Katz im Brotteig.
Bislang kannte ich ja nur Schinken im Brotteig, aber das ist nun total überholt , einfach langweilig.
Wir backen unser Brot auf altväterliche Weise nämlich noch selber im eigenen Lehmbackofen.
Zu diesem Behufe also pflege ich einen ziemlich labberigen Vorteig am Vorabend schon anzusetzen. Weil mindestens 4 verschiedene Sorten ,das Ganze auch in vier Riesenschüsseln.
Diese stehen dann fein säuberlich abgedeckt in der Küche über Nacht und gären fröhlichst vor sich hin bis zum nächsten Morgen und harren der weiteren Verarbeitung.
Bislang eine bewährte ,unfallfreie Methode.
Am Dienstag ,vor dem Einheitsfeiertag, war es mal wieder so weit. Gähnende Leere in der Tiefkühltruhe. Also ran an die Arbeit.
Diesmal sollte es Walnussbrot geben unter Anderem. Mein Göttergatte knackte also in mühevoller Kleinarbeit die Walnüsse auf, den die müssen gleich mit in den Vorteig.
Alles war wie immer bis auf eine einzige ,winzige Kleinigkeit, die wir total übersehen hatten.
Wir haben ja einen neuen Kater mit 4 Monaten . Neugierig wie kleine Katzen nun mal sind.
Obwohl klein kann man ihn nicht grade nennen , er hat für seine 4 Monate schon das stattliche Gewicht von fast 4 Kg und ein schönes ,sehr langes Fell . ( Hat man uns da ev. einen Tiger untergeschoben ??)
Nichtsahnend ob der Dinge die uns nächtens erwarten würden, gingen wir nach getaner Arbeit zu Bett.
Irgendwann mitten in der Nacht rappelte irgendwas ganz gewaltig.
Wir schossen hoch. Da aber gleich wieder Ruhe einkehrte dachten wir da noch nichts Böses.
Es rappelt bei uns mit 4 Katzen öfter mal.
Schon wieder im Halbschlaf kriegte ich so am Rande noch mit, daß sich eine Katze auf mein Bett geschlichen hatte. Ich steckte die Hand aus - irgendwie fühlte sich das aber gar nicht nach Katze an .
Kalt, klebrig, irgendwas mit festen Bestandteilen auch noch. Igitt - was war denn das ?
Bei Lichte besehen wars dann doch eine Katze- allerdings in Brotteig.
Hatte der neugierige Micky anscheinend die Schüsseln beaugapfelt , eine war umgekippt und hatte den Inhalt fein säuberlich über den Kater ergossen. Zu meines Gatten Leidwesen ausgerechnet der Teig mit den Walnüssen.
Hefeteig in halbflüssigem Zustand klebt bestens an Katzen, vor allem im Halbangorafell.Auch in Betten klebt das Zeugs vorzüglich, ebenso in der ganzen Bude am Boden.
Aus dem blasenwerfenden Hefeteig schauten bloß noch 2 Panikaugen raus ,der Kopf war garniert mit Walnußstückchen, von den Ohren triefte der Teig. Der Rücken hatte auch noch ne volle Ladung abgekriegt .
Leider haben wir vor lauter Hektik vergessen den armen Micky abzulichten, das fiel uns erst 3 Stunden später ein .Vorerst waren wir damit beschäftigt den Boden zu säubern, Betten frisch zu beziehen , das übernahm mein Gatte freundlicherweise , und den Kater wieder auf Normalzustand zu bekommen, das war mein Part.
Es war relativ anstrengend . Da der Kater ja wild war bis vor einem Monat ist er auch noch nicht so sehr daran gewöhnt, daß man ihn ins Wasser tunkt und abschrubbt. :-x
Ich versuchte also 4 kg Katz, bestehend überwiegend aus Krallen und Zähnen , im Waschbecken zu säubern. Unterstützt von hilfreichen Zurufen meines edlen Gatten, der uns wirklich nicht in der trauten Zweisammkeit des Badezimmers stören wollte und statt dessen anbot nochmal Walnüsse zu knacken morgens um halb vier.
Er musste dann aber doch hilfreich eingreifen am Ende ,es half keine Ausrede . Den wildgewordenen Kater am Nackenfell hochhalten bis der Rest der Bescherung abgeduscht war .
Eingewickelt in ein Riesenhandtuch begann der Micky dann prompt wieder zu schnurren, während wir dann noch das Bad putzen durften, was er aus dem Handtuch heraus sehr interessiert verfolgte. Endlich war mal was los bei Nacht im Hause.
Der Rest der Fellbanditen war natürlich ob des nächtlichen Geschehens auch eingetroffen und verfolgte aufmerksam das Geschehen. Wir fanden bei Tageslicht noch etliche Katzentapper aus Hefeteig, nicht nur von Micky muss ich sagen.
Es lohnte sich nicht mehr, sich in die frischbezogenen Betten zu schmeissen, also blieben wir gleich auf und erneuerten den Walnußbrotteig .
Der frischgewaschene Micky hielt doch sehr auf Abstand zu den lebensgefährlichen Schüsseln muss ich sagen.
Wir hoffen schwer, daß das so bleibt!!
Ach ja und das Brot ist auch ohne mitgebackene Katze sehr gut geworden .
