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Alt 03.07.2008, 11:14
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Standard Gedenktage und besondere geschichtliche Ereignisse

Gedenktage: 3. Juli

1971: Jim Morrisons Tod

Zitat:
Jim Morrison wurde in der Badewanne seiner Wohnung in Paris tot aufgefunden. Seine Band, "The Doors", feierte mit ihren Platten, wie z.B. "Riders on the Storm" und "Light My Fire", große Erfolge. James Douglas Morrison war am 8. Dezember 1943 in Melbourne im US-Bundesstaat Florida geboren worden. Der Sänger, der Frank Sinatra und Elvis Presley verehrte, wurde, wie vor ihm Jimi Hendrix und Janis Joplin, nur 27 Jahre alt. Sein Grabmal auf dem Pariser Friedhof Pére-Lachaise blieb bis heute eine Pilgerstätte für Anhänger der "Doors" und ihres charismatischen Frontmannes.
Ereignis: 03. Juli 1933

Gleichschaltung des deutschen Rundfunks

Zitat:
"Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns, niemandem sonst. Und den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen, und keine andere Idee soll hier zu Wort kommen." Josef Goebbels.

"Wir müssen allmählich aber erst die deutschen Rundfunk-Teilnehmer zur Toleranz, zur Duldsamkeit anderen Anschauungen gegenüber erziehen. Und so lange diese Erziehungs-Arbeit nicht abgeschlossen ist, ist die Einrichtung der Überwachungs-Ausschüsse im Rundfunk unentbehrlich", verlangt Reichsinnenminister Severing 1930.

Doch die geforderte Erziehung zur Toleranz scheitert kläglich. Statt dessen wird drei Jahre später von den Nationalsozialisten die Überwachung des Rundfunks besser ausgebaut und am 3. Juli 1933 in Berlin die Nationalsozialistische Rundfunkkammer gegründet. Ihr gehören die Rundfunkindustrie, der Radiohandel, die Funkpresse, die Hörerverbände, die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft und das Reichspropagandaministerium an. Der Rundfunk wird also an diesem Tag gleichgeschaltet.

In dem noch jungen Medium sieht Propagandaminister Josef Goebbels ein ideales Mittel, nationalsozialistisches Gedankengut kontrolliert zu verkünden:

Goebbels: "Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns, niemandem sonst. Und den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen, und keine andere Idee soll hier zu Wort kommen."

Geändert von Hijo de Puta (03.07.2008 um 11:52 Uhr).

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Alt 04.07.2008, 11:19
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Ereignis:

4.7.1954: Deutschland Fußballweltmeister
Zitat:
Unfassbares war am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion geschehen. Vier Jahre und 33 Tage lang war Ungarns Fußball-Wunder-Team nicht mehr besiegt worden - und dann das: Deutschland schlug Ungarn mit 3:2 im WM-Finale.

Reportage: "Aus, aus, aus, das Spiel ist aus, Deutschland ist Weltmeister, schlägt Ungarn mit 3:2 im Finale in Bern."

Unfassbares war am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion geschehen. Vier Jahre und 33 Tage lang war Ungarns Fußball-Wunder-Team nicht mehr besiegt worden. Warum sollten die Magyaren ausgerechnet das Finale der fünften Fußball-Weltmeisterschaft verlieren - und dann auch noch gegen ein deutsches Team, das sie in der Vorrunde mit 3:8 deklassiert hatten?

Erwartungsgemäß gingen die Ungarn im Endspiel durch die Tore von Puskas und Czibor in Führung. Mit dem Anschlusstreffer des Nürnbergers Meax Morlock wurde jedoch die Wende eingeleitet:

"Wieder Eckball für Deutschland. Wieder wird die Ecke von links getreten. Und natürlich wieder von Fritz Walter. Vier Deutsche stehen im Strafraum der Deutschen gegen sieben ungarische Abwehrspieler, die gewarnt worden sind durch den Gegentreffer unserer Elf. Heute ist es kein 3:8, heute ist es keine B-Mannschaft, heute spielt Deutschlands stärkstes Aufgebot. Tor, Tor, Eckball von Fritz Walter, Tor von Rahn. Deutschlands Mannschaft, der großartige Sieger gegen Österreich, hat aus dem 0:2 ein 2:2 gemacht."

