MOECHTE DOCH GERNE WISSEN WIE IHR UEBER DIE PATERAS DENKT, DIE HIER AUF DEN KANAREN ANKOMMEN.
MANCHE DER CANARIOS SIND ERBOST DARUEBER DAS AUS DER EU KEINE HILFE KOMMT. ICH HATTE BIS JETZT GEMISCHTE GEFUEHLE BIS ICH MIT EIGENEN AUGEN LETZTE WOCHE DAS BOOT IN LAS GALLETAS ANKOMMEN SAH. MIR TUN DIE ARMEN FLUECHTLINGE LEID,ANDERSEIT VERSTEH ICH AUCH DIE CANARIOS.
FREEMANN DU BIST DOCH IN PENSION ALSO ETWAS AELTER WIE DENKST DU DARUEBER??? SANMIGUEL UND WIE DENKST DU DARUEBER.??? WUEDE MICH FREUEN EURE MEINUNG ZU LESEN.
Mit diesere Fage hast du doch das Thema eröffnet Santana, deswegen bin ich schon verwundert über die letzte Aussage. Aus sicherer Quelle weiß ich das die kriminalitäts Rate in El Fraile aufgrund der Flüchtlinge nicht gestiegen ist - außerdem wohne ich in der Nähe und habe bis heute nicht eine schlechte Erfahrung dort gemacht, meine Frau übrigens auch nicht. Das sind Gerüchte die du aufgeschnappt hast und weiter verbreitest.
__________________ Wer nicht vom Weg abkommt bleibt auf der Strecke
In einem der ersten Beiträge wurde mal geäußert, daß die Canarios ja auch nach Venezuele gegangen sind - ja, zu Zehntausenden, aber nicht illegal.
Nach meiner Erkenntnis ist's in keinem Land der EU so leicht, über kurz oder lang eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu bekommen wie in Spanien. Ist zwar nicht auf die grenzenlose Mildtätigkeit Spaniens zurückzuführen, sondern auf den totalen Zusammenbruch der Einwanderer-Verwaltung, doch was soll's. So wird das Problem eben dadurch gelöst oder entspannt, daß es in unregelmäßigen, aber gar nicht so großen Zeitabständen Legalisierungswellen gibt - meist im Zusammenhang mit irgendeiner Festivität im Königshaus (Verlobungen, Vermälungen oder mal wieder ein Baby mehr) oder im Staate.
Da werden dann per Amnestie sehr viele Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen (die sind nämlich auch chronisch überfüllt) und "Illegalen" wird die Möglichkeit eröffnet, sich zu "normalisieren". Bedingungen hierfür sind meist:
1. Der Illegale muß sich zu einem bestimmten Stichtag nachweislich in Spanien befunden und einen festen Wohnsitz haben (am besten nachzuweisen durch empadronamiento/gemeindliche Meldebestätigung!!).
2. Er/Sie darf über ein bestimmtes Kleindelikte-Niveau hinaus nicht straffällig geworden sein, auch nicht im Herkunftsland.
3. Er/Sie darf in Spanien bisher keinen Cent Sozialhilfe beansprucht und bekommen haben.
4. Er/Sie muß einen Arbeits-Vorvertrag vorweisen über 12 Monate Dauer/20 Wochenstunden oder 6 Monate Dauer/40 Wochenstunden bei einem Unternehmer, der "sauber" ist (Hacienda, SegSoc etc.).
Derzeit läuft wieder eine derartige Legalisierungsphase bzw. wurde soeben abgeschlossen. Ich habe nach diesem Verfahren schon etlichen "guten" jungen Leuten überwiegend aus Südamerika bzw. den GUS-Staaten in die EU hereingeholfen.
Es ist schon bemerkenswert, daß Du hier als "Illegaler" wirklich zuallererst mit einem Mietvertrag zu Deinem Ayto spazierst und Dir dort Dein empadronamiento holst - und die freuen sich auch noch drüber, hat doch nun die Gemeinde einen Einwohner mehr und das hilft für höhere Schlüsselzuweisungen aus S/C oder Madrid...
Wenn dieselbe Person dieses Verfahren in Deutschland versuchen würde, verließe sie die gemeindliche Meldestelle garantiert in Handschellen Richtung Abschiebehaft! Ich finde in diesem Fall die spanischen Zustände als wesentlich besser - für alle Beteiligten.
Ich hab nur recht kurz geantwortet weil das Thema "Perspektiven für Afrika" eigentlich jeden Rahmen sprengt.
Klar, mir tun die Leute auch leid und ich bin für alles was die Lage in Afrika verbessert damit keiner seine Heimat aus Not verlassen muss. In der Realität sehe ich aber kaum Hoffnung auf Verbesserung. Investitionen der Wirtschaft lohnen nicht ausreichend und werden somit nicht getätigt. Entwicklungshilfe ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die politische Lage in den meisten Ländern hoffnungslos. Sicher wird Europa den Zustrom irgendwie
kanalisieren und das Thema wieder aus der Öffentlichkeit verschwinden. Das Problem aber bleibt.
