Wenn man das alles so liest, kriegt man Aquaplaning auf der Zunge !
Ich hab voriges Jahr in einem französischen Restaurant in Puerto gegessen. Sehr freundliches und gepflegtes Lokal. Das Essen war ausgezeichnet. Die geringfügig höheren Preise und etwas längere Wartezeit ist in so einem Lokal glaub ich gerechtfertigt.
Leider weiß ich den Namen des Lokals nicht mehr, aber vielleicht kennt es ja jemand von euch. Es ist wenige Schritte vom Plaza del Charco entfernt, ich glaube in der Calle del Blanco.
Noch eine Frage: Ich bin bald wieder auf der Insel, hat jemand Tipps für Puerto und Umgebung für Lokale, wo Canarios hingehen wenn sie gut essen möchten. Schnitzel brauch ich keine , die gibt’s zu Hause. Das Bier darf gerne spanisch sein, wenn’s die richtige Temperatur hat. :-P
Heuer werd ich Namen und Details von den besuchten Lokalen notieren und berichten.
Jetzt weiss ich, dass es nichts für mich ist und das ist mir ja sehr wichtig, wenn es um Gastronomie Warnungen geht!
So hat eben jeder seine Präferenzen und ICH hab' überhaupt kein Problem damit, festzustellen, daß für MICH ein gepflegter Strand angenehmer ist als einer, wo am frühen Morgen die Mülleimer übergehen, Kondome rumliegen und Erbrochenes und Exkremente. Ist's denn wirklich ein Zeichen von "Integration", wenn man all das über Bord wirft, was einem in D und eben auch in gepflegten Umgebungen doch irgendwie positiv aufgefallen ist? Den Umkehrschluß will ich jetzt gar nicht ziehen und erst recht nicht schriftlich festhalten, sonst wäre ich ja schon wieder "canario-feindlich"...
Aber ich freue mich zu erkennen, daß meine Thementitel-Wahl mit den Empfehlungen und Warnungen nicht nur aus meiner Sicht passt, sondern auch allgemein - was ich empfehle, ist für andere Sichtweisen eine Warnung - und so solls ja auch sein. Das päpstliche Unfehlbarkeits-Dogma ist auf mich nicht anwendbar.
Und noch eine Empfehlung, diesmal wieder für ein "reinrassig" kanarisches Lokal. Die Rede ist vom "Las Goteras" in Tejina (zwischen Adeje und Guía de Isora). Viele Residenten hier im Südwesten Teneriffa's werden sagen: ha, alte Kamille, da waren wir ja auch schon 20x dort, aber mancher und vor allem die Touristen kennen's ja doch noch nicht.
Essensqualität sehr gut, ebenso wie die Service-Qualität (trifft man selten hier, aber machmal eben doch: schnell, freundlich, aufmerksam, man nimmt sich Zeit für die immer wieder gleichen Erklärungen dieser unbekannten Köstlichkeiten von "morcilla" über "chicarones" oder "chuleta ternera" und "brocheta". Das einzige Mädel im service, Yurena, möchte ich besonders herausheben, da sie, obwohl erkennbar ohne jede formale gastronomische Ausbildung, als Naturtalent für den Dienst am Kunden immer mit einem Lächeln jedem Gast den Eindruck vermittelt, sie sei nur für ihn da. Und Sekunden später zum Tisch nebenan rauscht, wo sie denselben Eindruck hinterlässt...
Die Essensportionen sind "unmenschlich", man hat sie zwar schon mehrfach verkleinert und so kann mancher extrem Ausgehungerte, wenn er keine Vorspeise verdrückt hat, die chuleta ternera im Einzelfall vielleicht doch einigermaßen aufessen. Die weitaus meisten Gäste müssen sich aber einen Teil davon einpacken lassen und am nächsten Tag halt kalt in ihren Salat schnippeln.
A propos "Einpacken", gilt nicht nur für dieses Lokal, sondern allgemein auf den Kanaren: man muß sich nicht schamesrot die Story "ist für den Hund" über die Lippen quälen - es ist so wie in den USA auch auf TF in den "Einheimischen-Lokalen" ganz normal, daß man sich übergebliebenes Essen einpacken lässt. Braucht sich keiner schämen dafür.