Während des gesamten Endspiels regnete es in Strömen - Fritz Walter, dem legendären Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, war es recht. Bei diesem Wetter fühlte er sich besonders wohl. Seit dem Finaltag von Bern ist er der einzige Mensch, der einem speziellen Wetter einen Namen gegeben hat. - 'Fritz-Walter- Wetter'.

"Sechs Minuten noch im Wankdorfstadion zu Bern. Keiner wankt. Der Regen prasselt unaufhörlich nieder. Es ist schwer. Aber die Zuschauer harren aus. Eine Fußball-Weltmeisterschaft ist nur alle vier Jahre, und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend. Jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer. Schäfers Zuspiel zu Morlock wird von den Ungarn abgewehrt. Und Boscik, immer wieder Boscik - der rechte Läufer Ungarns am Ball. Er hat den Ball verloren, diesmal gegen Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball. Abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt - Tor, Tor, Tor, Tor! Tor für Deutschland. Linksschuss von Rahn, Schäfer hat die Flanke nach innen geschlagen. Schäfer hat sich gegen Boscik durchgesetzt. 3:2 für Deutschland, fünf Minuten vor dem Spielende. Halten Sie mich für verrückt, halten sie mich für übergeschnappt (...)"
Gedenktage:
1776: Nordamerikanische Unabhängigkeitserklärung

Zitat:
Alle dreizehn, im Kontinentalkongress zusammengeschlossenen britischen Kolonien in Amerika nahmen in Philadelphia die von Thomas Jefferson verfasste Unabhängigkeitserklärung an. Sie erhoben die Grundrechte der Bürger eines freien Staates zum Glaubensbekenntnis der nordamerikanischen Republik. Die Ursachen des Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieges von 1776 bis 1781 zwischen den 13 britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas und dem Mutterland Großbritannien lagen in der französisch-britischen Rivalität um die Vormachtstellung in Nordamerika. Der Siebenjährige Krieg in Europa von 1756 bis 1763 und der Britisch-Französische Kolonialkrieg hatten zum Abzug der Franzosen und zur Übernahme der Herrschaft durch Großbritannien geführt.
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Alt 05.07.2008, 12:34
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Ereignis:
05. Juli 1841: Beginn des Massentourismus



Zitat:

Autor: Ramon García-Ziemsen
Auszug:

Am 5. Juli 1841 veranstaltete der Brite Thomas Cook die erste organisierte Eisenbahn-Reise zwischen Leicester und Loughborough. Obwohl nur 40 Kilometer weit, war dies die erste Gruppenreise der Welt. Wenig später gründete Cook das erste Reisebüro - der Beginn des Massentourismus.

570 Menschen drängten sich an jenem Morgen des 5. Juli auf dem Bahnsteig des mittelenglischen Städtchens Leicester. Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Abfahrt derjenigen, die der Einladung von Mr. Thomas Cook zu einer Extrafahrt Leicester-Loughborough und zurück gefolgt waren.

Einen Schilling kostete der Ausflug. Für den Schilling gab es aber nicht nur Hin- und Rückfahrt dritter Klasse ohne Sitzgelegenheit, sondern auch ein Schinkenbrot und eine Tasse Tee. Die erste Pauschalreise der Geschichte.

Unterwegs waren Händler, Diplomaten, Handwerksburschen. Auf den Straßen fanden sich Kuriere, Soldaten, Pilger und jede Menge Gauner, weshalb niemand wirklich zu beneiden war, der größere Strecken zu überwinden hatte. Reisen aus Freude, dass war für die Masse unvorstellbar.

