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| Ich hab keine Kategorie gefunden, in der ich, auch zukünftig, diesen Titel unterbringen und weiterführen kann. Eigentlich wäre es ja Kultur. Oder? Bücher lesen ist ja fast nicht mehr Alltägliches, -leider! Wenn es eine treffende Kategorie gibt, bitte ich die Mods diesen Titel dorthin zu verschieben und den Text bis hierher zu löschen. Hier möchte ich aus meiner großen Teneriffa-Bibliothek ab und zu ein Buch vorstellen, von dem ich überzeugt bin, es ist wert, es zu besitzen. Heute : PUERTO de la CRUZ - Geschichte und Geschichten von Hans KönigDer Autor Hans König ist mir zuerst im TEIDE.TV aufgefallen. Er hatte dort eine Sendereihe mit Führungen durch Puerto de la Cruz.Sein euphorischer Erzählstil, mit Geschichten von und über Puerto, fesselte mich so sehr, dass ich in Puerto auf die Suche nach seinem Buch ging. Es hat leider keine ISBN Nummer und im allwissenden Netz hab ich keine Bezugsmöglichkeit gefunden. Zum Inhalt: Puerto de la Cruz - ein Hafen?Warum gibt es so viele Kreuze? Woher kommen die Namen der Straßen und Plätze? Welche Bedeutung hat der 3.Mai? Was heißt Taoro? Oder Tigaiga? An wen erinnern die vielen Denkmäler? Wer lebte hier? Dichtende Nonnen und spendierfreudige Piraten. Schmuggler und Grabschänder. Hochherzige Bürgermeister und wackere Priester. Stolze Adelige und tüchtige Kaufleute. Bitterarme Fischer und abgerackerte Landarbeiterfrauen. Wer waren Sie? Wie entstand diese Stadt? - und die vielen Hotels? Warum gerade hier und nicht in der Nachbarbucht? Wie heißen all die prächtigen Pflanzen? Was geschah in den seltsamen Höhlen? Fragen über Fragen?Antworten dazu liefert der Autor in Erzählungen, Interviews, Anekdoten und satirischen Betrachtungen mit Informationen und über 500 Bildern randvollen Buch. Eine kritische Liebeserklärung an Puerto de la Cruz.Zum Autor: Hans König, gebürtiger Wiener, lebt seit 1995 in Puerto de la Cruz und El Sauzal.In Wien war er lange Jahre in der Stadtverwaltung in der Kultur und Sozialpolitik und in der Pressearbeit tätig. Neben seiner politischen Arbeit als Landtagsabgeordeneter und Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Bildung und Sozialwesen schrieb er für Lokalzeitungen wie auch für Fachzeitschriften. Von Jugend an war er historisch tätig und vertiefte diese Liebe zur Geschichte durch ein Studium und durch das Verfassen von lokalgeschichtlichen Arbeiten. Er ist Mitbegründer des Museums Wien-Leopoldstadt. Nach scherer Krankheit und Behinderung kam er auf die "Insel des ewigen Frühlings", fand hier ein neues Eheglück und beschäftigte sich auch hier historisch und journalistisch, Er schrieb zeitweise für eine deutschsprachige Inselzeitung und ist Mitautor des Buches "Humboldt über Teneriffa". Entgegen allen Reiseführern von PdlC liest sich dieses Buch wie ein spannender Roman. Eigentlich ein Muß für alle in der Stadt lebenden und alle kulturell interessierte Urlauber. Ich bin einfach begeistert und beeindruckt über dieses enorme Fachwissen Hans Konigs. Geändert von GuentherM (07.11.2008 um 15:43 Uhr). |
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| Gute Rubrik! Hier etwas für die Fans "Historischer Romane". Zitat:
Überdies ist es immer hilfreich, etwas über die kanarische Geschichte zu wissen. Unbedingt lesen! ![]()