__________________ Waltraud
Niemand weiß, was in ihm drinsteckt,
solange er nicht versucht, es herauszuholen.
die katze kann ich mir richtig vorstellen. bis man den teig aus dem fell bekommt - muß ja eine tolle nacht gewesen sein....es war wieder mal so richtig was zum lachen - muß immer noch lachen....oder beim nächsten mal- die katze föhnen - und dann das fell abknabbern - so ungefähr wie stockbrot.--- bei der hitze gart der teig auch beim föhnen!!!!! :lol: :lol:
:-D :-D
gruß lo-rena
Heut muss ich mal wieder was von den vierbeinigen Bewohnern unseres trauten Heims berichten . Ich hoffe, daß Sanmiguels Gorbi bei bester Gesundheit ist , man hört ja nichts mehr von dem Kater.
Bei uns wars ja affenkalt im Dezember und teils noch im Januar, so daß auch der Pool gewaltig zugefroren war.
Irgendwie hat das der Katzenbande ungemein imponiert.Und wir hatten Katzeneislauf direkt vor der Balkontür. Vom Rand mit Schwung rauf aufs Eis gesprungen und rutschhhhhhh bis an den anderen Rand, der meist sehr unsanft abbremste , sprich es haut die Katz voll auf die Schnauze. Unser Hexle macht das schon seit 2 Wintern immer und hat auch schon ganz gut die Kurve raus.Schwanzgesteuert kriegt sie auch meist die Kurve vor dem anderen Rand.
Nun saß der Micky - bekannt vom obigen Beitrag als Katz im Brotteig - sehr sehr aufmerksam dabei , einige Tage lang, kriegte aber irgendwie nicht den Rang das auch auszuprobieren .Ich denke mal ,er hatte den Pool noch in sehr unliebsamer Erinnerung, da er auch mal reinsprang und fast absoff dabei.
Es bot sich fast eine Woche lang folgendes Bild : Strolchi ,der schwarze ,etwas ältere und auch( meist ) vernünftige Kater auf der Mauer oben ,schaute wie beim Pingpong spielen dem Hexle auf dem Eis zu, fast schon kopfschüttelnd, darunter der Micky auf dem Poolrand noch unentschlossen will er oder will er nicht - und das Hexle auf dem Eis tobend mal bauchwärts mal auf allen Vieren , voller Spaß .
Der Micky hat unterdessen gut seine 6,5 kg , unser Hexle wird wohl immer grazil bei 2,5 kg bleiben.
Dieser kleine ,aber feine Gewichtsunterschied sollte sich zusammen mit einem Temperaturumschwung noch ziemlich unfein bemerkbar machen .
Es fing also an wärmer zu werden und der Micky beschloss nach längerem ,wochenlangen Warten und Zuschauen, er müsse sich nun auch aufs Eis wagen.Denn was dem Hexle so gut gefällt, das könne er sich ja schliesslich nicht entgehen lassen.(Ich denk mal so in der Art dachte er .)
Nur suchte er sich zum Testen nicht unseren Pool aus, sondern den Naturteich bei den Nachbarn. Lags an der größeren Fläche - mehr Platz mehr Spaß ? Ich weiss es nicht.
Jedenfalls sauste an einem schönen Sonntag mit viel Sonnenschein auf einmal der Micky vom Beobachtungsposten am Pool davon ,gefolgt vom Rest der Bande. Passiert öfter sowas, also machten wir uns auch keine Gedanken . Bis kurze Zeit später bei Nachbars der Terror ausbrach.
Erst ein mordsmässiges Katzengeschrei , dann Getrampel und grölendes Gelächter .
Aufgeschreckt fragten wir mal was denn los sei und kriegten die Auskunft - wir sollen dringend rüberkommen mit einer langen Stange oder so etwas.Vor Schreck nahmen wir die Abkürzung über den Gartenzaun . Was aber meinem Göttergatten nicht so gut bekam, denn die lange Stange ,die er gegriffen hatte, verhedderte sich in den Büschen und er haute sich voll das Kinn dagegen .Nachdem Gatte ,Stange, Büsche und Beine entwirrt waren bot sich uns folgendes Bild : auf dem Teich war das Eis gebrochen und unser Micky hockte verzweifelt auf einer treibenden Eisscholle und brüllte was die Kehle hergab .
Rund um den Teich waren sämtliche Katzen der Umgebung versammelt und schauten zu. Unser Hexle rannte wie gestört auf dem Eisrand rum und versuchte zum Eisschollenmicky zu gelangen und war stinksauer, daß sie nasse Füße kriegte dabei. Strolchi hatte aufgebaumt und betrachtete das Spektakel aus höheren ,trockenen Gefilden .
Mit der Stange probierten wir nun die Eisscholle samt Katz Richtung Ufer zu kriegen, denn keiner wollte in das eiskalte Wasser rein. Bei jedem Stoss ein Prostestschrei weil der arme Micky natürlich quatschnass wurde dabei. Kurze Zeit später war es geschafft und er wurde zitternd in ein , von der Nachbarin gespendetes, Badetuch gehüllt.
Sie erzählten uns dann, sie hätten grade zugeschaut, wie unser Trio angerast gekommen wäre. Ab auf den Teich - das Hexle elegant wie üblich übers Eis geglitten und dann der Micky mit Speutz und wenig Eleganz vom Rand aus draufgesprungen mit einem Plums und schon hätte das Eis Risse gekriegt . Mit allen Vieren wollte er rückwärts , aber voller Schwung hätte es ihn bis zur Mitte getragen, wo er sich dann grade noch unter lautem Protestgeheul auf ein größeres Stück Eis hätte draufretten können .
Nun - seither umgeht er Wasserflächen jedweder Art weitläufig.
Und was lernt man daraus ???
Nicht jede Statur ist zum Eislaufen geeignet - grins .