Montags ist geschlossen, im Juli ebenfalls komplett, aber ansonsten ist man mittags und abends da. Wichtiger Tipp für abends: kommt früh, ab 19:00 h ist die Küche lieferfähig und um 21:00 h steht Ihr wartend vor der Tür oder an der Bar, bis der nächste Tisch frei ist. Oder Ihr könnt gleich wieder fahren, weil schon 15 andere warten. Reservierungen macht man, außer für Stammkunden, nicht so gern, drum geb' ich jetzt auch keine Telefonnummer an.
Tipp für Normalportionen-Esser: nehmt die Brocheta (das ist ein Fleischspieß so groß wie ein Monster-Schaschlik) und eine der einfachen, preisgünstigen, leckeren Suppen vorher, dann seid Ihr bestimmt satt. Die Nachspeisen kann man m.E. übergehen, sind nicht so erwähnenswert.
Dafür gibt's ein wirklich guten, preiswerten Hauswein, "tinto" natürlich und auch einige Markenweine zu vernünftigen Preisen. Ich denk' da z.B. an den "Yllera". Preisniveau vor allem in Anbetracht der gebotenen Quantitänten und Qualitäten (Küche und Service) sehr günstig - in diesem Lokal geb' sogar ich Trinkgeld.
Wie hinkommen: vom Ende der Südautobahn in Grundrichtung "geradeaus" bergaufwärts Richtung "Guía de Isora". Nach dem Passieren von Los Menores (richtig, dort liegt das schon vorgestellte "Ganaía") ist die nächste Ortschaft, in die Ihr reinkommt, das besagte Tejina. Auf der rechten Seite gibt's eine Caja Rural - Filiale und dort rechts den Berg hoch, oben links und an der sofort folgenden nächsten links (dann wieder bergab) liegt das "Las Goteras". Man könnte unten auch erst eine Abzweigung später nach rechts den Berg hoch fahren, aber mit der ersten Variante parkt sich's leichter. Ihr werdet zufrieden sein, santana bitte aufpassen, bin ziemlich oft dort...
Canaria lach ich sitze im darias im Garten,
schoenes eisgekuehltes Wasser, prima essen und zum Nachtisch ess ich heute mal ein Rieseneis.
Canaria, schade das Du nicht da bist, denn dort schmeckt das Essen wunderbar,wird jeden Tag frisch gemacht vom Chef des Hauses,deswegen ist es schon ewig in Familienbesitz.
Santana und ihr Liebster waren auch da :-)
Wo ist das Darias ? Bitte das nächste Mal eher bescheid geben, damit ich vorbei kommen kann ;-)
Jepp, Casa Tagoro, wirklich lecker. Hatte ja mal das Vergnügen dort zu arbeiten und wurde hervorragend verköstigt *gg* Jetzt ist mir bei meinem Gehalt das Preisniveau leider etwas zu hoch, da muss ich warten, bis ich mal wieder eingeladen werde *lach*
Zur Abwechslung mal eine Restaurant-Warnung:
In El Sauzal gibt's bekanntermaßen die "Casa del Vino", direkt in der Autobahnausfahrt ebendort. Das ist eine wirklich vorbildliche Selbstdarstellung des Weinbaus auf Teneriffa, in einer wunderbar und sensibel renovierter fast schon verfallenen alten Finca. Mit allem was dazu gehört, von Veranstaltungsräumen über eine Kunstausstellung, eine "sala de degustación" mit Weinverkostung und -erklärung auch in deutscher Sprache, einem Laden, wo man all die Köstlichkeiten auch gleich kaufen kann, einem nett und informativ gemachten Weinbau-Museum - und eben auch einem Restaurant und einem Terrassencafe.
Genießt den Aufenthalt in der Casa del Vino, informiert Euch, verkostet die Weine, lasst Euch beraten, lasst Euch beeindrucken von der 300 Jahre alten sensationellen Holzdecke in der ehemaligen Kapelle - aber macht einen großen Bogen um die "gastronomischen Einrichtungen" dort. Die Kellner empfinden jeden Gast als Eindringling in ihre vom cabildo fürstlich finanzierte Friedhofsruhe (und zeigen Dir das auch ganz deutlich), die Kuchen werden scheinbar einmal wöchentlich angeliefert, wer am Tag 6 nach der Anlieferung versehentlich etwas aus der Vitrinie bestellt, wird lernen, wie steinhart auch Kuchen werden kann.