Leseprobe aus: "Der König von Taoro" I. DIE GLÜCKLICHE INSEL Die Guanchen In den unzugänglichen Höhlen des Tigaiga lebten die tapfersten Krieger der Guanchen. Ihre Hauptwaffe war der mit der Hand geschleuderte, unfehlbare Stein, die Streitaxt und die spitze, eisenharte Lanze aus Tea-Holz. Im Gürtel ihres Tamarco, eines Fellhemdes, steckte die scharf geschliffene Tabona, das Steinmesser aus Obsidian, das sie geschickt zu handhaben wußten. Mit furchtbarem Kriegsgeschrei warfen sie sich aus dem Hinterhalt auf den Gegner, rollten mächtige Felsblöcke auf ihn herab und waren unvergleichlich im Nahkampf. Wer keinen Schild aus der Rinde des Drachenbaums besaß, wickelte sich den Tamarco fest um den linken Arm und kämpfte nackt, nur mit einem Lendenschurz bekleidet.So unversöhnlich die Guanchen dem widerstehenden Feinde entgegentraten, so edel waren sie gegen den unterlegenen. Gefangene wurden von ihren Wunden geheilt, ausgetauscht und oft noch mit Geschenken entlassen. Wilde Tiere gab es auf ihrer glücklichen Insel nicht, nicht einmal die kleinste Giftschlange. Der einzige, den sie fürchteten, war Guayote, der Dämon, der im feuerspeienden Echeyde wohnte (Echeyde, Hölle, oder Teide: der Pico de Tenerife). Wenn er zürnte, schleuderte er glühende Felsen aus dem Bauche des Riesen, ein breiter Feuerstrom ergoß sich aus seinem weitgeöffneten Maul. Alles riß er nieder, was sich ihm in den Weg stellte. Sengend fuhr er über die fruchtbaren Felder. Aus seinen Nüstern blies er dunkle, giftige Schwaden in den stahlblauen Tigot, den Himmel, die strahlende Magec, die Sonne, verdunkelte sich, das Meer schäumte auf und donnerte über die Klippen bis tief in den Wald hinein, knickte Bäume wie dürre Äste und zerspellte sie, zurückflutend, an den Felsen. Dann flohen die Guanchen in ihre Höhlen, hockten ängstlich zusammengekauert zwischen den Schafen, Ziegen und Hunden, die sich eng aneinanderdrängten, horchten erschauernd auf das höllische Grauen und flehten zu Acoran, zu Gott, um Hilfe und Rettung. (S. 12f) Der Feind Gründonnerstag des Jahres 1493. Ein wolkenloser Himmel wölbt sich über El Real de las Palmas, der Hauptstadt von Gran Canaria. Vor der mit Girlanden geschmückten Kapelle drängt sich das Volk seit dem frühen Morgen in Erwartung der größten aller Prozessionen der Semana Santa, der heiligen Osterwoche. Ein Glockenschlag ertönt, ein zweiter, ein dritter . . . Die breiten Torflügel springen auf und getragen von zwanzig Männern schwankt der „Paso“, die große Lade, auf der der Erlöser unter der Last des Kreuzes zusammengebrochen ist, die wenigen Stufen herab. Ehrerbietig sinken die Gläubigen auf die Knie und beten, während dumpfer Trommelwirbel ertönt. Dicht hinter der Lade schreitet der Kanonikus Samarinas unter prunkvoll gesticktem Baldachin, das Haupt tief über das Brevier geneigt. Ihm folgt der Alcaide, der Burgvogt von Agaete, Don Alonso Fernández de Lugo. Stolz blickt er über die Menge, die ihn ehrerbietig grüßt, ihn, den Eroberer von La Palma und Günstling der Katholischen Könige. An seiner linken Seite gehen die unzertrennlichen Freunde Gonzalo García de Castillo und Fernando de Trujillo, seine Hauptleute, rechts der ehemalige Fürst der Insel, Guanarteme Tenesor Semidan, der sich der spanischen Krone unterwarf, das Christentum annahm und in der Taufe von seinem königlichen Paten den Namen Fernando de Guanarteme erhielt. Ihnen schließt sich ein langer Zug in purpurrote Gewänder gehüllter, vermummter Gestalten an. Es sind die Mitglieder der Santa Hermandad, der heiligen Bruderschaft. Ihre spitze, meterhohe, steife Kapuze starrt senkrecht in die Luft. (S. 42f) Auf dem breiten Wall der Festung von Agaete stand, Don Alonso Fernández de Lugo und blickte übers Meer. Drüben lag Tenerife, dessen schneeiger Pik hoch über die Insel emporragte. Eine leichte Rauchwolke entstieg dem Krater, die der sanfte Passat nach Südwesten entführte. Tenerife . . . Seit man ihn zum Alcaiden von Agaete gemacht hatte, ließ ihn diese Insel, die er täglich vor Augen sah, nicht mehr schlafen. In seinen Adern rollte das kriegerische, abenteuersuchende Blut der Konquistadoren. Schon hatte er La Palma unterworfen, doch Tenerife trotzte