Thomas Cook wollte, dass jeder reisen konnte. Für Industriearbeiter, die täglich zwölf Stunden und mehr, inklusive Wochenende, arbeiten mussten, bot er Nachtausflüge an.

Aber die Reiserevolution spielte nicht nur eine wichtige Rolle in der Emanzipation der Arbeiter- und Mittelschicht, sondern auch der Frauen, die stets zu Cooks zahlreichen Kunden gehörten:

Cook: "Was ihre Energie, Tapferkeit und Ausdauer anbelangt, sind sie im allgemeinen dem anderen Geschlecht ebenbürtig, und nicht selten verschämen sie verweichlichte Herren. Die Verzierungen der herrschenden Mode mögen ihnen manchmal beim Klettern über Abgründe hinderlich sein. Aber viele, die sich nicht um Mode oder Sitte kümmern, überwinden alle Schwierigkeiten und werden zu vollkommenen Touristen."

Reisebüros in der ganzen Welt wurden gegründet. Thomas Cook, das war das Synonym fürs Reisen, obwohl dem Tourismus-Herrscher nicht alle Reisenden gleich lieb waren.

Über eine deutsche Reisegruppe schrieb er: "Die lärmenden Teutonen nahmen alle Kabinen auf dem Oberdeck in Besitz und unsere Damen mussten unter Deck gehen, als wären sie französische Bürger unter deutscher Knute."

Beobachtungen, die uns doch irgendwie vertraut sind.

Gedenktag:
05. Juli 1865: Armee für die Armen
Zitat:
Im Londoner Stadtteil East End gründete der Priester William Booth zusammen mit seiner Frau Catherine die Christliche Mission, die 1878 in Heilsarmee umgetauft wurde. Um den Kampf gegen die Armut und religiöse Gleichgültigkeit effektiv führen zu können, organisierte Booth seine Vereinigung nach dem Vorbild der Britischen Armee. Einzigartig war damals die ständige Präsenz vor Ort und die völlige Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb der Vereinigung. Begannen die Hilfsleistungen mit einfachen Suppenküchen, operiert die Heilsarmee mittlerweile weltweit in über 75 Ländern und besitzt eigene Krankenhäuser und weitere Hilfsprogramme.


Geändert von Hijo de Puta (05.07.2008 um 12:37 Uhr).
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Alt 06.07.2008, 12:35
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Geburtstag

Geboren am gleichen Tag.

1935: Dalai Lama
Zitat:

Eigentlich Tanchu Dhondup, tibetischer Priesterfürst und Oberhaupt der tibetischen Exilregierung. Der höchste Priester und weltliche Würdenträger Tibets wurde 1940 als 14. Dalai Lama inthronisiert. Nach dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee floh er unter abenteuerlichen Umständen ins Exil nach Indien. Dort baute er eine tibetische Exilregierung auf und versucht seither, internationale Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen. Die chinesischen Truppen zerstörten über 6000 Klöster, Tempel und historische Anlagen und setzten einen eigenen Dalai Lama ein, insgesamt kamen über 1,2 Millionen Tibeter ums Leben. Der Dalai Lama erhielt 1989 den Friedensnobelpreis.
1946: Sylvester Stallone
Zitat:
US-amerikanischer Filmschauspieler und Regisseur. Sylvester Enzio Stallone wurde als Sohn eines sizilianischen Einwanderers in New York City geboren. Der rebellische Junge wurde von zwölf verschiedenen Schulen verwiesen. Seine Begabungen lagen im Bereich Sport - und seine Rolle in "Tod eines Handlungsreisenden" (Miller) erschloss ihm sein schauspielerisches Talent. Nach einem Intermezzo an der Universität Miami schlug er sich mit diversen Jobs und kleineren Nebenrollen bei Film und Fernsehen durch. Den Charakter des Boxers "Rocky" erfand er selbst - er schrieb sich selbst das Skript des Films auf den Leib, der ihn über Nacht berühmt machte. Neben "Rocky I-V" war es die "Rambo"-Trilogie, die Stallones weltweiten Erfolg begründeten.
6.7.1950: DDR erkennt Oder-Neiße-Linie an

Zitat:
Die DDR und Polen legten im Görlitzer Vertrag fest, dass Oder und Neiße die "unantastbare Friedens- und Freundschaftsgrenze" zwischen beiden Staaten sei. Die Bundesrepublik behielt sich ihre Zustimmung zur Oder-Neiße-Linie zunächst für einen endgültigen Friedensvertrag vor.