Ich glaube nicht, daß dieses Thema jemals mehr aus der öffentlichen Diskussion verschwinden wird. Die sog. "1. Welt" hat bislang eigentlich nur Schwein gehabt, daß die afrikanischen Bevölkerungsgruppen über keine ausreichenden durchgängigen Kommunikations- und Organisationsstrukturen verfügten, keinen direkten Zugriff auf bis nach Europa reichende Massentransportmittel haben und untereinander heillos aufgespalten und zerstritten sind, somit auch nicht zu koordinierten Aktivitäten fähig. Stellt Euch mal vor, man könnte und würde einen Riesentanker beschlagnahmen, 20.000 Personen drauf setzen und das Ding liefe 1 Woche später in einem spanischen, englischen, französischen oder gar deutschen (huch) Atlantikhafen ein. Die Immigrationsgesetzgebung des jeweiligen Landes wäre innerhalb von 2 Stunden Makulatur.
Warum verlassen sich alle etablierten gesättigten Nationen nur drauf, daß sowas total irreal wäre und nie vorkommen würde?
Intensives nachhaltiges Handeln ist dringend nötig, nicht um Millionen von Afrikanern nach Europa zu lassen, sondern um die Lebensbedingungen in Afrika zu verbessern. Das schließt ein freiwilliges Abgeben/Verlagern von "Wohlstand" in diese Länder ein. Auch die polititsche Kontrolle der meisten afrikanischen Regierungen muss effektiver bzw. die meisten dieser Regierungen ausgewechselt werden, um der Korruption Einhalt zu gebieten.
Ein großes Werk, ich weiß, aber es muß begonnen werden. Sonst kommen irgendwann doch die Großschiffe mit Menschenladung...
hab am anderen tag zugeschaut wie sie das boot zerstoert haben, mit nem bagger, wie morsch das schiff war, mir lief es kalt uebern ruecken, wenn man bedenkt das sogar kinder mitkommen.
Über die armen Flüchtlinge und ihre Pateras reden ist eine Sache - helfen eine andere. Ich hab' da einen Vorschlag:
Ihr habt sicher schon mal gehört, daß in Afrika viele Jugendliche erblinden, weil eine kleine spottbillige Operation (wg. Trachom) an ihnen nicht vorgenommen werden kann. Megawelle könnte doch ein Spendenkonto einrichten zugunsten licht-fuer-die-welt.at - das spart gegenüber Einzelüberweisungen erheblichen Handling- und Kostenaufwand. Wäre doch gelacht, wenn da nicht jeden Monat ein nennenswertes Sümmchen zusammenkäme. Man könnte auch eine Spenderliste veröffentlichen, macht für manchen die Sache vielleicht noch reizvoller. Oder bei Betrieben/Anzeigenkunden das Thema ansprechen...
Schaut Euch die o.g. Website mal an, ist sehr informativ und trotzdem kompakt.
oh ja da spend ich auch, vielleicht helfen ja auch waren . meine alte naehmaschienen usw, die die dort brauchen koennten. aber sowas wie du schon schreibst sollte es im grossen rahmen geben. ja genau radio megawelle, vielleicht noch ne zeitung oder ein fernsehsender und dann sanmiguel bringen wir alles dahin zu den armen, da wuerde ich sogar mein urlaub dazu opfern gute idee
Über die armen Flüchtlinge und ihre Pateras reden ist eine Sache - helfen eine andere. Ich hab' da einen Vorschlag:
Ihr habt sicher schon mal gehört, daß in Afrika viele Jugendliche erblinden, weil eine kleine spottbillige Operation (wg. Trachom) an ihnen nicht vorgenommen werden kann. Megawelle könnte doch ein Spendenkonto einrichten zugunsten licht-fuer-die-welt.at - das spart gegenüber Einzelüberweisungen erheblichen Handling- und Kostenaufwand. Wäre doch gelacht, wenn da nicht jeden Monat ein nennenswertes Sümmchen zusammenkäme. Man könnte auch eine Spenderliste veröffentlichen, macht für manchen die Sache vielleicht noch reizvoller. Oder bei Betrieben/Anzeigenkunden das Thema ansprechen...
Schaut Euch die o.g. Website mal an, ist sehr informativ und trotzdem kompakt.
Hallo San Miguel, vielen Dank für diesen Vorschlag. Das sollte sich doch realisieren lassen. Wir werden intern dieses Thema auf der nächsten Sitzung diskutieren. Sobald wir Mittel und Wege gefunden haben mehr...