Mit zunehmender Implementierung von UMTS in den Mobilfunknetzen kommt eine Gefahr für die Mobilfunkanbieter hoch. Es könnte sein, dass sie ihr Kerngeschäft, Telefonverbindungen, über kurz oder lang genau so verlieren, wie die Festnetzanbieter. Insbesondere bei Flat-Tarifen kosten VoIP-Gespräche entweder gar nichts, wenn die Gegenstation ebenfalls per VoIP online ist, oder ganz wenig, wenn ein Netzübergang notwendig ist, z.B. ins Festnetz oder Mobilfunknetz. Doch ein erforderlicher Netzübergang erfolgt erst im Zielland. Es gelten somit Inlandstarife.
Nun ist es erstmalig auch gelungen, via UMTS-Flat-Tarif und auf einem iPhone mit dem Betriebssystem 3.0, Skype zu installieren und ohne Einschränkungen im At&T-3G-Netz zu nutzen. Sicher werden andere Betriebsysteme und andere VoIP-Provider bald folgen. Die deutsche T-Mobile, als Alleinvertrieb des iPhone in Deutschland, hat angekündigt, Skype-Verbindungen herauszufiltern, sie also zu blockieren. Das mag kurzfristig helfen, mittel und langfristig sollten sich die Mobilfunk-Carrier auch auf das Kerngeschäft mit Flachtarifen mit Datentransfer einstellen. Je länger sie sich bei Restriktionen für die Nutzung ihrer Netze aufhalten, desto schlimmer wird das Erwachen. Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten und der Wettbewerb auch nicht, denn wenn T-Mobil den freien Datenverkehr durch Zensur einschränkt, werden andere Carrier ihre Chance wittern und genau das bereitstellen.
Der Artikel in AreaMobile
Schon für 3G-Telefonate genutzt: T-Mobile blockt Skype auf dem iPhone
Das Beispiel beim Apple iPhone:
Skype works on AT&T's 3G on iPhone 3.0 | 9 to 5 Mac
Der passende Spruch:
Was man nicht verhindern kann, mit dem sollte man sich arrangieren!