Abgesehen, dass keines der oben genannten Unternehmen, genauso wie die Klassenlotterie jemals offiziell zugeben wird, dass ein Callcenter für sie aus einer quasi Steueroase telefoniert, weil das ja dem Image schaden könnte, verstehe ich nicht ganz, warum man unautorisiert für ein Unternehmen telefonieren sollte, man macht das ja nicht zum Spass, sondern weil man von dem Unternehmen für seine Werbung bezahlt wird.
Genau deshalb bekommt man von dem jeweiligen Anbieter auch ein System zur Verfügung gestellt, über das man die Aufträge über die Computereingabemaske eingibt, ja sogar darüber telefoniert.
Zum Thema Arbeitsverträge etc.. kann ich Dir natürlich zu 100% beipflichten.
Die Gründe sind relativ einfach - schnelles Geld verdienen.
Jeder Anbieter möchte natürlich Kunden gewinnen, aber nicht jeder Anbieter erlaubt es jederman sie über das Telefon zu gewinnen. Eingabemasken kann man viellfältig bekommen und Telefonierprogramme lassen sich relativ leicht programmieren.
- aber wir sprechen ja eh nur über unseriöse Firmen -
Wenn man bei den Anbietern recherchiert sieht man auch den Grund.
Alice zahlt bis 80 € je Kunde
Arcor zahlt bis 104,20 € je Kunde
T-Com zahlt bis 112,00 € je Kunde
Nachzulesen : www.zanox.de
(die Daten gelten für den Internetvertrieb sind aber identisch mit den Händlerprovisonen)
Gehen wir davon aus das ein Agent davon 50 % abbekommt, ein Center 10 Agents hat und von jedem 2 Abschlüsse am Tag gefordert werden. Dann verdient der Callcenterbetreiber bummelige 1000 € am Tag.
Dies ist der Grund warum es den Betreibern egal ist wenn ihre Lücke nach 8-12 Wochen geschlossen wird.
Nur die Agents haben nicht solch ein nettes Polster.
Hier findet man warum authorisierte Callcenter nur vom Kunden zur Verfügung gestellte Daten nutzen und nicht das Telefonbuch runter telefonieren.
Anrufe müssen ausdrücklich vom Angerufenen erlaubt sein, ansonsten sind sie verboten.
Da muss ich Dir auf jeden Fall recht geben, das "zanox-problem" kennen wir natürlich auch.
Einer unserer Callcenter-Agenten dachte natürlich auch, dass er "Telefonwerbung in Eigenregie" führen kann und meldete sich beim Zanox-Partnerprogramm an, um "im Auftrag der deutschen Telekom" Kunden zu werben und auf seiner dafür gestalteten Website einzugeben.
Was der gute Mann allerdings nicht bedachte ist, dass die Provisionen für die Aufträge erst 2 - 3 Monate später kommen SOLLTEN.
Sollten schreib ich aus einem ganz bestimmten Grund.
Die Leute von Zanox und von der Telekom sind natürlich auch nicht blöd und es fällt natürlich auf, wenn mehr "Sales" als "Klicks" stattfinden, bzw. werden des öfteren von der Telekom selbst Aufträge per Telefon nachkontrolliert, falls irgendetwas mit den Daten nicht stimmen sollte oder noch Fragen bezüglich des Auftrags auftauchen.
Man kann davon ausgehen, dass die Telekom bei jedem zwanzigsten
Auftrag irgendwelche Rückfragen an den Kunden hat und sich da meistens herausstellt, dass der Kunde telefonisch geworben wurde, was natürlich zur Folge hat, dass der Zugang für denjenigen gesperrt wird und die Provisionen natürlich verfallen.
Zum Glück, nicht auszudenken, was das bedeuten würde, wenn jeder aus dem Kinderzimmer aus für die Telekom Produkte verkaufen könnte!
Pech für den guten Mann war, dass man ihm draufkam und daraus folgernd natürlich auch die Provisionsansprüche für die vorher geworbenen Aufträge verfielen und er umsonst gearbeitet hatte.
Ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein Callcenterbetreiber so dumm sein kann, so ein Risiko einzugehen, vor allem deswegen, weil er ja alle für ihn arbeitenden Leute aus eigener Tasche einige Monate vorfinanzieren müsste.
Naja, in der Branche soll es ja schon einige Glücksritter und merkbefreite Leute gegeben haben, vielleicht erklärt genau dieses System ja, warum soviele Agenten in den unseriösen Callcentern monatelang auf ihr Geld warten, bzw. es überhaupt nicht bekommen.
ich denke Glücksritter gibt es überall, aber die Thematik würde wahrscheinlich einen eigenen Faden füllen.
Der Hinweis auf Zanox erfolgte ja auch nur, weil hier jedermann die Provisionen nachvollziehen kann, die eben auch für alle anderen Vertriebswege gelten.
Es geht auch nicht darum wer, wie sein Geld bekommt, sondern es geht darum ob das Unternehmen mit dem man Werbung macht dieses offiziell gestattet hat, bzw geht es darum ob der Agent "echte" Daten von dem jeweiligen Netzbetreiber hat oder ob er verbotene Kaltanrufe tätigen muss, für die er genauso haftbar ist, wie seine Agentur (es sei denn es wurden ihm falsche Tatsachen vorgespielt).
Im Endeffekt geht es hier um seriöse Callcenter, die mit richtigen Daten arbeiten und den offiziellen Auftrag haben, oder um Callcenter, die auf welchen Weg auch immer die Gelder einstreichen, aber keinen offiziellen Auftrag haben, aber so tun und von heute auf morgen diesen Auftrag nicht mehr ausführen können und somit der extra Angereiste hier mit dicken Backen steht.
Eine Anfrage bei Arcor,T-Com und Tele 2 läuft auch mit Hinweis auf dieses Forum, sobald es neues gibt, melde ich mich wieder.
Grüsse
Blume
PS: Steuerbefreit suggeriert das das Unternehmen einen Vorteil hätte, wenn sie an die Kanaren zaheln, da für sie die Umsatzsteuer allerdings wegfällt, kann das Unternehmen auch keine Vorsteuer geltend machen. Die Provisionszahlungen sind in beiden Fällen (In/Ausland) gleich. Insofern sind in diesem Fall die Kanaren kein Steuerparadies. Für die Callcenter ist die Situation anders, aber nicht für deren Kuinden. (das war jetzt etwas offtopic-sorry)
Stimmt so eigentlich nicht ganz, dass die Provisionen von Zanox auch für alle anderen Vertriebswege gelten, es bekommen T-Points andere Provisionen, es bekommen selbständige Vertreter, die Haustürgeschäfte machen andere Provisionen und es bekommen Callcenter andere Provisionen, in welcher Höhe lass ich jetzt dahingestellt.
Warum Callcenter ohne offiziellen Auftrag und die dementsprechenden Verträge nicht länger als 1 Monat telefonieren und warum sie dafür auch keine Provisionen bekommen habe ich in meinem vorigen Posting erklärt.
Anfragen bei Arcor, T-com und Tele2 laufen immer, leider sind die, die diese Anfragen betrifft längst schon wieder weg, bevor es zu einem Ergebnis kommt, warum, siehe oben.
Offtopic: Ein Steuerparadies bezieht sich niemals auf die Umsatzsteuer, hat ja nichts mit einer Steuerersparnis zu tun, es sei denn man ist Konsument, also Kunde.
Die Kanaren sind deswegen ein Steuerparadies, weil ein Unternehmen unter gewissen Voraussetzungen (betrifft nur die Anzahl der Arbeitnehmer und der geplanten Investitionen, grob erklärt) nur 1 - 5% Steuern auf ihre Gewinne zu zahlen haben.
Das Ganze nennt sich ZEC Canarias und ist der Grund, warum die Dichte der hier versteuernden Finanzdienstleistungsunternehmen wahrscheinlich höher als die Bevölkerungsdichte ist(vielleicht ein klein wenig übertrieben, trifft das Ganze aber ziehmlich).
Weiters hast Du natürlich schon recht, dass sich jeder, der wo zu arbeiten beginnt, wenn er 100% sicher gehen möchte, sich ganz genau erkundigen sollte.
