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  #11 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 11:48
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Puerto de la Cruz ist zumindest über die Süd-Autobahn zu erreichen.
Die Brände sind oberhalb von Santiago del Teide bis in den Wald von Guia de Isora, im Teno-Gebirge (Masca ist auch evakuiert). Die Landstraße oberhalb von Tamaimo über den Erjos Pass ist genauso gesperrt wie die Straße nach Masca/Buenavista del Norte.
Heiße Grüße vom Restaurant "El Guanche" (in der alten Schule, Masca) :-(











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  #12 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 11:50
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Da hat sicher wieder einer ?rumgefackelt.
Was in den wunderschönen Wäldern jetzt verkohlt schafft evtl. wieder neuen Platz zum Bauen.
Korrupt.
Traurig, wie dumm manche Menschen (oder auch die Mehrheit?) ist...
Wollen wir hoffen, dass der Schaden nicht all zu groß wird!

Dennoch Grüße an alle Forianer!
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  #13 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 13:12
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Zitat:
Wo genau brennt es denn gerade?
Hier: http://maps.google.es/maps/ms?ie=UTF...,1.035461&z=10[addsig]
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Pensador_XL
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  #14 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 13:52
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liebe community,

wie ihr unserer letzen meldung entnehmen könnt, ist es uns derzeit nicht möglich, auf unserer website über die waldbrände auf teneriffa zu berichten.

wir bedanken uns sehr für eure zahlreichen beiträge und fotos, die die derzeitige lage vor ort dokumentieren, und möchten euch bitten, eure berichterstattung - soweit möglich - aufrecht zu erhalten.

vielen dank!
tim

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  #15 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 14:30
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Zitat von Pensador_XL
Zitat:
Wo genau brennt es denn gerade?
Hier: http://maps.google.es/maps/ms?ie=UTF...,1.035461&z=10
nicht mehr aktuell: MASCA BRENNT![addsig]
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  #16 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 14:54
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INFERNO IM PARADIES (1992)

Wenn einer Familie aus Masca ausnahmsweise etwas Gutes widerfährt, ist dies immer darauf zurückzuführen, dass die Frau des Hauses vor der Lösung eines Problems die Dorfheilige in der Kapelle um Hilfe anflehte. Damit verbunden ist dann immer eine ?Promesa? (Versprechen) für irgendeine katholische Dienstleistung, mit der man etwas Gutes tun will, z.B. hundert Rosenkränze beten, ein Jahr lang die Kirche und den Altar mit Blumen schmücken oder eine Dankesprozession durchs Dorf veranstalten, damit jeder sieht, dass man seine Versprechen hält. Dazu wird dann eine Blaskapelle engagiert, der Pfarrer aus Santiago del Teide kommt gegen Entgelt den Berg heruntergeku-gelt und außerdem müssen mindestens zwei Männer aus dem Dorf engagiert werden, die vor der Prozession herlaufen, um durch das ständige Abschießen von Knallkörpern die Aufmerksamkeit des ganzen Dorfes (das sowieso schon Bescheid weiß) zu erwecken. Dieser unsägliche fromme Krach lässt Katzen flüchten, Hunde bellen und Touris-ten erschrocken zusammenfahren, weil sie im ersten Moment denken, irgendein Vulkan sei plötzlich ausgebrochen. Doch das kann ja eigentlich gar nicht sein, denn der Reise-leiter im Hotel hat beim Begrüßungssekt nichts davon erwähnt.

Der extrem heiße Sommer des Jahres 1992 ging langsam zu Ende. Es war Mitte Sep-tember und seit mehr als zwei Wochen blies ein heißer Wüstenwind von der Sahara bis ins ausgedörrte Tal von Masca, in dem nicht mehr die Farbe Grün, sondern schmutzig-braun vorherrschte.

Es war nachmittags gegen vier Uhr, der heiße Wind brauste über unsere Terrasse und hatte längst alle Besucher in die Flucht getrieben, als wir die ersten Böllerschüsse hörten. Auch die Misstöne einer Blechkapelle trug der heulende Wind an unser Ohr. Tatsächlich setzte sich von der Kapelle oben am Dorfplatz eine Prozession in Richtung des etwas weiter entfernten Ortsteils, genannt ?Lomo?, in Bewegung.