Am 6. Juli 1950 schließen die DDR und die Republik Polen den Görlitzer Vertrag über die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze ab (Abkommen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Republik Polen über die Markierung der festgelegten und bestehenden deutsch-polnischen Grenze).

Einer der ersten außenpolitischen Schritte der im Herbst 1949 gegründeten DDR war deshalb, die Oder-Neiße-Linie als offizielle Grenze zu Polen anzuerkennen. Eben das, regierungsoffiziell protokolliert, geschah am 6. Juli 1950 im Dom Kultury, dem Kulturhaus von Zgorzelec, dem nun polnischen Teil von Görlitz. Unterzeichnet wurde der entsprechende Vertrag von den Ministerpräsidenten beider Länder, Otto Grotewohl und Josef Cyrankiewicz.

Ein Volk, das zuließ, dass seine Machthaber zweimal in 20 Jahren die Gesetze des menschlichen Zusammenlebens mit Füßen traten, habe gelernt, dass es nur durch restlose und ehrliche Anerkennung der internationalen Vertragswerke in die Familie der Völker zurückkehren kann.

Gerade deshalb war das Abkommen über die Oder-Neiße-Grenze ein unverzichtbarer, ein entscheidender Schritt zu neuem Umgang zwischen den Völkern diesseits und jenseits der beiden Flüsse. Diesen Schritt gegangen zu sein, bleibt zweifellos ein historisches Verdienst der Deutschen in der DDR. Das wurde auch in Polen so gesehen.

Erst 1970, 20 Jahre nach Görlitz, verzichtete die Bundesrepublik Deutschland endgültig auf Gebietsansprüche gegenüber Polen.
Der in diesem Sinn von Willy Brandt in Warschau unterzeichnete Vertrag war zweifellos ein bedeutender Schritt zu einer stabileren Friedensordnung in Europa, zu einer Aussöhnung mit Polen und der damaligen Sowjetunion. Diese beiden Länder hatten im Zweiten Weltkrieg besonders viele Opfer und Zerstörungen zu beklagen.

Im Frühjahr 1990, angesichts der sich abzeichnenden Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, bekannte sich auch das Parlament der Bundesrepublik Deutschland, der Deutsche Bundestag, zum Abkommen von Zgorzelec.
Denn man wusste nur zu gut, dass vielerorts in Europa und auch außerhalb unseres Kontinents das Verhältnis der Deutschen zu dieser Grenze als Prüfstein ihres erklärten Willens gilt, ein europäisches Deutschland zu schaffen.

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt erklärte damals in einer Fernsehdiskussion: "Ich sage noch einmal, die Polen und bitte zweitens die Franzosen. Ohne die Franzosen geht gar nichts, und gegen die Polen geht auch nichts. Mit aller Brutalität muss man sagen, gegenüber den Polen ist eine der allerwichtigsten Voraussetzungen die - ganz klare und ohne Fisimatenten - Anerkennung der polnischen Westgrenze so, wie sie heute ist."
  #5 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 14:22
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Ereignis

8.7.1990: Dritter WM-Titel für deutsche Fußballer
Zitat:
Am 8. Juli 1990 brachte ein zunächst umstrittener Strafstoß der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Rom den dritten Weltmeisterschaftstitel ein. Mit 1:0 siegte sie über Argentinien und knüpfte damit an die Erfolge von 1954 und 1974 an.

