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Alt 03.01.2007, 12:52
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RadioMegawelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Oder sollten wir die Natur nicht einfach mal so lassen wie sie ist und uns damit arrangieren?

Auf Teneriffa werden Grundstücke, die in den Gebieten des geplanten Autobahnrings liegen enteignet. Das hat die Inselregierung gestern in einer entsprechenden Verfügung bekannt gegeben. Betroffen sind Grundstücke ab Ende der Autobahn TF-1 im Süd-Westen bis ins La Orotava Tal. Nach Aussagen eines Regierungssprechers ist dies die einzige Möglichkeit den Autobahnring zu schließen. Eigentümer haben nun nach spanischem Gesetz zwei Monate Zeit, gegen die Enteignung Einspruch einzulegen. Von Regierungsseite wird jedoch nicht mit großen Verzögerungen gerechnet, die Abfindungen seien sehr großzügig berechnet. Die Arbeiten sollen nach Ablauf der gesetzlichen Frist von 2 Monaten noch im ersten Halbjahr 2007 beginnen.
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Alt 03.01.2007, 13:12
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hab's ja schon mal geschrieben: ich halte den Autobahnring auf TF für so wichtig wie 'ne dritte Brust an einer Frau.
Aber das sieht ein nicht unerheblicher Teil der Insulaner natürlich anders. Die Bewohner von Icod oder Los Silos oder Buenavista, die täglich per Auto oder TITSA nach Las Américas schaukeln (3 Std. Wegezeit) wollen das Ding haben auf Teufel komm' raus. Das Baugewerbe (die leisen "ganz großen" der Inselzaren) finden's auch nett wg. schöner Aufträge - schau Dir z.B. die Transportbetonfirma Olican an, deren Chef verdient mtl. sicher mehr als Megawelle im Jahr umsetzt. Das Cabildo wäre auch todtraurig, die vielen schönen EU-Subventionen sausen zu lassen (Infrastruktur-Förderung in extremen Randlagen), die Kostenkalkulation wurde vorher schon so aufgebläht, daß tatsächlich wohl das gesamte Projekt aus den Subventionen realisiert werden kann.
UND WO BLEIBT DIE UMWELT UND DAS BISLANG UNZERSTÖRTE WUNDERSCHÖNE ECKERL IM ÄUSSERSTEN NORDWESTEN?
Naja, das geht halt vor die Hunde, aber für Umwelt und deren Schutz hat sich auf TF noch nie jemand besonders interessiert.

Ein positiver Aspekt der besseren Verkehrsanbindung ist allerdings schon zu sehen: die schleichende Entvölkerung des Nordwestens hört wahrscheinlich auf. Wer die Statistiken der letzten Jahrzehnte verfolgt hat, weiß, daß die Ayuntamientos des Nordwestens die einzigen sind (und Vilaflor natürlich), wo die EW-Zahlen konstant zurück gingen, einem extrem anderen Trend im Rest der Insel zu Trotz. Aber das hätte man mit etwas feinfühligeren Maßnahmen und einer allgemeinen Verbesserung der Infrastruktur auch erreichen können.
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  #3 (permalink)  
Alt 04.01.2007, 08:42
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pacrusher befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Mir ist dieser letzte Abschnitt des Autobahnrings schon ein Dorn im Auge. Zum einen weil ich nicht glaube, das er das Verkehrsproblem loesen wird, zum anderen weil das letzte Stueck fast unberuehrter Natur zerstoert wird. Den Verkehrskollaps den ich hier regelmaessig erlebe, der liegt doch nicht an zuwenig Straßen oder feh´lender Autobahn. Bestes Beispiel fuer mich Tag täglich die Ausfahrt Guaza von Los Cristianos kommend im Feierabendverkehr: Ein Kreisel rund 50 Meter hinter der Autobahnausfahrt führt zwangsläufig zum Stau. Für mich sind mehr Straßén keine Lösung für das Verkehrsproblem. Vielmehr sollte man sich mal Gedanken machen ob Kreisverkehre an jeder Ecke so sinnvoll sind. Ein Verkehrsleitsystem wäre meiner Meinung nach schon eine Lösung. Ampeln mit Sensoren die 2-5 km vorher das Verkehrsaufkommen messen und dementsprechend schalten. Ein weiteres Problem führt aber ständig auf den Autobahnen zu zähfliessendem Verkehr oder zum Stau. Das nahe Auffahren und der fehlende Respekt vor der linken Spur. Ist euch schonmal aufgefallen das die linke Spur eigentlich nie frei ist. Wie magnetisch angezogen fühlen sich die Canarios von dieser, eigentlich als Überholspur eingerichteten Fahrbahn. Ein wechseln wird erst ermöglicht wenn man beim Vordermann fast auf der Stoßstange sitzt und wie wild blinkt. Da kann doch kein Verkehrsfluß zustande kommen. Ich bin für drastische und nachhaltige Autobahnkontrollen und ein Verkehrsleitsystem. Die Baukosten des letztenAbschnitts reichen doch leicht dafür aus in dieser Bereiche zu investieren.
__________________
Wer nicht vom Weg abkommt bleibt auf der Strecke
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  #4 (permalink)  
Alt 22.05.2007, 16:58
Benutzerbild von sanmiguel
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sanmiguel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Was nützt der schönste Autobahnring, wenn man nur drauf rumsteht?
Am Wochenende hat "El Día" die Ergebnisse einer kürzlich stattgefundenen Verkehrszählung gemeldet. Demnach fahren an einem durchschnittlichen Wochentag 118.000 Fahrzeuge (täglich) auf der Autobahn bei Ofra Richtung Santa Cruz /Süden und sogar 122.000 Autos wurden bei Anaza in Richtung Santa Cruz vom Süden her gezählt (vor der Abzweigung zur Nordautobahn).

Das zeigt ganz deutlich, daß es ein hohes Maß an gleichartigen (Zeitpunkt, Abfahrts- und Zielort) Beförderungs-Notwendigkeiten gibt, also die beste Ausgangslage für Fahrgemeinschaften bzw. öffentlichen Personenverkehr.

Das autogerechte Teneriffa ist nicht möglich, wenn man noch ein bißl was von der Natur hier über lassen will, auch müssen die Autos ja irgendwo parken, wenn sie angekommen sind. Freiwillig wechselt niemand von der bankfinanzierten Prachtkarrosse auf's öffentliche Verkehrsmittel, also geht's nur mit Zwang - und einem besseren, dichteren Angebot an öffentlichem Personen-Nahverkehr. Die Einfahrt in die Stadt Santa Cruz sollte, ebenso wie die von Puerto de la Cruz, Los Cristianos, Las Américas gesperrt bzw. gebührenpflichtig werden, nur damit wird wirksamer Druck auf die Autofahrer ausgeübt. [addsig]
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