Vorneweg der fettleibige ?Don Camillo?, der mit beiden Händen seinen breitkrempigen Hut festhalten musste. Ihm folgten die Träger der Holzpuppe, die heute Ausgang hatte, begleitet von den beiden stolzen Hauptpersonen, denen man die verantwortungsvolle Aufgabe des Abschießens von Böllern übertragen hatte. Wie wenig verantwortungsvoll diese beiden Pyromanen handelten, sollte sich in aller Kürze auf tragische Art und Wei-se herausstellen.

Zwischen unserem mittleren Teil des Dorfes, der die Dorfkapelle beherbergt und jenem ?Lomo? am jenseitigen Berghang führt der mit Kopfstein gepflasterte Verbindungsweg vorbei an aufgelassenen Feldern, die sich terrassiert bis hinab in die tiefe Schlucht ziehen. Da die Grenzen der Fincas schon von den Altvorderen mit wunderschönen Palmen gekennzeichnet wurden und diese auch als willkommene Schattenspender bei der Feldarbeit dienten, gab es auf dieser Seite des Tales besonders viele ?Phoenix Canariensis?, die traurig und durstig ihre Wedel hängen ließen und einen armseligen Anblick boten. Geradeso, als ahnten sie bereits, welches Inferno sie heute noch erwartete.

Es dauerte nur wenige Minuten, bis der erste feine Rauch aus dem Tal heraufstieg, denn die herabfallenden glühenden Reste der Böllerschüsse waren bereits auf bestem Zunder gelandet. Der starke Fallwind verblies das erste schüchterne Rauchfähnlein, um plötzlich einen ersten Flammenherd auflodern zu lassen. An anderer Stelle erschien ein wei-terer Flammenherd, doch die beiden mutigen Kerle schossen zu Ehren ihrer kalten Jungfrau immer mehr die Welt in Brand.

Der heiße Wind hob die verbrannten, aber immer noch glühenden Blätter, Grashalme und Pflanzenstängel auf, um sie immer weiter hinab ins Barranco zu tragen, wo sie wieder neue Brandherde entfachten. Als schließlich die erste Palme in einem Feuerball explodierte, löste sich die Prozession endlich in Chaos auf und man rannte kopflos zur Kirche zurück.

Um die folgenden tragischen Szenen zu verstehen, muss man wissen, dass die kanarischen Palmen mit ihren seitlich herabhängenden Wedeln offene Trichter bilden, in die die unzähligen glühenden Partikel von oben hineinfallen. Der Boden des Trichters ist das Palmherz, bedeckt und geschützt durch trockene Palmfasern, die ein undurchdringliches Knäuel bilden. Ideales Brennmaterial, das nur auf Temperatur gebracht werden muss. Die dort angekommenen glühenden Pflanzenreste entfachen zunächst eine vor sich hinglimmende kleine Glut, die ständig wächst. Kommt dann ein heftiger Windstoss, der viel Sauerstoff in den Glutherd bläst, so zerreist die plötzliche Ausdehnung des entstandenen offenen Feuers den Kern der Palme in einer heftigen Explosion. Brennende Palmwedel werden abgerissen und in die Umgebung geschleudert, wo sie weiter Brandherde bilden. Wie aus einem Kamin steigt eine Feuersäule aus dem explodierten Herz der Palme gen Himmel und schleudert weitere Tausende von glühenden Partikeln in umstehende Artgenossen, und das Spiel wiederholt sich so lange, bis alle Palmen und Felder in Flammen stehen.

Zwischen dem Feuer in der Schlucht und der Terrasse unseres Restaurants befindet sich der ?Lomito?, ein Bergrücken, der den Hauptweg des Dorfes trägt und die Schlucht zerteilt. Von unse-rer Terrasse aus schauen wir also zunächst in ?unseren Teil? der Schlucht hinab, dann auf den ?Lomito? mit dem früher erwähnten ?Machu Picchu? von Masca. Hinter dem Lomito, dessen Oberkante genauso hoch liegt wie unsere Terrasse, befand sich nun das Feuer im dortigen Teil des ?Barrancos?. Zunächst sahen wir von unserer Seite aus nur Rauch, dann glühende Partikel und nach circa 15 Minuten auch erste Flammen aufstei-gen. Die Flammen krochen trotz des starken Fallwindes ganz langsam den Berghang hinauf, dem Dorf entgegen.

