Heute hatten wir Fisch. Nicht irgend einen aus dem Supermarkt, sondern einen frisch von der Angel. Der rothäutige und großäugige Alfonsiño wird auch heute noch geangelt, denn dem Fischvorrat im Restaurant hingen einige abgeschnittene Angelschnüre aus den Mäulern. Mir schmeckt er am besten "a la plancha" mit "papas arrugatas", das sind keine "geknitterten Päpste", wie es einmal in
Puerto de la Cruz auf einer Speisekarte stand, aber die mit gelbem Fleisch und der schwarzer Schale (papas negras), zusammen mit "mocho verde" (perejil no cilantro). Die Canarios gehen normalerweise immer erst so gegen 14:00h oder noch später zum Essen. In diesem Fischrestaurant muss man am Sonntag spätestens 13:00h seinen Platz eingenommen haben. Später gibt es keine Tisch- und Parkplätze mehr und man muss eine Nummer ziehen. Wir haben sonntags schon eine Stunde warten müssen, wenn wir zu spät dran waren.
Ich sage nicht, dass das Restaurant gut oder schlecht ist, ich sage auch nicht, wie es heißt, höchstens den Namen der Chefin: María. Es ist ohnehin ein besonderes Restaurant: Wenn der Fisch verbraucht ist, wird geschlossen. Es gibt Menschen, die behaupten, dass der Fisch auf dem Teller früh morgens noch im Meer geschwommen sei und dass dies das beste Fisch-Restaurant auf der Insel sei. Das sagen die Leute, nicht ich. Ich habe aber keinen Grund, zu widersprechen.