zölle unmöglich, Waren in die EU zu exportieren?
Ja, wer wohl?
Es sind die "Weissen Eroberer", die sich jetzt wundern, dass immer mehr Afrikaner selbst Lebensgefahr in Kauf nehmen, um nach Europa zu gelangen.
Wer hat denn die Despoten auf dem afrikanischen Kontinent immer unterstützt? Wessen Entwicklungshilfe landet in den Händen von Banditen und Diktatoren?
Ja , wessen Entwicklungshilfe ist das?
Der afrikanische Kontinent hat genug "Menschenmaterial", um unsere heile europäische Welt gewaltig in das Wanken zu bringen.
Das wissen auch die Spanier ganz genau, deren Wirtschaft ja ohne Flüchtlinge gar nicht funktionieren kann, deshalb werden auch in regelmässigen Abständen Hunderttausende legalisiert.
Was müssten wir denn für Tomaten aus Spanien bezahlen, wenn die nicht von Tagelöhnern geerntet werden würden, die zwischen 1 und 2 EUR pro Stunde bekommen? Sind das Spanier? NEIN!!!!
Wieviele kanarische Firmen bedienen sich denn der Flüchtlinge und zu welchen Konditionen?
Ach so, fast vergessen:
Wohin sind denn die Canarios geflüchtet, als es bei ihnen Hungersnöte und Armut gab?
Es ist noch nicht so lange her!
Ja, sie sind nach Kuba, Venezuela und in andere Staaten geflüchtet, wo man sie aufnahm.
Das waren die Flüchtlinge von den armen Inseln.
Die Afrikaner sind Flüchtlinge vom armen Kontinent.
... und wen wird der Klimawandel am härtesten treffen?
Fragt den Gore, der wird Euch dann auch sagen, wer den Klimawandel aktiv mitverursacht hat.
Kleiner Tipp, es waren nicht die Afrikaner!
Wie wäre es, wenn Du Verfasser und Titel hier nennen würdest und/oder den Cover-Text hierher posten. Ich kann mir vorstellen, dass das einige Leute interessiert.
Für alle die 'lagaviotas' Antwort nicht abwarten wollen, hier ein kleiner Vorgeschmack mittels Leserrezensionen
Dokumentationsreihe.
Sie sind wochenlang unterwegs, bis zu 150 Personen zusammengepfercht in kleinen, offenen Fischerbooten. Sie legen ab in Senegal, Gambia oder Mauretanien und haben nur ein verzweifeltes Ziel: Kanarische Inseln, Europa. Allein im letzten Jahr kamen dort 25'000 Flüchtlinge an. Viele überlebten die Flucht ins vermeintliche Paradies nicht. Die Länder der EU tragen tragen allerdings eine Mitverantwortung an der lebensgefährlichen Fahrt über den Atlantik: Seit Jahrzehnten fischen europäische Trawler die Küsten vor Westafrika leer und entziehen so den Menschen dort ihre Lebensgrundlage. Für die Fangrechte vor Mauretanien zahlt die Europäische Union der Regierung jährlich 86 Millionen Euro. Die Menschen an Afrikas Westküste gehen dabei leer aus.
Horizonte - Todesfahrt im Fischerboot, 2006
Ich habe mir den Beitrag angesehen und fand ihn informativ und sehr sachlich, kein bißchen reißerisch. Ich verstehe jetzt auch besser, warum diese Menschen diese abenteuerliche Reise in ihren pesceros viejos auf sich nehmen.
Besonders aufgefallen ist mir, dass ein junger Mann, Informatiker, lieber sein Leben auf's Spiel setzt, als ohne Job im Senegal dahin zu vegetieren. Warum erhalten solche Leute nicht eine Green Card? Oder müssen die alle aus Indien kommen? Oder gebt ihnen Aufträge in den Senegal. Das Internet macht es möglich.