Thomas, mein Assistent, schnappte sich unseren Gartenschlauch und begann die hinter unserer neuen Terrasse stehenden Palmen nass zu machen. Außerdem warfen wir eine erheblich Menge Bausand in das Herz der Palmen, sodass sich dort ein feuchter Matsch bildete. Während Thomas begann, die Hausdächer zu besprengen, packte ich wichtige Dokumente und unser Barvermögen in einen Koffer und schickte Maria mit den beiden Kindern und dem Koffer hinauf auf die Landstrasse, die vom Feuer am weitesten entfernt war. Dort hatten sich schon alle frommen Feuerleger versammelt und diskutierten heftig über die beginnende Katastrophe.

Man hatte sogar schon telefonisch irgendeine Feuerwehr angefordert, doch man wusste auch, dass es weder in Buenavista noch in Santiago del Teide eine schlagkräftige Feuerwehr gab. Also verlegte man sich zunächst aufs beten. Das Feuer im jenseitigen Talkessel wurde immer höher. Obwohl es mindestens 100 Meter unter der Oberkante des ?Lomitos? wütete, konnten wir jetzt schon Flammen emporschlagen sehen.

Der Blick von unserer Terrasse wird begrenzt von einer Felswand, die 900 Meter über dem Meeresspiegel und somit 350 Meter das Dorf überragt. Vor dieser Wand sahen wir nun die Flammen immer höher wachsen, bis sie schließlich die gesamte Felswand in flirrender Hitze, schmutzigem Rauch und glühenden hoch geschleuderten Partikeln ver-schwinden ließen.

Jedes Mal, wenn eine Palme auf dem Grunde der Schlucht explodierte schrieen die hys-terischen Flüchtlinge, die auf der Landstrasse immer mehr wurden, gellend auf. Thomas und ich waren scheinbar die einzigen Anwesenden im Dorf. Jetzt bemerkten wir, dass das Feuer auch von unserer Seite Luft anzog, um die Flammen zu ernähren. Mit einem Kloß im Hals beobachteten wir, wie die herabsegelnden Glühpartikel in eine einzelne riesige Palme geweht wurden, die genau gegenüber unserem Standort auf dem ?Lomito? wuchs. Sie würde es fertig bringen, auch den unter uns liegenden Teil der geteilten Schlucht in Brand zu setzen.

Es dauerte keine fünf Minuten, als es die Palme in einer lauten Feuer speienden Explosion zerriss. Wie ein Vulkan schleuderte sie noch mehr glühende Teilchen in den über sie hinwegbrausenden Fallwind, der hinein in unsere Schlucht toste und dort die in Todessehnsucht weit geöffneten Arme der verfluchten Palmen mit Glut bestreute. Noch heute habe ich den entsetzten Aufschrei der auf der Landstrasse auf ein Wunder wartenden und vor Angst zitternden Schaulustigen im Ohr. Im gleichen Moment hatten die Flammen aus dem jenseitigen Teil des Tales den Oberrand des Rückens erreicht.

Dort stand das Haus mit der Bar von Saschas Patentante. Das Haus selbst bot dem Feuer keine Nahrung, denn es war ein hässlicher Betonklotz mit eisernen Fensterrahmen und ohne Ziegeldach. Doch der Mandelbaum neben dem Haus ging knisternd in Flammen auf und der daneben stehende Holzschuppen brannte ab.

Erst jetzt besannen sich die geflüchteten Bewohner eines Besseren. Sie stürzten von der sicheren Strasse hinab und versuchten vergebens, den Holzschuppen zu retten. Das an-grenzende Nebengebäude konnten sie aber gerade noch vor den hoch leckenden Flam-men verteidigen, indem sie es mit Wasser begossen. Das Feuer wütete jetzt schon seit zwei Stunden. Die jenseitige Flammenwand wurde kleiner und verschwand unterhalb unseres Blickwinkels, wahrscheinlich waren dort inzwischen alle Palmen explodiert und das Feuer fand immer weniger Nahrung, weshalb es auch keine Kraft mehr hatte, gegen den Wind hinauf ins ?Lomo?-Dorf zu klettern.

Nun begann der Feuersturm auf unserer Seite und unser aus ölhaltigen tropischen Höl-zern gebauter Gastraum war sicherlich die beste Nahrung für die näher rückende Flammenwand. Wir bewachten jetzt das dem Feuer am nächsten gelegene Gebäude. Würden wir in Flammen aufgehen, so könnte das Feuer ganz leicht auch auf die über uns ziemlich nahe gelegenen Nachbarhäuser springen.

Die Luft wurde unerträglich heiß. Wir banden uns feuchte Tücher vor Mund und Nase und bespritzten uns gegenseitig mit Wasser aus dem Gartenschlauch. Die feuergeilen Palmentrichter hatten wir mit Schlamm präpariert und das immer heißer werdende Dach des Wirtschaftsgebäudes sowie die hölzernen Wände des neuen Anbaus ordentlich mit Wasser getränkt. Thomas schwenkte ohne Unterlass den Gartenschlauch und ich die Sand gefüllte Schaufel. Selbst zwei Feuerlöscher waren bereit, um das Schlimmste abzuwenden. Kühles Flaschenbier hielt unseren körperlichen Feuchtigkeitshaushalt auf-recht und unsere Stimmung war besorgt aber nicht panisch. Die ersten glühenden Parti-kel landeten in unseren matschigen Palmen - und erloschen.

Wie zwei Indianer führten wir einen Freudentanz gegen den Gott des Feuers auf. Doch noch war die Schlacht nicht gewonnen. Die ersten Flammen hatten sich bereits den Hang herauf gefressen und die Büsche unterhalb unserer renovierten Gartenmauern brannten lichterloh. Thomas und ich fühlten uns wie auf einer umzingelten Burg im Mittelalter, um die der Feind Feuer legte. Doch unsere Festungsmauern hielten das Schlimmste ab und Gartenschlauch und fliegender feuchter Bausand taten das ihre.

Das Feuer zog unterhalb unseres Verteidigungsringes vorbei. Am Grunde unseres Teiles der Schlucht stand ein dichter Wald von Schilfgras, dem Golgatha der jungen Nachbarhunde. Der brannte jetzt lichterloh und somit näherten sich die Flammen dem Garten und Haus der ?Zaunlatten-Nachbarin?. Dort sahen wir jetzt, wie die beiden alarmierten Söhne herbeistürzten und mit Wasser und Decken das heraufleckende Feuer von ihrer Terrasse aus bekämpften.

Zwei Palmen und der unterhalb gelegene Geräteschuppen brannten ab. Die Palmen warfen ihre Glut hinauf in die Palmen unserer geliebten Konkurrenz. Dort kämpfte unser ?Stiletto-Luis? auf einsamem Posten. Auch hinter uns am Hang fraß sich das Feuer einen Weg an uns vorbei und wütete dort in der Ruine eines unbewohnten Hauses. Doch von dort aus konnte es nicht mehr für uns gefährlich werden.

Ein Maultier war im Garten des nächsten Hauses, dessen Bewohner schreiend und klagend weiter oben auf der Landstrasse standen, angepflockt. Die Flammen versengten Haare und Haut an den Beinen des armen Tieres, dem niemand zu Hilfe eilte. Eine ganze schmerzvolle Woche später sollte das arme Maultier an den erlittenen Verbrennungen sterben, weil seine Besitzer zu geizig waren, eine Behandlung durch einen Tierarzt zu bezahlen. Keine Spur von Mitleid, denn man brauchte das Tier sowieso nicht mehr!

Nach vier Stunden erfolgreicher Feuerwache und einigen Bierchen sahen Thomas und ich in der fortgeschrittenen Dämmerung plötzlich einige junge Feuerwehrleute durch unseren Hintereingang atemlos und aufgeregt herabstolpern. Sie rollten dicke Feuerwehrschläuche aus und erkundigten sich, wo sie zuerst löschen sollten. Sie hatten fast vier Stunden gebraucht, um mit ihrem Löschfahrzeug von Granadilla im Süden Teneri-fes bis nach Masca zu gelangen. Keiner von ihnen war jemals zuvor in Masca gewesen und keiner von ihnen hatte bisher eine solch gewaltige Feuersbrunst erlebt.

Wir boten ihnen ein paar kühle Bierchen an, beruhigten sie, denn das Schlimmste war schon überstanden. Der starke Wind hatte sich mit dem Einbruch der Nacht gelegt und von unserer neuen Terrasse aus konnten wir den Jungs zeigen, wo noch Not am Mann war. Maria kam mit den Kindern zurück. Sie hatte natürlich Höllenängste ausgestanden, als sie sah, wie das Feuermeer auf unser Restaurant zuraste. Sie zitterte immer noch am ganzen Körper und versorgte zunächst die Kinder. Anschließend legte sie sich auf aufs Bett, doch an Schlaf war nicht zu denken. Die Feuerwehrmänner stolperten nicht gerade leise unter uns durch die Schlucht, um immer wieder aufflackernde Brandherde zu löschen.