Die Casa del Vino ist wirklich Besichtigungs-Pflichtprogramm, aufgrund schlechter Vermarktung (der Laden gehört ja dem Cabildo und das zahlt und zahlt und zahlt so wie so, mehr Besucher würden da eher stören...), aber streicht Cafe und Restaurant aus Euren Planungen. Ich war verteilt über die letzten Jahre bestimmt 50x dort, die gastronomische Qualität ist und bleibt auf niedrigstem Niveau stabil...
Und jetzt wieder was Positives, schauen wir mal nach Guía de Isora:
Ist ja ein schönes, in seinem historischen und einigermaßen intakt gebliebenen Stadtkern pures Wohlfühl-Gefühl ausstrahlendes Städtchen mit etlichen Cafes, Taperías, Restaurants. In früheren Beiträgen hab' ich glaub' ich auch schon das eine oder andere beschrieben.
Angetrieben von der leisen Mahnung, daß das "Las Goteras" in Tejina immer rappelvoll sei, bin ich heut' abend mal ein bißchen weiter gefahren, um zu testen, ob das "Mamma Carolina" nach dem vor einigen Monaten erfolgten Pächterwechsel immer noch so gut ist wie vorher. Es ist. Die Innen"gestaltung" genauso scheußlich wie früher (der trainierte Besucher "einheimischer" Lokale in Süditalien weiß, daß das eher ein Qualitätsindikator ist denn ein Makel), die Preise unverändert niedrig, die Speisekarte umfasst allerdings mittlerweile ca. 150 Positionen, was den routinierten Restaurant-Besucher schon die Augenbrauen bedenklich nach oben ziehen lässt. Aber alles halb so schlimm.
Preisgünstig (haben einen mit € 13,50 unverschämt billigen und trotzdem leckeren Barbera nicht nur auf der Karte, sondern auch zur Hand), freundlich schnelle Bedienung. Da kann man wirklich hingehen, wenn's nicht gerade Fisch sein soll - der kommt nämlich immer aus dem congelador. Salate sind ausschließlich frisch und neben den üblichen tradicionals gibt's auch ganz witzige Eigenkreationen und man kann auch ganz individuell zusammenstellen lassen.
Ach ja, am Dienstag ist zu und ansonsten von mittags bis daß der letzte Gast gegangen ist auf. Mamma Carolina liegt an der neuen Stadtkern-Umgehungsstraße rechts, wenn man aus Richtung Adeje kommt - eigentlich nicht zu verfehlen und auch freie Parkplätze.
halllo an alle!
bin neu hier- super interessantes forum, besonders diese rubrik allerdings fehlen mir auch ein bisschen die tipps für den Norden. seid ihr alle im süden zu hause?
naja, dann möchte ich einmal einen tipp für el sauzal abgeben: typisch kanarische tasca, wenn man die strasse runterfährt vor der fast 180º rechts-kurve geht eine kleine querrgasse links hinauf, in dieser gasse gleich auf der rechten seite. habe den namen vergessen, kleine tasca, super kanarisches essen. vorsicht besonders am monatsanfang ist es immer ziemlich voll, ohne reservierung geht da nur mit gut glück etwas.
wer in puerto einfach gut und billig einheimisch essen will, dem empfehle ich das lokal unterm "limbo", ecke c/blanco und c/cubido. sieht von aussen vielleicht ein bisschen wie eine abgefuckte fischerkneipe aus, ist aber wirklich ok und hat einen wunderschönen innenhof.
buen provecho!
Restaurant-Empfehlung (bzw. diesmal ist eine Bar/Tapería) im Norden:
Wenn Ihr die Zufahrt von La Orotava bzw. von der Autobahn kommend nach Puerto runter fahrt, dann ist ja gleich an der Autobahn-Ausfahrt das graue Gebäude von "Faisán de Lucas" - ein exzellenter Freßtempel, aber dazu später mal mehr.
Jedenfalls diese Straße nach unten fahrend ungefähr auf Höhe der Bananera links sind rechts einige Werkstätten und insgesamt drei Bars. Parkplatz vorm Haus, wenn Ihr aus Puerto rauskommt, müsst Ihr auf dem Parkplatz der Bananera parken. Nehmt die unterste, rotes alleinstehendes Gebäude mit einem wintergartenartigen weißen Vorbau dran und bestellt dort z.B. "Sandwich americano". Was man da für ¤ 2.70 vorgesetzt bekommt, ist von einer Person so als kleiner Snack zwischendurch kaum zu essen und auch noch sehr schmackhaft - falls man's ernährungsphysiologisch nicht so eng sieht. Die Kalorienmenge reicht vermutlich für 3 Tage...[addsig]