Das Olympiastadion von Rom am 8. Juli 1990: Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Argentinien sind nur noch wenige Sekunden zu spielen.

Reportage: "Pierre Littbarski noch mal gefoult. Der Schiedsrichter lässt Vorteil gelten. Litti hat den Ball immer noch. In der Mitte wartet Rudi Völler. Immer noch der 30-jährige Kölner bei seiner dritten WM. Er stand im Finale 1982. Es hat nicht gereicht. 1986 musste er von draußen zuschauen. Und hier heute Abend in Rom ist er Weltmeister. Deutschland ist Fußballweltmeister. Am Abend des 8. Juli um 21.50 Uhr ist die deutsche Mannschaft Fußball-Weltmeister in Italien geworden."

Während die Spieler ausgelassen den dritten Weltmeistertitel für Deutschland feiern, spaziert ein Mann mutterseelenallein über den Rasen, Franz Beckenbauer, der Teamchef.

Beckenbauer: "Ich wollte allein sein. Ich wollte weg. Der Trubel da um mich herum, der war zu hören. Aber ich war irgendwo mit meinen Gedanken. Aber ich weiß nicht wo."
Gedenktag

1936: Rhein-Main-Flughafen eröffnet



Zitat:
Der Flugverkehr auf dem "Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main" wurde mit einem Flug der Ju 52 eröffnet. Neben dem Flugverkehr gab es auch einen regelmäßigen Luftschiffverkehr nach Südamerika (Rio de Janeiro) und Nordamerika (Lake Hurst). Der Frankfurter Flughafen war bereits in seinem Gründungsjahr nach Berlin der zweitgrößte Flughafen Deutschlands. Bereits ein Jahr später umfasste das Streckennetz insgesamt 22 Linien, das heißt die meisten Länder Europas waren von Frankfurt aus direkt zu erreichen. Aufgrund des rasch anwachsenden Luftverkehrsaufkommens wurde die Betriebsfläche bereits 1938 von 300 auf 638 ha vergrößert. Heute ist der Flughafen der größte Airport Kontinentaleuropas, der siebtgrößte Flughafen der Welt und die größte Arbeitsstätte Deutschlands.
Ereignis

08. Juli 08
Hijo de Puta registriert sich im Forum_Teneriffa, hier auch**************.de genannt.

Zitat:
Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich ...... heiss
  #6 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 14:34
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diddes befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard ach du bist so suess

Zitat:
Zitat von Hijo de Puta Beitrag anzeigen
08. Juli 08
Hijo de Puta registriert sich im Forum_Teneriffa, hier auch**************.de genannt.

Schon wieder ?
Lass uns doch an dem spannenden prozess teilhaben.

Ganz Teneriffa und die Freunde der Insel freuen sich sicher darauf.


Und morgen scheint wieder die Sonne.... Versprochen !!!
  #7 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 14:41
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Zitat:

Und morgen scheint wieder die Sonne.... Versprochen !!!
Also bitte: Nicht weiter ohne Schutz in die Sonne gehen, Diddes.

Du weisst ja:
Zitat:

„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.“

Karl Kraus
Das alles und noch viel meeeeeeehr, würd´ich machen, wenn ich König des Forums wär´. Ja, ja!

Das alles und noch viel mehr, würd´ich machen, wenn ich König der Biere wär´.

Das König unter die Biere. PROST!


Greetings

&


Salu2


Heroes del Silencio

Zum YouTube Video

Geändert von Hijo de Puta (08.07.2008 um 14:56 Uhr).
  #8 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 10:53
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Gedenktage

1984: Klage gegen Reinheitsgebot

Zitat:
Die EU-Kommission verklagte die Bundesrepublik wegen des deutschen Reinheitsgebotes für Bier vor dem Europäischen Gerichtshof. In Deutschland durfte kein ausländisches Bier, welches nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut war, als solches verkauft werden. Seit den 1970er Jahren führte die Europäische Union deswegen einen Rechtsstreit. Im Jahr 1982 eröffnete die EU-Kommission - gestützt auf den EWG-Vertrag, der eine "Behinderung des freien Warenverkehrs" innerhalb der EU untersagt - in Sachen "Anwendung des Reinheitsgebotes für importierte Biere" ein "Vertragsverletzungsverfahren" gegen die Bundesrepublik Deutschland.