noch den kastilischen Waffen. Seinem Vaterland, dessen Macht von Jahr zu Jahr wuchs, wollte er ein neues Ruhmesblatt in der Geschichte der Völker hinzufügen. Spanien hatte mit der Eroberung von Granada den siebenhundertjährigen Krieg gegen die Sarazenen beendet und die Ungläubigen von der Halbinsel vertrieben. Schon standen seine siegreichen Heere in Nordafrika. Bald würden ihm Frankreich, Belgien, die Niederlande, Italien untertan sein. Streckte es nicht bereits seinen mächtigen Arm über das Weltmeer aus? Hatte er nicht selbst vor wenigen Monaten dem kleinen, dicken, lebendigen Genuesen mit den fanatischen Augen, den sie Kolumbus nannten, die Hand geschüttelt, als seine Galeonen den Hafen von Las Palmas anliefen, wo er Proviant und Wasser nahm, das zerbrochene Ruder der „Pinta“ auswechselte und das lateinische Segel der „Niña“ durch ein rundes ersetzte? So wie heute der Name dieses Mannes in aller Mund war, so würde man bald von ihm, Alonso de Lugo, sprechen. Der erste Schritt dazu war bereits getan. Aus der Tasche seines Lederwamses zog er ein sorgsam gefaltetes Pergament, das er immer bei sich trug, küßte das königliche Siegel und las es zum hundertsten Male. Da stand klar und deutlich mit verschnörkelten Buchstaben: „Wir, Don Fernando und Doña Isabel, von Gottes Gnaden König und Königin von Kastilien und Leon, Toledo, Cecilla, Portugal, Galizien, Sevilla, Cordoba, Murcia, Jaen, Algeciras, Gibraltar, Fürsten von Aragon, Vizcaya und Molina befehlen Euch Alonso Fernández de Lugo, die Inseln La Palma und Tenerife, die sich in Händen kanarischer Heiden befinden, zu erobern und Uns zu Gottes und Unserer Ehre zu unterwerfen. Deshalb ist es Unser Wunsch und Wille, Euch zu unterstützen, weshalb wir Euch aus der Königlichen Schatulle siebenhunderttausend Maravedis zubilligen. Gleichzeitig ernennen wir Euch zu Unserem General-Kapitän und geben Euch zu eigen alles Vieh, Land und Wasser, das Ihr nach Gutdünken verteilen könnt, sowie alle Steuereinnahmen, die Ihr daraus erzielt. Gegeben zu Valladolid am dreizehnten Tage des Julimonds im Jahre eintausendvierhundertzweiundneunzig unseres Herrn Jesu Christi. Ich, Fernando, der König. Ich, Isabel, die Königin. Ich, Ferrand Aluares, Rodericus doctor secretarius.“ Siebenhunderttausend Maravedis! Ein verächtliches Lächeln spielte um den Mund des General-Kapitäns. Freigebig waren die Katholischen Könige nie gewesen. Dem Genovesen hatten sie auch nichts mitgegeben als die drei Galeonen, ein paar Abenteurer und Sträflinge, die so dem Galgen entgingen. Darauf kam es ihm aber nicht an. Er selbst hatte Geld und außerdem war er dabei, alles zu veräußern, was ihm gehörte: seine Ländereien in Agaete, seine Besitzungen auf der Halbinsel, sein väterliches Haus in Carmona. Nein, an Geld würde es ihm nicht fehlen. (S. 44f) (Horst Uden) Geändert von Villaverde (07.11.2008 um 15:55 Uhr). |
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| Dieses Buch hatte ich schon mal hier im Forum irgendwann, irgendwo empfohlen. Aber ich finde, das Buch ist es wert, nochmals darauf hin zu weisen : wer schon "alles" über Teneriffa gelesen und die Insel soweit erkundet hat, dass das Studium eines gängigen Reiseführers nur ein müdes "kenn ich schon" als Resultat hervorbringt, dem möchte ich das Buch "Die Kanarischen Inseln - Natur- und Kulturlandschaften" ans Herz legen. Dies ist kein Reiseführer für Touristen im herkömmlichen Sinn, sondern eine ausführliche und teils auch wissenschaftliche Abhandlung über den Archipel. Die Autoren sind Prof.Dr Pott und Prof. Dr. Hüppe. Beide vom Institut für Geobotanik an der Universität Hannover und Prof. Dr. Wildpret del la Torre, Direktor im Departement Biologie an der Universität La Laguna. Das klingt jetzt zwar sehr