Somit sollte jeder, der zb. in einem Restaurant zu arbeiten beginnt, um 100% sicher zu gehen vom zukünftigen Chef alle erforderlichen Bewilligungen verlangen, die so ein Restaurant hier auf den Kanaren braucht, am besten mit einer beglaubigten Übersetzung.
In der Bar, in der der Auswanderer zu arbeiten beginnt sollte er sich genau informieren, wo die Waren eingekauft werden und ob da nicht vielleicht irgendwelche Verkäufe an der Steuer vorbeilaufen.
Weiters wäre es sinnvoll, sich die Zahlungsbestätigungen an die seguridad social der letzten Jahre für alle vorhandenen, bzw. ehemaligen Mitarbeiter zeigen zu lassen.
Nachdem der zukünftige Arbeitgeber alle diese Informationen, inkl. Pachtvertrag, etc.., beglaubigt in die deutsche Sprache übersetzen hat lassen, sollte man, um 100%ig sicher zu gehen, darauf bestehen, dass man, bevor man zu arbeiten beginnt einen Vertrag haben möchte, in dem bestätigt wird, dass man, egal was passiert, im ersten Jahr nicht gekündigt werden kann, natürlich auch mit einer beglaubigten Übersetzung.
Sollten irgendwann betreffend der Hygiene im Restaurant Bedenken entstehen, weil es nicht so sauber wie in Deutschland ist, sollte man sich auf jeden Fall an die von Blume vorgeschlagenen Adressen wenden, weil bei einer Kontrolle könnte es ja passieren, dass der Laden dicht macht und man nichts verdient.
Ironie bei Seite!
Jeder der nach Spanien auswandert sollte sich darüber im Klaren sein, dass er hier bei NULL anfängt, dass er nicht Hartz IV im Rücken hat und dass in Spanien wir Ausländer nicht mit offenen Armen empfangen werden.
In JEDEM Job hier auf der Insel wird man sofort gekündigt wenn man nicht die erforderliche Leistung erbringt, geschenkt wird einem NICHTS.
Und wer auf die Idee kommen sollte, seinen zukünftigen Chef nach der Betriebsanlagengenehmigung für sein Restaurant zu fragen wird auf jeden Fall den Job nicht bekommen, solche Fragen hören die Canarios gar nicht gerne.
Huch warum denn nun so unsachlich, hat es da einen Nerv getroffen ?
Schauen wir mal was die Anfragen ergeben. Sie sind raus.
Ob ein Callcenter eine Genehmigung hat die Sanitäranlagen zu nutzen ist nicht gefragt, seriös ist wer seinen Mitarbeitern faktisch das Richtige erzählt und keine rechtswidrigen
Adressen zum telefonieren gibt. Mehr hab ich nicht als Tipp gegeben. Und den Hinweis welche Voraussetzungen T-Com an ein Callcenter hat das rechstkonform Geschäfte für sie abwickelt.
Und ich sehe nicht was daran schlimm ist, achja die Provisionen sind relativ gleich, T-Punkte und besondere Händler bekommen Zuschläge, Abschläge gibt es nicht.
Warum die Kanaren ein Steuerparadies sein soll für die T-Com erschliesst sich mir nicht. Den Vorteil hat das Callcenter nicht T-Com.
Ich hab mir jetzt meinen vorigen Beitrag durchgelesen und habe nichts unsachliches gefunden, ausser man betrachtet die Interpretation Deiner Forderungen an kanarische Arbeitgeber als unsachlich, ist wahrscheinlich nur subjektiv beurteilt.
Auf die Frage, ob es da einen Nerv getroffen hat kann ich nur mit JA beantworten.
Das liegt daran, dass man meinen Nerv immer trifft, wenn man irgendwelche aufgeschnappten Halbwahrheiten mit der eigenen Kombinationsgabe vermischt und das unrichtige Ergebnis so postet, als sei es die Wahrheit (siehe Steuern, siehe Provisionstabellen von einem Distributor der Telekom, siehe Zuschläge, Abschläge).