Ereignis


9.7.1922: "Tarzan" schwimmt Weltrekord
Zitat:

Am 9. Juli 1922 errang der US-amerikanische Schwimmer Johnny Weissmüller einen aufsehenerregenden Schwimm-Weltrekord. Bei den Olympischen Spielen von 1924 und 1928 erschwamm er insgesamt fünf Goldmedaillen.

Er war Tarzan. Als der Mann aus dem Dschungel mit dem legendären Schrei wird Johnny Weissmüller in Erinnerung bleiben. Dabei hatte der gebürtige Siebenbürger Sachse, dessen Eltern kurz nach seiner Geburt in die USA ausgewandert waren, bereits vor seiner Filmkarriere als Schwimmer Weltruhm erlangt.

Weltrekordler über 100 Meter Freistil ist Weissmüller bereits, als er am 9. Juli 1922 in das Becken in Alameda in Kalifornien eintaucht, um die magische Marke von einer Minute zu unterbieten. Die Uhr bleibt bei 58,6 Sekunden stehen, eine sensationelle Bestzeit. Auch 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris bleibt Weissmüller unter einer Minute.

Mit drei Goldmedaillen ist er der zweiterfolgreichste Athlet hinter der Läuferlegende Paavo Nurmi aus Finnland. Vier Jahre später in Amsterdam gewinnt Weissmüller zwei weitere Goldmedaillen. Zehn Jahre lang, bis zum Ende seiner Amateurkarriere im Jahr 1929, bleibt der US-Amerikaner auf den Freistil-Distanzen zwischen 50 yards und einer halben Meile ungeschlagen. 67 Weltbestzeiten finden sich unter seinem Namen in den Rekordlisten.

Von 1932 an ist Johnny Weissmüller vor allem Tarzan. Angeblich hat ein Drehbuchautor der mächtigen Filmgesellschaft MGM den 1,95 Meter großen und 100 Kilogramm schweren Modellathleten in einem Hotelpool in Hollywood schwimmen gesehen und für die Rolle vorgeschlagen.

Mit Maureen O'Sullivan als Jane bildet Weissmüller das klassische Dschungelpaar: MGM zahlt der Frau des Ex-Schwimmers 10.000 Dollar für die Scheidung, als Single lässt sich Weissmüller besser vermarkten. Johnnys Tarzanschrei geht um die Welt.

9.7.1985: Glykol im Wein


Zitat:
Das deutsche Bundesministerium für Gesundheit schlug Alarm: In Proben einiger Qualitätsweine waren Spuren von Diäthylenglykol entdeckt worden - zu finden in Frostschutzmitteln und hochgiftig.

"Wenn das Wasser im Rhein goldener Wein (...)"

Golden soll der Wein sein, gepresst aus Trauben, die viel Sonne gesehen haben, und wenn die Auslese im Glas geschwenkt wird, erkennt der Weinfreund an den Schlieren der Glasinnenseite, welch edlen Tropfen er sich gleich einverleiben wird.

Aber die goldene Farbe, die Süße und die leichte Öligkeit des Weins hat nicht immer einen natürlichen Grund. Reichen Sonne und die Güte der angebauten Rebe nicht aus, dann helfen Panscher schon mal kräftig nach.

"Glykol macht den Wein süßer, man kann aus einer Spätlese eine Auslese machen zum Beispiel, was die Süße angeht", sagt einer aus der Branche, der lieber ungenannt sein will.