akademisch, aber deren Wissen ist phänomenal und sie verstehen es einem "Normalo" dieses Wissen in verständlicher Weise weiterzugeben.Es wird ein breites Spektrum abgedeckt. Angefangen von der Entstehung des Archipels, über die Wasserversorgungen, Botanik, Ökosysteme der Inseln, Natur und Mensch, Biospären und Naturparks, und im Kapitel "Jede Insel - ein Unikat" werden die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte jeder einzelnen Insel beschrieben. Es ist ein Buch das man nicht Seite für Seite lesen muss. Man kann sich individuell die für sich interessanten Kapitel herauspicken. In einem Zug gelesen kommt man dann zum Ergebnis, das kann (muss) man noch mehrmals lesen um all die vielen Informationen verarbeiten und behalten zu können.mit knapp 40 Euro zwar kein Schnäppchenpreis, aber wenn man mehr als das Gewöhnliche über die Insel erfahren möchte sollte man es in sein Kulturbudget mit einplanen. ISBN 3-8001-3284-2 |
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| Ohne meinen ROTHER sage ich gar nichts mehr. Im Gelände auf den Islas CANARIAS unverzichtbar! ![]() Rothe, Peter: Kanarische Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Tenerife, Gomera, La Palma, Hierro Geological guidebook to excursions on the Canary Islands 2008. 3. Auflage. XVI , 338 Seiten, 100 Abbildungen, 13 Tabellen, 1 Beilage, 20x14cm (Sammlung geologischer Führer, Band 81) ISBN 978-3-443-15081-5 brosch., EUR 29.80 Zitat:
Geändert von Villaverde (10.11.2008 um 22:58 Uhr). |
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| @GuentherM Gern geschehen! Es freut mich sehr, dass dieses Buch einen weiteren Käufer findet. Leider wird in den Foren der Inseln häufig auf jede Menge "Schrott" hingewiesen, den man garantiert nicht braucht, vor allem dann, wenn man mit dem Internet umgehen kann. Vulkanischen Zusammenhänge haben das Wesen dieser fantastischen Inseln geprägt. Der Mensch hat an vielen Stellen unverantwortlich eingegriffen und das Wesen dieser Inseln beeinträchtigt. Glücklicherweise trifft man auf der Suche nach den vulkanischen Besonderheiten, die dieses Buch sehr gut beschreibt, nicht so viele von denen, die sich in den für die Inseln wesensfremden Zonas wohlfühlen. Einen baldigen Vulkanausbruch mit einem langanhaltenden effusiven Lavafluss in Richtung Los Cristianos, Las Américas und Costa Adeje würde ich sehr begrüßen, schon wegen der weltweiten Aufmerksamkeit und der Tatsache, dass Lava auch Beton zerstören kann.Leider sieht es derzeit nicht so aus. Dann müssen wir wohl weiter auf den Riesen-Tsunami warten. Geändert von Villaverde (10.11.2008 um 23:47 Uhr). |
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| ... ist das ja nicht, was Du dir für Las Americas oder Los Cristionos bzw. die Costa Adeje erträumst. Das Buch jedenfalls scheint gemäß Covertext und Inhaltsangabe wirklich gut zu sein. Ich werde es mir wohl auch besorgen oder mitbringen lassen. Damit die Höllenfantasien etwas Anregung erhalten, beispielsweise, wie es auf Teneriffa bei einem Vulkanausbruch aussieht oder aussehen könnte, spendiere ich ein Bild von heute Abend: Blutrot |
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| Zitat:
das mag sein, aber ich habe gelernt, mit Naturereignissen zu leben. Da der Mensch korrekturunfähig ist, muss es die Natur wieder machen. Guayota wird wiederkommen und in seine alte Wohnung einziehen wollen. Zitat:
Er wird den "Stopfen" irgendwann lösen, dann wird der Echeyde wieder geöffnet sein und Guayota kann erneut einziehen! Es könnte also wieder dunkel werden! Geändert von Villaverde (11.11.2008 um 00:27 Uhr). |
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| buch, empfehlungen, teneriffa |
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