Warum die Kanaren ein Steuerparadies für die T-com sein sollen erschliesst sich übrigens mir auch nicht, verstehe aber auch nicht, wie Du darauf kommst, ich hab jetzt extra nochmal nachgesehen, ich finde nirgendswo einen Hinweis darauf, dass die T-Com irgendwelche Steuerersparnisse haben soll, naja, vielleicht habe ich ja was übersehen, konnte nur einen Hinweis darauf finden, dass das dem Image schaden könnte.
Eine Anfrage betreffend der Zanox-Möglichkeit wurde von uns übrigens schon im Januar gestellt, wo uns versichert wurde, dass man dieses "Problem" im Griff hat und das auch keiner lange machen kann, aus eben oben genannten Gründen.
Ich gehe einmal davon aus, dass Du aus der Branche bist und eine Möglichkeit gefunden hast, unauthorisiert für eines der genannten Unternehmen Werbung zu machen.
Mir auf jeden Fall ist es, aus oben genannten Gründen, ein Rätsel, wie so etwas funktionieren sollte und kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass sich jemand auf soetwas einlässt.
Weiters kann ich mir auch nicht vorstellen, wie man die Telekom ohne den vom Betreiber zur Verfügung gestellten Daten telefonisch bewerben können soll, wie soll denn bitte das gehen? Was macht man da, wenn der Kunden fragen hat?
Also, ich denke, dass Du über unauthorisierte Werbung mehr bescheid weisst, ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Thema noch nicht näher auseinandergesetzt habe, ausser bei dem "Zanox-Fall".
Aber vielleicht kannst Du uns ja an Deinem Erfahrungsschatz teilhaben lassen.
Das Niveau wird mir jetzt doch zu unterirdisch - mir zu unterstellen ich würde irgendetwas unauthorisiert machen ist ein Witz, zumal ich vor solchen Machenschaften warne.
Dafür das ihr ein Callcenter seid das offiziell, also ohne Sorge bei Nachfragen, für die T-Com telefoniert, reagierst du allerdings ziemlich betroffen.Wenn alles in Ordnung ist bin ich der letzte der dieses hier nicht erwähnen wird.
Ich arbeite übrigens für eine Verbraucherschutzorganisation und habe daher meine Infos. Die Authentisierungsvoraussetzungen stammen aus einer früheren Anfrage. Du hast Recht es wurden einige Callcenter geschlossen.
Warten wir die Antwort aus Bonn ab, dann schreib ich mehr.
Wer allerdings ebenfalls Erfahrungen mit Callcenter hat, bei denen etwas nicht zu stimmen scheint, der kann mir eine PM schicken, ich leite das ggf. weiter danke.
So bin ich auch auf dieses Forum gestossen.
Grüsse Blume
edith sagt: zweimal Satzbaufehler korrigiert, Zeit fürs Bett
Also tut mir leid, ich dachte wirklich, dass Du vielleicht einer von den "Zanox-Selbstversuchern" seist.
Hab wirklich schon von den kuriosesten Leuten Andeutungen, Beschuldigungen und dergleichen gehört, die von ehemaligen Outboundcallcentern in Spanien in unsere Richtung gingen.
Die von Dir angedeuteten Provisionen haben nämlich auch in dieses Schema gepasst, wieviel jetzt Callcenter, die Verkauf für die Telekom betreiben genau bekommen kann ich nicht beantworten.
Wir selbst machen zum Beispiel Nachbearbeitung von Aufträgen(zb. Kunde hat CS 6000 bestellt und hat nur 3072 Bandbreite zur Verfügung, den informieren wir und fragen ob´s ok ist, Kunde wollte vor einem halben Jahr CS plus, ging damals nicht, wenns geht sagen wir ihm bescheid......etc..).
Das es für das "vorgekaute" Material nichts in diesen Höhen gibt, ist glaub ich klar.
Dadurch, dass Deine Information von den Schliessungen der Callcenter, die unauthorisiert telefoniert hatten, stimmt und mir auch kein Center mehr auf den Kanaren bekannt ist, das für Arcor, Telekom oder Tele2 Produktverkauf betreibt, ging ich mal davon aus, dass Du einer von Denjenigen bist, die das mal erfolglos für ein Monat probiert haben.