Denn Glykol ist ein Frostschutzmittel, und es macht den Wein nicht nur sattgelb, süffig und ölig, sondern verursacht je nach Menge: Durchfall, Übelkeit und Krämpfe. Und bei einer Dosis ab 14 Gramm ist Glykol sogar tödlich. Es versteht sich von selbst, dass die Zugabe verboten ist. Doch bei der Aussicht auf höhere Gewinne fallen die Skrupel.

Mitte der 1980er Jahre wurden in Deutschland mit Glykol versetzte Weine entdeckt. Die Auslesen und Spätlesen kamen vor allen aus Österreich, und importiert hatte sie einer der größten Weinhändler Deutschlands, das Haus Pieroth.

Unser anonymer Experte: "Der Name dieser Firma wurde überall genannt, und das Telefon stand nicht still. Wir waren dann gezwungen, diese österreichischen Weine zurückzunehmen und dafür entsprechende deutsche Qualitäten zu liefern. Dies war ein gewaltiges Minusgeschäft natürlich, und die Firma kam dadurch in große Schwierigkeiten, sie stand am Rande des Bankrotts."

Das Schicksal Pieroths soll uns hier nicht weiter rühren, aber es kam ja nicht nur dieser Weinhändler in Verruf, sondern eine ganze Branche, auch Winzer, die ihre Weine sauber produzierten, litten unter dem größten Pansch-Skandal des Jahrhunderts und beklagten Einbußen: Das Image des deutschen Weins war kaputt.

Aber auch Ämter und Behörden gerieten ins Kreuzfeuer. So war das zuständige deutsche Ministerium bereits im April von den Kollegen in Österreich über die Panscherei unterrichtet worden, doch dauerte es bis zum 9. Juli, die Weintrinker zu informieren. Drei lange Monate, in denen der giftige Wein weiter vertrieben wurde.
  #9 (permalink)  
Alt 10.07.2008, 09:35
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Gedenktag

10.07.1985: "Rainbow Warrior" versenkt

Zitat:
Sprengsätze explodierten im Hafen der neuseeländischen Küstenstadt Auckland. Sie galten einem dort vor Anker liegenden Schiff mit dem Namen "Rainbow Warrior". Der "Regenbogenkrieger" gehörte der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Das Schiff befand sich auf einer Fahrt zum Mururoa Atoll, um dort gegen französische Atomwaffenversuche zu protestieren. Bei dem Anschlag kam der portugiesische Greenpeace-Fotograf Fernando Pereirae ums Leben. In diese illegale Aktion war der französische Geheimdienst verstrickt. Es konnte der Beweis erbracht werden, dass französiche Geheimagenten die Sprengsätze gezündet hatten. Das Bekanntwerden dieser Tatsache stürzte die Regierung in Paris in schwerste Turbulenzen.
Ereignis

10.7.1976: Explosion von Seveso


Zitat:
Am 10. Juli 1976 kam es im oberitalienischen Ort Seveso zu einer der größten Umweltkatastrophen des 20. Jahrhunderts: Durch den Austritt hochgiftigen Dioxins wurde ein 320 Hektar großes Areal verseucht. 200 Personen erlitten bei dem Unfall Vergiftungen, hunderte Menschen mussten evakuiert werden, und zahllose Tiere verendeten.

Der Inhalt der 41 Fässer ist hochgiftig. 2,2 Tonnen Erde, durchsetzt mit rund 200 Gramm TCDD, im Volksmund Dioxin genannt, tausend mal giftiger als Zyankali. Würden 200 Gramm Dioxin in eine Wasserleitung eingeführt, so reichte dies, um Millionen von Menschen zu töten.

Die Fässer stammen aus dem norditalienischen Seveso. Dort war das Dioxin entwichen bei einem verheerenden Unfall in einer Chemiefabrik.

Am 10. Juli 1976 entsteht bei der Überhitzung eines Reaktors Dioxin, durch ein defektes Ventil gelangt es ins Freie. Es gibt weder Warnsysteme noch Alarmpläne. Die Giftgaswolke breitet sich in der Umgebung aus.

