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  #1 (permalink)  
Alt 13.03.2009, 16:36
Benutzerbild von Vinyl
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Registriert seit: 02.11.2008
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Vinyl befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Auditorium Magma erhält Preis

Magma Arte y Congresos in Costa Adeje wurde in der britischen Zeitschrift Business Destinations mit dem Preis zum besten Veranstaltungszentrum Südeuropas 2009 ausgezeichnet.

Pablo Gutiérrez, Direktor des Magma Arte y Congresos äußerte sich wie folgt: “Mit dieser Anerkennung und den modernen Einrichtungen, die wir haben, erreicht der Süden Teneriffas die Position, eines der wesentlichen europäischen Ziele zur Austragung jeglicher Veranstaltungen, Kongresse und Tagungen zu sein.“
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  #2 (permalink)  
Alt 13.03.2009, 16:51
Benutzerbild von Pensador_XL
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Beiträge: 4.211
Pensador_XL wird schon bald berühmt werden
Standard

Dann wird ja bald der extreme Süden der alten und neuen Hauptstadt den Rang ablaufen. Sportzentrum, Kulturzentrum, Strand, Hotels, Apartments und, und ...

Was wohl doch noch fehlt ist ein richtiges Theater, oder irre ich mich?
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  #3 (permalink)  
Alt 13.03.2009, 16:58
Benutzerbild von Vinyl
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Registriert seit: 02.11.2008
Beiträge: 535
Vinyl befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Theater gibt es hier im Süden genug
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  #4 (permalink)  
Alt 13.03.2009, 19:16
Benutzerbild von sanmiguel
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Beiträge: 3.708
sanmiguel wird schon bald berühmt werden
Standard Ein Titel ohne viel Wert

O.K., das Magma ist wirklich interessant. Ich sag' nicht, dass es schön wäre oder besonders funktionell. Aber eben interessant und vor allem endlich fertig, nachdem's mehr als ein Jahrzehnt lang den Süden als Bauruine entstellt hat.

Aber:
Teneriffa liegt einfach zu abseits, um gerade jetzt, in der Ära des allgegenwärtigen Kostenkürzens, als neu startende Tagungsdestination bei den entsprechenden Veranstaltungs-Agenturen ernsthaft in Betracht zu kommen.
Es fehlt die Infrastruktur an Dienstleistern und Dienstleistungen. Egal ob
Messebauer, sehr schnell und gut arbeitende Druckereien, Großformat-Druckereien, vielsprachige ausgebildete Messehostessen. Schnelle und damit kostensparende Logistikfirmen für den An- und Abtransport aller Exponate und des Präsentationsequipments.
AV-Präsentations- und Beschallungstechnik-Vermieter.
Dolmetscher und Dolmetsch-Anlagen.

ja, ich weiß, von all dem oben genannten ist irgendwas auf der Insel vorhanden. Aber nicht in den Dimensionen und Quantitäten, die für Kongresse in diesem Zuschnitt nötig sind.

Zudem bekommt die Branche zunehmend Gegenwind durch immer bessere interaktive Medien, Internet, Videokonferenzen - siehe auch den Niedergang sogar der etabliertesten europäischen Fachmessen wie z.B. der CeBIT.

Und wenn jemand wirklich ernsthaft informationsdichte intensive Schulungen, Messen, Präsentationen, hands-on-Seminare veranstaltet, was mietet der dann?
Richtig: eine Ostseefähre von D nach Helsinki und zurück. Weil die location selbst nicht attraktiv ist und ablenkt.
Weil die Teilnehmer nicht weglaufen können.

Die reinen "Prestige-Seminare" z.B. der Pharma-Firmen in früheren Zeiten sind heute passée.

Und drum wird, von wenigen internationalen Veranstaltungen jährlich, Magma über die insular regionale Bedeutung nicht hinaus kommen. Kürzlich hatte z.B. JohnDeere, der amerikanische Landmaschinen-Gigant, der auch Lanz gekauft hat, hier sein "annual meeting". Und im Herbst waren 4.500 russische Funktionäre von Amway hier.
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  #5 (permalink)  
Alt 13.03.2009, 20:07
Benutzerbild von Pensador_XL
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Registriert seit: 28.07.2007
Beiträge: 4.211
Pensador_XL wird schon bald berühmt werden
Böse Werterhaltung im anderen Sinn ist hier nicht üblich

Beim Lesen der Schilderung und Einschätzung von sanmiguel fiel mir ein und auf, dass viele "Innovationen" hier den Rezepten von vor 10, 20 oder 30 Jahren von Woanders entsprechen. Die Oper in Sidney und das Auditorio in Santa Cruz, beispielsweise, sowie Tagungshotels oder Messegelände. gigantomanische Häfen für keinen Schiffsverkehr und belgische Autobahnbeleuchtungen für die Kaninchen.

Mir ist noch nichts aufgefallen, was originär kanarisch und innovativ zugleich wäre. Der Rohstoff der Kanaren ist Natur und Klima. Die Natur wird systematisch oder fahrlässig zerstört, nur das Klima ficht's nicht an.

Warum eigentlich besinnen sich die Verantwortlichen nicht darauf, mit den Pfunden zu wuchern, die man hat, anstatt Andere zu imitieren. Sind sie dazu nicht in der Lage? Mit Imitaten begibt man sich in einen aussichtslosen Wettbewerb, weil die Originale Jahrzehnte Entwicklungsvorsprung haben.

Ich wäre für eine Rückkehr zur landwirtschaftlichen Eigenversorgung und systematischem Ausbau von exportierbaren Nutzpflanzen und -früchten auf dem exorbitant hohen Anteil Brachland, eine Rückkehr zum Individual-Tourismus auch auf die Gefahr hin, dass es einen "Durchhänger" im Touristenaufkommen gibt. Brachland müsste bestraft werden. Natürlich muss dafür sehr viel an der Dienstleistungsqualität und der Einstellung des einzelnen Dienstleisters verbessert werden. Häuser, Pensionen und Hotels müssten sich landschaftsgerecht aufstellen und ausstatten. Ein Hotel oder Pension vom Typus "Schuhkarton" ist wenig einladend für Menschen die die teuerste Zeit des Jahres, Urlaub, dort verbringen und gerne wohlig eingebettet sind. Damit meine ich nicht All-Inclusive in Fresssälen mit seelenloser Bedienung und Spind-Bändchen am Handgelenk. So etwas ist entwürdigend. Menschen werden in die Massentierhaltung gezwungen, werden ein Teil davon.

Landschaftsgerechte Bebauung, keine wilde Zersiedelung der knappen Landschaftresourcen, anheimelnde Baustiele statt Häuser im Legebatterieformat. Klein aber fein als Motto. Baugenehmigungen müssten nach solchen Kriterien erteilt oder verweigert werden. Der zweifellos (noch) vorhandene Liebreiz der Inseln muss systematisch entwickelt werden, sonst wird bald nicht mehr von "La Isla Amable" gesprochen werden können.

Ein Naturpark z.B. ist zur Erhaltung von Arten nützlich. Aber auch der könnte für touristischen Zwecke mitgenutzt werden, sonst ist er ein wirtschaftliches Nullum. Beispiele gibt es genügend, wie man das organisieren kann. Es muss natürlich durch Regulierung und Überwachung darauf geachtet werden, dass die Region nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn mehr sachgerechte Zuwendung an die Touristen wäre, würde das sogar die Natur schonen.

Leider ist es heute so, dass die Canarios kräftig an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. Ich hoffe die Besinnung kommt rechtzeitig.
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auditorium, erhält, magma, preis


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