Thomas und ich bewachten unsere nähere Umgebung bis gegen 4 Uhr morgens, um dann auch ein paar Stunden erschöpft, aber zufrieden zu ruhen. Die ständigen Zurufe der Feuerwehr begleiteten uns in den Schlaf.

Am nächsten Morgen betrachteten wir das ganze Ausmaß der Brandkatastrophe. Beide Teile der Schlucht waren völlig ausgebrannt. Schwarze Palmstämme ohne Blätter, durch die Hitze verbogene Wasserleitungen zu den ehemaligen Feldern und schwarz-grau-weiße Flugasche überall, ließen die mehrere hundert Meter hohe Feuersbrunst und ihre Gluthitze nur erahnen. Sogar der ach-so-besorgte OB von Buenavista näherte sich mit seinem sensationsgeilen Stadtrat ganz vorsichtig der Stätte des Grauens. Er schüttelte Hände und sprach Trost aus. Besonders beeindruckte ihn unser Einsatz und Mut. Wir erklärten ihm sehr höflich, dass es sich nicht um Mut, sondern um Existenzangst und Verzweiflung gehandelt habe, an der er wohl die Hauptschuld trage. Denn im ganzen Dorf gab es keinen einzigen Wasserhydranten, dafür aber eine zweite nutzlose Wasserleitung ohne Funktion. Der Aufbau einer freiwilligen Feuerwehr für Buenavista und die eingemeindeten Dörfer wäre wohl auch schon seit Jahren überfällig Selbst ein paar Mann Berufsfeuerwehr könnten als ABM-Maßnahme nichts schaden, schließlich verfüge Buenavista über die prozentual höchste Arbeitslosenquote auf der gesamten Insel.

Der ?illustre? Stadtrat hörte mit offenem Mund, was die beiden ?Quadratköpfe? so von sich zu geben wagten. Man nickte die unangenehmen Vorschläge ab und verschwand zum nächsten zu tröstenden Nachbarn.

Bis heute wurde kein einziger Wasserhydrant installiert, obwohl sich nur zwei Jahre später ein weiteres Großfeuer von den Feldern in Richtung Dorf näherte. Dieses Mal dauerte es nur eine knappe Stunde, bis die Feuerwehr aus Santiago del Teide zur Stelle war und das Feuer löschte. Aus Buenavista kam erwartungsgemäß wieder keinerlei Hilfe mangels Feuerwehr. Die beiden Feuersbrünste hatten allerdings etwas Gutes nach Masca gebracht: unsägliche Angst der ?Masqueros? vor Feuer und damit erste Vorsichtsmassnahmen, wie das regelmäßige Ausputzen der trockenen Palmwedel, Gartenfeuer nur noch bei Regenwetter und die Verlegung des unnützen Kirmes-Feuerwerks hinauf auf einen kahlen Berghang, weit außerhalb des Dorfes.
Und heute: 31.7.07? Masca ist abgebrannt? Warum? Siehe oben!!! :-(
P.S. Soeben offeriert der Cabildo EUR 2.500 pro Familie. Danke, dafür können wir uns besimmt ein neues Restaurant bauen!!!
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  #17 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 14:58
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Letzte offizielle Meldung vom Cabildo de Tenerife:

Das Cabildo von Teneriffa hat seit Gestern einige Straßen gesperrt wegen des Feuers im Norden und Westen der Insel. Es handelt sich um die Straßen welche direkt durch die betroffenen Zonen führen. Die Durchfahrt wäre zu gefährlich. Die Guardia Civil regelt die Sperrung.

Betroffenen Straßen sind: TF 38 (Boca de Tauce ? Chio), TF 344 (Icod el Alto-La GUancha), TF 375 (Santiago el Teide ? Chio por Arguayo) TF373 (Icod-Santiag del Teide), TF 82 (15+300-32+500), TF 345 und TF 436 (MAsca-Buenavista).
Die Straßen bleiben für den Verkehr geschlossen, bis nicht die Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden.

BRANDGEBIET:


Beginn Feuer, gestern 30. vormittags, gegend von Los cambeches bei Icod del Alto, Norden Teneriffas, gehört zur Gemeinde Los Realejos.

Der Radius des Feuers 62,8 km. Radius größer als bei feuer das 1983 auf insel war.

Feuer betrifft Gemeinden Los Realejos, San Juan de la Rambla, La Guancha, Icod de los Vinos, Garrachico, el Tanque, Los Silos, Buenavista del Norte, Guia de Isora und Santiago del Teide.

