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| Zunächst war ich im Zweifel, soll ich diesen Beitrag unter Natur oder Kochen einfügen soll. Ich habe mich schlussendlich und egoistisch für's Kochen entschieden, denn auch ich profitiere gerne von solchen Köstlichkeiten. Ein deutscher oder deutschstämmiger Hotelier aus Puerto de la Cruz hat im Wald oberhalb La Victoria de Acentejo / Santa Úrsula einen 1,75kg schweren Steinpilz gefunden, der einen Kappendurchmesser von sage und schreibe 38cm aufwies. Das ist ein Ding! Damit könnte glatt eine komplette Single-Kochgruppe satt werden. Leider bin ich kein Koch, auch kein leidenschaftlicher - ich esse lieber. Aber kann mir jemand verraten, was man aus solch einem Prachtexemplar für Gerichte zubereiten kann? Quelle |
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| Mein Spanisch ist nicht gut genug für den Zeitungstext, aber die Bilder sprechen für sich. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich könnte davon für meine Lieben 2x ein Pilzgericht, italienische Art, zubereiten. Das Rezept dazu habe ich mir bei einer Freundin stibizt. Ich habe sie aber auch schon kosten lassen und da war sie wieder versöhnt, weil es mir besonders gut gelungen war. Vielleicht hatten wir auch besonders frische Pilz-Exemplare. Nach meiner Meinung ist der Steinpilz einer der schackhaftesten Pilze überhaupt. Zutaten für 3 Portionen 750 g Steinpilze, frisch, trocken geputzt 1,5 Stck Eschlauch-Zwiebeln (Schalotten) 45 g Schinken / besser kräutergewürzten Schweinebauchspeck (Pancetta) 300 ml Sahne 9 Stck Petersilie-Blattstängel (von der glatten Petersilie) Salz und Pfeffer 3 EL Butter 1,5 EL Olivenöl (gutes) 300 g Nudeln, italienisch, am Besten Tagliatelle Zubereitung - Pilze mit einer nicht zu harten Nagelbürste trocken abbürsten (Bürste zwischendrin gelegentlich auswaschen und gut abtrocken). - Wurmstichige Teile, bei großen Pilzen auch die Röhren, herausschneiden. - Pilze der Länge nach in Scheiben schneiden. Speck (Pancetta) und Eschlauch-Zwiebeln (Schalotten) in kleine Würfel schneiden. Einen Topf / eine Kasserolle erhitzen und die Speckwürfel darin etwas anbraten, dann den gewürfelten Eschlauch dazugeben und kurz anschwitzen. Sahne dazugießen und etwas einkochen lassen, abschmecken mit Pfeffer und vorsichtig auch mit Salz, falls es nötig ist, denn der Speck bringt schon einiges an Würze mit. Die Butter mit dem Öl in eine Pfanne geben, erhitzen und die geschnittenen Steinpilze darin kräftig anbraten. Das kräftige Anbraten entfaltet den tollen Geschmack besonders gut. Dann noch ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze fertig braten, und wenigstens einmal dabei wenden. Die Pilze müssen beidseitig leicht angebräunt sein. Bei Bedarf nachwürzen mit Pfeffer und/oder Salz und die kleingehackten Petersiliestängel darüber streuen. Die Nudeln nach Anleitung "al dente" kochen und nach dem Abgießen als Ring in einen tiefen Teller geben. In die freie Fläche in der Mitte des Tellers die Pilze füllen und die Nudlen mit der gewürzten Sahne begießen. Das Ganze dauert eine knappe Stunde. Dazu einen leichteren, guten Rotwein servieren (Teneriffa hat davon genug). Köstlich! Guten Appetit. |
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| Zum Thema "was liefert die Natur" habe ich Mitte September ein paar Fotos geschossen. Während eines Sonntagnachmittag Spaziergangs bei Chirche fanden wir am Wegesrand, fernab von Abgasen, diese vollreifen Feigen. Da schon mehr verfaulte Früchte am Boden lagen, als Restbestände am Baum hingen, konnte man davon ausgehen, dass hier niemand irgendwelche Besitzansprüche stellen wird. Innerhalb einer Stunde hatten wir 4 kg süßer Feigen geerntet. Ein paar Tage vorher hatte ich noch im Mercadona für 8 Stück 2,98 Euro bezahlt! Für die vollreifen Kaktusfeigen interessiert sich sowieso keiner. Die wachsen wie "Unkraut" und niemand will diese leckeren Früchte sammeln. Ich hatte den Eindruck, als ich in Chirche die schönsten Exemplare einsammelte, die Einheimischen hatten etwas Mitleid mit mir, - „Der arme Kerl muss sich von der Straße ernähren!“ Aber seht selbst, was daraus wurde . . . . ![]() ![]() ![]() ![]() unglücklicherweise dürfen nur 4 Bilder eingebunden werden, deshalb teile ich hier halt mal einfach auf : ......... |
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| Im Gesamtzusammenhang vielleicht wissenswert: Zitat:
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| Ihr Lieben, ich musste feststellen, dass ich noch nicht alles über Feigen wußte. Jetzt weiß ich mehr. Forum bildet. Günther, das sieht ja richtig schön aus, was Du auf dem Teller zeigst. Und stilgerecht serviert mit Viña Norte (Crianza?). Also muss das auf Teneriffa gekocht und verspeist worden sein. Hier in Deutschland habe ich leider noch keinen tinerfenischen Wein gefunden. Die, die des Kochens mächtig sind (ich zähle mich dazu), warten jetzt natürlich auf dein Rezept. Kannst Du uns das bitte verraten. Feigen schmecken toll, aber auf dem Teller sieht es nicht nur nach pürrierter Feige aus. Ich bin gespannt. |
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| Hi, es gibt in Deutschland Wein von den Inseln im net. Google mal unter: Bodegas Valleoro Bodegas Tagara / Bilma Bodegas Soagranorte Bodegas Cumbres de Abona Bodegas Vid Sol Bodegas Los Bermejos Bodegas Llanovid / Teneguia Bodegas Mozaga / Montana Clara Leider kein Vina Norte! Aber sollte genug dabei sein. ![]() Salutos schoho |
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| Entschuldigt, wenn ich den alten Thread wieder raushole, bin beim Rezepte sichten auf den Pilz-Link gestossen. Als ich diesen Steinpilz gesehen habe, sind mir fast die Tränen gekommen - das ist ja Vandalismus! So einen alten Pilz lässt man doch stehen und Sporen werfen für die nächste Generation. Fotografieren hätte er den auch am Boden können. Aber das gibt natürlich keine Publicity. Ich will nicht den Oberlehrer spielen, bitte fasst das nicht so auf, aber ich bin schwammerlsuchend aufgewachsen und hab mir die wichtigsten Regeln jahrelang einbläuen lassen. Der Hut eines alten Pilzes besteht fast nur noch aus Schwamm und der ist in dem Alter ungeniesbar und wird entfernt. Die ledrige Oberhaut ist auch nicht mehr besonders appetitlich. Bleibt ein wenig Fruchtfleisch übrig, das wahrscheinlich auch noch komplett verwurmt ist. Und nicht zuletzt kann man sich von so einem alten Pilz auch noch leicht eine Eiweißvergiftung zuziehen, wenn der Verfall zu stark ist. So sehen gesunde Steinpilze aus. Man beachte vor allem die grünlichen, feinen Poren des Schwamms, der Schwamm des Rekordpilzes war schon braun. Oh, aber bei diesem Anblick fällt mir doch gleich wieder mein Lieblingspilzgericht ein: Schwammerl in Rahmsauce mit Semmelknödeln. Pilze säubern, in Scheiben schneiden, Zwiebeln würfeln, Petersilie hacken. Zwiebeln und Pilze anbraten, bis das Wasser verdunstet ist und die Pilze ein bißchen angebräunt. Salz, Pfeffer und vor allem (gemahlener) Kümmel, nicht zu wenig. Petersillie dazu, dann aufgiessen mit Sauerrahm und Wasser (oder Brühe oder Weißwein, je nach Vorliebe), abschmecken. Für die Semmelpilze hat sicher Jeder sein eigenes Rezept, die sind natürlich zwischendurch zuzubereiten bzw. gleich als erstes. Da schleck ich mir alle Finger danach ab! Aber für mich ist der noch grössere Genuß das durch den Wald laufen und die Pilze finden. ![]() Das habe ich früher mit meiner Mum im Herbst gleich mehrmals die Woche gemacht in der Pilzzeit. Unsere Beute haben wir zum Teil verschenkt und einmal sogar verkauft, weil es so viele gab *schwärm*. |
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