Wobei ich sagen muss, dass mir auch noch nie ein Center bekannt war, das für Arcor oder Tele2 telefoniert hat.
Callcenter, die Gewinnspiele telefonisch verkaufen gibt es auf jeden Fall genügend hier, und wie die arbeiten ist ja nicht gerade unbekannt.
Somit kann ich schlussendlich nur noch sagen "Bleib am Ball", diese von Dir beschriebenen Center schaden der ganzen Branche so enorm, ist wirklich unvorstellbar.
Das bin ich heute per pm gefragt worden und da es von allgemeinem Interesse ist, stelle ich es mal neutralisiert hier ein:
"weisst Du vielleicht wo man sich hinwenden kann wenn man kenen Arbeitsvertrag bekommen hat und keine Löhne ausbezahlt wurden?
Im Norden."
Von Norden oder Süden hängts überhaupt nicht ab, aber die Situation kann evtl. aussichtslos sein. Wie Du vielleicht weißt, zahlt im spanischen Zivil- und Arbeitsrecht jede Instanz, unabhängig vom Ausgang der Sache, ihre Anwaltskosten selbst - und ohne Anwalt vor Gericht zu ziehen, ist von vornherein zwecklos, so formalistisch vertrackt ist das spanische Rechtswesen.
D.h., um ohne erstinstanzliche Kosten wegzukommen, die eventuell so hoch oder höher sind als der Streitwert, muß man einen entsprechenden Rechtsschutz haben oder Mitglied einer Gewerkschaft (sindicato) sein, die u.a. kostenlose Arbeitsrechtsberatung und auch bei begründeter Erfolgsaussicht die Vertretung vor Gericht bieten. Erfolgsaussicht besteht eigentlich immer, da die spanischen Arbeitsgerichte tatsächlich "Arbeitnehmer-Gerichte" sind aus der irrigen Annahme heraus, der der sozial schwächere Arbeitnehmer gegen den ausbeuterischen Arbeitgeber quasi vorbeugend zu schützen sei. Wenn ich so mitbekomme, wie auch namhafte spanische Arbeitgeber (z.B. auch Ayuntamientos) vor allem mit ihren dienstjahre-jüngeren und nicht mit irgendeinem Funktionsträger verwandten Arbeitnehmer umspringen, basiert die genannte gerichtliche Entscheidungstendenz auf reiner Statistik und Erfahrung mit der Lebensrealität hier.
Aber es gibt natürlich auch anders gelagerte Fälle und da hat halt dann der AG Pech gehabt...
O.k., zurück zur Sache: so wie Du es schilderst, wird die Beweislage schwierig. Wo kein Arbeitsvertrag ist, kann man sich auch ganz schlecht auf die Einhaltung eines solchen berufen. Und wo kein Arbeitsvertrag schriftlich vorliegt, stößt auch bei der Gehaltsfrage Aussage gegen Aussage. Der AG wird behaupten, Du hättest ein kostenfreies Praktikum oder Probearbeit angeboten und aus dem Kreis Deiner ehemaligen Mitarbeiter (wahrscheinlich MIT Arbeitsvertrag) wird sich keiner mehr daran erinnern, daß Du überhaupt existierst, wenn ihm sein Arbeitsvertrag und der monatliche Scheck wichtig sind. Also auch keine Zeugen.
Derartige Situationen kann man eigentlich nur mit Vernunft und Menschenkenntnis und realistischer Selbsteinschätzung im Vorfeld durch eigenes Verhalten vermeiden. Ich z.B. würde grundsätzlich um jedes CallCenter-Angebot, jeden Timesharer, um jedes Angebot, das nur auf Umsatz bezahlt wird, einen großen Bogen machen. Wenn Euch die Herausgabe des im Raum stehenden Arbeitsvertrages zur vorherigen Prüfung verweigert wird, o.k., auch Recht, Klappe zu. Ich lese allerdings immer wieder von irgendwelchen Phantasten, die auch im Herkunftsland nichts auf die Reihe gebracht haben und jetzt naiv wie eine 12jährige in jede Falle hineintappen, die sich ihnen bietet.
[addsig]