Tiefste Teil in Gemeinden von Garrachico, el Tanque, Santiago del Teide und ein Teil von Icod de los Vinos obwohl das Feuer in den meisten Gebieten unter Kontrolle ist.

Laut Inselpresident befinden sich die meisten Kräfte zur Feuerbekämpfung in den Gebieten von El Tanque und Garrachico und in den Ausläufern des Masca Gebirges und in der Gemeinde Buenavista del Norte, um zu vermeiden dass das Feuer sich im Gebiet von Monte del Agua ausbreitet (großes Loorberreservat).

Im Osten, am ?Schwanz? des Feuers wurde gestern ein Gegenfeuer entzündet, dass verhindert hat, dass das Feuer bis Valle de la Orotva geht. Im Westen ist das Feuer ebenfalls unter Kontrolle.

Im Süden zum Parque nacional del Teide stirbt das Feuer ab, da das Feuer dort wenig Nahrung findet.

An der Nordgrenze des Feuerswurde der Teil von Icod el Alto gesichert, San Juan de la Rambla und teile von La Guancha und die wichtigsten Probleme konzentrieren sich in

Die Umweltministerin, Christina Narbona, die bis heute Vormittag auf Gran Canaria war, kam nachmittags nach Teneriffa um eine Versammlung mit President des Gobiernos , Paulino Revero und mit dem Cabildo Ricardo Melchior einzuberfufen um eine erste Auswertung des Feuerschadens zu bestimmen. 15 Uhr ist Versammlung,.

Im Laufe der Nacht wurden aus Ihren Häusern 4150 Leute evakuiert, 300 von ihnen in icod de los Vinos, 1.000 in Santiago del Teide, weeitere en El Tanque, 1.600 in Guía de Isora, 100 in Buenavista del Norte und 150 in Garchico.

Der Präsident vom Cabildo von Teneriffa aktivierte um 4.00 h Insel-Notfallplan bei dem die Zusammenarbeit aller Hilfskräfte logistisch koordiniert wird.

Obwohl die Evakuieren von den jeweiligen Gemeindenvorgenommen werden.

Melchior informiert, dass das Feuer bisher keine Personenschäden verursacht hat und bisher noch kein Haus abgebrannt ist, dies ist auf anderen Insel jedoch bereits geschehen.


Circa 300 Personen, 34 Fahrzeuge, 5 Helikopter (4 vom Gobierno de Canarias) und einer vom Cabildo und ein Löschflugzeug vom Umweltministerium sind im Einsatz.

Außerdem ist eine Einheit vom Katastrophenschutz vom Militär im Einsatz. Man erwartet eine Forstbrigade von El Hierro.

Diesen Nachmittag werden 2 weitere Löschflugzeuge erwartet und weitere Helikopter vom Umweltministerium.

Ebenfalls sind Einheiten derFeuerwehr Teneriffa, Nationalpark Teide und staatliche Sicherheitskräfte sowie die Lokalpolizei der betroffenen Gemeinden. .

Info von Pressekonferenz Inselpresident Ricardo Melchior

Feuer betrifft 13695 hektar mit Pinien ? obwohl nicht alles komplett abgebrannt.
Ungefähr 20% der betroffenen Fläche laut Melchior zerstört
4200 Personen evakuiert
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  #18 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 14:58
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MASCA BRENNT ???????????????? Bis ins DORF Masca ?????????????????[addsig]
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  #19 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 15:28
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foenig - hab grad gelesen familien bekommen 3000 euro - [addsig]
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  #20 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 15:38
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Danke, Michaela, Da können wir uns ja 2 neue Restaurants leisten!
Ja, Anke, Masca brennt zum 3. Mal seit 1986 (siehe oben). Die Bewohner wurden heute Morgen 4 Uhr evakuiert, damit das Feuer nicht gestört wird, denn
der Cabildo will sowieso die Straße nach Masca für den Privatverkehr total sperren, sodaß dann alle Touristen, und wirklich ALLE endlich und ausschließlich die Busse des Cabildo benutzen, um nach Masca zu kommen. Also nicht nur Eintritt ins Barranco sondern die totale Absahne, unterstützt von den Lokal- (Kneipen-) Politikern des Ayuntamiento Buenavista del Norte. Die beste Gelegenheit also, die lästigen Einwohner von Masca los zu werden. :-(
Feurige Grüße aus dem geschwärzten Masca-Tal.
foenig [addsig]
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