Erst 27 Stunden nach dem Unfall informieren die Verantwortlichen den Bürgermeister und die Polizei. Dass es sich bei dem Gift um Dioxin handeln könnte, das wird nicht erwähnt.

Plötzlich stürzen Vögel vom Himmel und verrecken elend am Boden. Die ersten Kinder kommen mit Durchfall, Übelkeit und Hautjucken in die Krankenhäuser. Erst neun Tage später fällt erstmals das Wort Dioxin. Das Gebiet rund um die Fabrik wird abgesperrt, in der Umgebung sind insgesamt knapp 30.000 Menschen betroffen von der Giftgaswolke. 1800 Hektar Land sind verseucht, 75.000 Tiere sterben oder müssen getötet werden.

Das Erdreich des verseuchten Gebietes wird abgetragen und in zwei Wannen einbetoniert, die so groß sind wie ein Fußballstadion. Nur das Allergiftigste, nämlich der Inhalt des Reaktionsgefäßes, der wird in 41 Fässer gepackt. Die gilt es nun zu entsorgen.

Auf einem gewöhnlichen Lastwagen passieren die Fässer im September 1982 die italienisch-französische Grenze, beschriftet mit dem den Zollbeamten scheinbar unbekannten Chemiekürzel TCDD. Kein Wort von Dioxin und auch der Herkunftsort Seveso steht nicht in den Papieren. Wenig später wird die Fracht zum letzten mal gesehen, in St. Quentin, nördlich von Paris - dann verschwindet der Giftmüll spurlos.

Verantwortlich für den Transport ist der Schweizer Chemiekonzern Hoffmann - La Roche, denn das Gift stammt aus einer seiner Firmen. Doch die Schweizer beauftragen Mannesmann Italia mit der Entsorgung des brisanten Stoffes. Mannesmann stellt zwar 180.000 Mark in Rechnung, gibt den Auftrag aber an zwei andere Firmen weiter. Die heißen Vadir und Spelidec, sind nicht im Handelsregister eingetragen und bestehen jeweils aus einem Briefkasten und aus einem Mitarbeiter.

Als die Fässer verschwunden sind, fühlt sich keiner mehr verantwortlich. Hoffmann-La Roche verweist auf Mannesmann, Mannesmann verweist auf Spelidec. Angeblich nur der Besitzer des beauftragten Transportunternehmens Spelidec, ein gewisser Bernard Paringaud, weiß, wo der Giftmüll ist.

Er stellt Hoffmann-La Roche eine notariell beglaubigte Erklärung aus, demnach sei der Müll ordnungsgemäß endgelagert. Wo das Gift ist, dazu allerdings schweigt Paringaud. Schließlich wird er verhaftet, doch auch die Beugehaft bringt ihn nicht zum Reden.
  #10 (permalink)  
Alt 10.07.2008, 11:07
Benutzerbild von Dante.Alighieri
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Dante.Alighieri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Nur ein Zwischenruf (Kommentar)

Ich finde den Thread gut, denn manches ist doch schon wieder im Alzheimer-Nebel (nach 742 Jahren ) verschwunden. Weiter so!

Insbesondere die Rainbow-Warrior-Affäre und der Seweso-Unfall berühren mich, weil
a) ungerechterweise Staatsterrorismus immer glimpflicher wegkommt, als "normaler" Terrorismus. Aus der Perspektive eines Befürworters der Menschenrechte sind beide Verbrechen gleichwertig.
b) Damals schon die Profitgier der "Global Player" über die Sicherheit und Unversehrtheit von Mitarbeitern und Anrainern ging.

Eigentlich müsste in der Reihe zu Seweso auch Bophal (oder Link) genannt werden. Ich hoffe, am 3. Dezember wirst Du an diesen Unfall von 1984 erinnern, der nach Seweso nicht hätte sein müssen, wenn die sogenannten "Verantwortlichen" ihren Job ordentlich gemacht hätten.

In trauerndem Gedenken
___________
 

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