Momentan ist die medienwirksame Diskussion um den Hafen-Neubau
Granadilla etwas abgeflacht. Die Seegraswiesen wiegen ruhig vor sich hin, ein nicht kleiner Teil vorgeblicher Umweltschützer hat seine Ziele momentan erreicht, nämlich den Weiterbau des Hafens zu bremsen, teuerer zu machen, das Ergebnis und vor allem jegliche Zeitplanung und Einbeziehung in eine dringend nötige Verbessserung der süd-insularen Infrastruktur unsicherer zu machen. Ich möchte nicht wissen, wie viele dieser frischgebackenen Berufs-Bedenkenträger so wie die Taxistas ihre Motoren laufen lassen bei längeren Stopps, ungebremst Energie bei all dem verblasen, was ihnen selbst halt so in den persönlichen Lebensbequemlichkeits-Kram passt.
Genug der langen Vorrede. Es gibt tausende von kleineren Dingen, mit denen man real existierende Umweltbelastung reduzieren oder vermeiden oder beseitigen kann - die Entsorgung von jahrelang öffentlich deponierten Schrottfahrzeugen z.B. Das kann manchmal auch richtig ins Geld gehen, wenn die Vehikel richtig groß sind, aber dann lässt sich der Verursacher des Umweltfrevels immer zweifelsfrei zuordnen und zur finanziellen Verantwortung bitten.
Viele von Euch kennen den Bauernmarkt in Las Chafiras und die meisten werden sich schon gewundert oder geärgert haben über die ausgebeinten, alles noch irgendwie brauchbaren beraubten Busruinen von Teide-Bus gegenüber des Bauernmarktes. Jahrelang stehen sie schon dort, immer mehr skelettiert. Nun endlich, gestern, wurden sie entfernt.
Nachdem der Schwerlast-Abschlepper nun schon so schön in Übung ist, könnte er auch gleich in
Adeje am
Punto Limpio ("Kreuz des Südens") vorbeifahren und dort die seit Jahren vor sich hin gammelnden
TITSA-Busse und das eigentlich restaurierungswürdige historische Löschfahrzeug der
Bomberos Voluntarios de
Adeje an den Haken nehmen.
Ich habe in den Bussen nachgesehen - Fahrer oder Fahrgäste resp. Skelette derselben sind nicht drin, man hat sie scheinbar rechtzeitig anderweitig weitertransportiert. Aber die Ruinen stehen seit Jahren - illegal selbstverständlich.
Ich werde den Sachverhalt mal an die hochsensiblen Umweltschützer von "No al Puerto" weitergeben. Mal sehen, ob das gegenüber den Seegraswiesen bestehen kann - der konkrete, schnell erreichbare Nutzen für die Umwelt wäre m.E. wert, sich zu engagieren.