Ferner ist es die EU, die, anstatt den Fisch von den dortigen Fischern zu kaufen, lieber die wesentlich billigeren Lizenzen vom Senegal und Mauretanien für den Fischfang durch eigene Schlachtschiffe (im wahren Sinn des Wortes) kauft. Es wäre viel besser, die senegalesischen und mauretanischen Fischer technologisch zu unterstützen, damit sie den Fischfang nach Weltstandard betreiben können und ihnen dann den Fang abkaufen. Das wäre praktische Entwicklungshilfe und ein größerer Teil der Wertschöpfung bliebe im Land derer, die ansonsten ihre Rechte verschleudern. Die Menschen dort hätten eine Perspektive. Der Lizenzverkauf hilft doch nur wieder den Korrupten, nicht dem gemeinen Volk.
Das Thema müsste hier eigentlich intensiv beleuchtet werden, vor allem für unsere Condor Fliegenpreisliebhaber.
8000 km mit Condor hin und zurück kosten ja manchmal nur fliegenpreisige 120 EUR.
800 - 1000 km im Cayuco, meist nur hin, kosten bei den Schleppern aber 600 - 1000 EUR, je nach Saison.
Hier wurde schon darauf hingewiesen, dass die Europäer an diesen Cayuco und Patera Regatten nicht unschuldig sind, sagen wir besser, sie haben die wesentlichen Ursachen dafür durch eigenes Handeln gesetzt.
Sie sind direkt dafür verantwortlich, dass der Atlantik zwischen Westafrika und den Canarias zu einem der größten Wasser-Friedhöfe der Welt geworden ist.
Denken wir auch an die Importzölle der EU für Waren aus Afrika, die es fast unmöglich machen, dass die Afrikaner Produkte in die EU liefern können.
Aber die Fischgründe vor Westafrika können die Europäer leerfischen und abgelaufene oder aus dem Verkehr gezogenen Medikamente können in Afrika noch an den schwarzen Mann bzw. die schwarze Frau gebracht werden.
Gewinnbringend natürlich.
Ich bin dafür, das Preisverhältnis zwischen Cayuco Überfahrt und "Conder Fliegen" umzukehren.
Die Personen sollte man aber nicht austauschen. Der verweichlichte Nordeuropäer eignet sich gar nicht für solche Überfahrten. Da würden zu viele umkommen, selbst wenn die fahrt ganz ohne Komplikationen verläuft.
Der Afrikaner ist da evolutionsbedingt einfach erheblich leidensfähiger.
Wo kam der erste Mensch zur Welt? Genau!
Die Flüchtlinge aus Westafrika sind ein europäisches Problem und das muss mit europäischen Mitteln gelöst werden.
Illegalen Einwanderern in die EU droht zukünftig eineinhalb Jahre Abschiebehaft. Die Mitgliedsstaaten einigten sich auf eine neue Rückführungs-Richtlinie, die die Abschiebung einheitlich regeln soll. Illegale - zum Beispiel abgelehnte Asylbewerber oder illegal Zugereiste, wie Flüchtlinge in alten Fischerboten - sollen entweder legalisiert oder in die Heimat abgeschoben werden. Die EU-Staaten können sie dabei bis zu achtzehn Monate in Abschiebehaft nehmen. Das ist noch nicht Realität, kann aber kommen.
Der Europa-Politikforscher Sergio Carrera hält das für vollkommen unangemessen. Zunehmend wird, wie jetzt schon in Italien, illegale Einwanderung als Verbrechen angesehen. Internationale Prinzipien gehen davon aus, dass ein Grenzübertritt als solcher kein krimineller Akt sei (neben Italien ansonsten nur in totalitären Staaten üblich).
Das bedeutet, dass die Länder, die die Situation der Menschen der Dritten Welt verursacht haben und noch verursachen, die Menschen aus diesen Regionen kriminalisieren, wenn sie in die "heiligen Hallen der Demokratie und des Wohlstands" flüchten.