Was gefällt Euch, was stört Euch am Alltagsleben auf Teneriffa?
Wahrscheinlich geht dieses Thema total "in die Hose", weil jeder Forumsteilnehmer sich breitbandig wohl fühlt mit allem, was er hier erlebt... ICH NICHT, was mich aber nicht dran hindert, gern und bewußt und engagiert hier zu sein. Also dann mal los!
Mögliche Aspekte, nur so zur Anregung:
Die Banken hier: langsam, unzuverlässig, aber dafür teuer...
Brot aus spanischen Bäckereien: heul, schluchtz...
TITSA: da sag' ich gar nichts mehr, wer Kunde ist, weiß warum...
das Wetter: völlig ungefährliches Thema, man kann keinen Canario dafür verantwortlich machen...
Umgang mit Müll: "Müll, was ist das"?
Energieverbrauch: "bei uns kommt der Strom aus der Steckdose..."
und 200 Themen mehr, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
titsa da auf dem foto biste doch mit dem roten ferrari¿??? ja ich hab auch was zu beklagen
warum muss ich arbeiten gehen und geld verdienen wenn doch der schoene strand lockt. seufz. ansonsten bin ich zufrieden und gluecklich. :-) ;-)
Nö, Santana, ich will mich nicht mit fremden Ferrari's schmücken, aber er stand einfach so rum und wartete auf einen "Besitzer". Und, im Hinblick auf einige meiner "zartfühlenden" Beiträge, dürfte dieses Fahrzeug gut zu mir passen. Im wahren Leben bin ich aber gaaanz lieb :roll:
Sei froh, daß Du arbeiten musst bzw. darfst. Erstens gewinnst Du Unabhängigkeit, zweitens langweilst Du Dich nicht zu Tode. Du kennst doch die weit verbreitete Residentenkrankheit hier - das Unterforderungs-Syndrom. Es ist eine schwere Erkrankung und nach meiner Erfahrung auch kaum heilbar...
ach du meinst den inselkoller. nee du ich hab mich noch nie zu tode gelangweit.dafuer hab ich einfach keine zeit, gibt so viel zu sehen auf der insel.
ja doch der ferrari passt zu dir. schmuck schmuck
Na, dann fang' ich doch mal an mit Positivem, was mir hier auffällt:
1. Die Ayuntamientos haben im Allgemeinen wirklich gute Freizeit- und Ferienangebote für die Jugend, zusätzlich zu den eh' schon sehr guten unterschiedlichen Betätigungs-Möglichkeiten unter freiem Himmel.
2. Sie tun auch was für ihre Senioren (Centros de Mayores, Ausflugs- und Reiseprogramme, Subventionen für vieles)
3. Sie sind wirklich gastfreundlich (zumindest dort, wo sie nicht permanentem Tourismus ausgesetzt sind).
4. Die Insel ist wunderbar vielfältig. Ich kenn' vor allem auf Teneriffa wirklich jede Kreuzung im Norden wie im Süden, aber ich seh' jeden Tag etwas Neues und Schönes.
5. Die vielen Veranstaltungen unter freiem Himmel sind toll, fast alle auch gratis!
Und bevor Ihr nun alle glaubt, ich hätte Kreide gefressen, poste ich im nächsten Beitrag einige Dinge, die mich wirklich stören und mit denen auch die Canarios sich ihr Leben unnötig schwer machen.
Das Grundproblem (oder auch der Schlüssel zum Verständnis des kanarischen Zeitbegriffes) liegt in der durchwegs falschen Übersetzung des Wortes "mañana". Man glaubt ja meist, es hieße "morgen", aber wenn man stattdessen "jedenfalls nicht heute" anwenden würde, käme man der Sache schon näher.
Kleine Anekdote am Rande: in meiner Jugend war ich Ministrant in der größten Pfarrei unserer Diözese, 136 Ministranten, paramilitärisch präzise getrimmt, u.a. auf Pünktlichkeit. Wir hatten hinter dem Altar eine TN-Normalzeit-Uhr mit Sekundenzeiger und wenn dieser z.B. auf 05.15.00 h morgens sprang, ging's raus zur Messe. Gegensatz Teneriffa: ich besuchte die Christmette 2002 in Adeje, angekündigter Beginn 23.00 h, war ein bißchen früher dort, um beim erwarteten Andrang noch einen guten Platz beim Chor zu bekommen. Ätsch - außer mir nur einige Betschwestern, die Kirche um 23.00 h bestenfalls 1/3 gefüllt. Der Pfarrer kam nachsehen, ging wieder, kam wieder, kaum mehr Leute in seiner Kirche. Dann ließ er wieder läuten und läuten und läuten. Und siehe da, um 23.40 h war das Gotteshaus rappelvoll und mit "nur" 40 min Verspätung konnte die Christmette beginnen. Ich mit meiner Vorerfahrung aus 10 Jahren katholischer Gottesdienste in Deutschland war schwer beeindruckt....
Wahrscheinlich hätte der Regensburger Bischof unseren Pfarrer exkommuniziert, wenn der eine Christmette mit 40 Minuten Verspätung begonnen hätte.
somit kommen wir zu einen pro: halbe Stunde Verspätung liegt noch absolut in der Teneriffa-Zeit. Sehr praktisch, wenn man pünktlich zu einer Verabredung will, aber erstmal seinen Hund nachjagen muss, der den 2. High-Heel geklaut hat und der Meinung ist, der schmeckt besser als ein Knochen :lol: