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| Nachdem die absoluten Zahlen nicht sehr aussagekräftig sind, weil Niemand weiß, wie viel Müll dem 100%-Wert entspricht, berichte ich, bis auf Eine, nur Relativzahlen. Die absolute Zahl lautet: Im Jahr 2007 wurden auf den Kanaren 23.500 Tonnen recyclebarer Müll getrennt gesammelt.Aber: Während im spanischen Durchschnitt rund 55% des Mülls getrennt wird, sind es auf den Kanaren nur 29%. Das ist die schlechte Nachricht. Was soll ich davon halten. Es wundert mich nicht wirklich, dass die Quote so niedrig ist. Trotz der für den einzelnen Bürger kostenlosen Müllentsorgung (gilt für den Norden) gibt es genügend Kanarios, die ihren Müll in die freie Natur entsorgen. Erst gestern konnte ich beobachten, wie oberhalb des Loro Parques im Ortsteil Las Dehesas der Müll aus einem Auto entladen und an den Straßenrand gestellt wurde. Weit und breit kein Müllcontainer. Möglicherweise/Sicherlich ist es dort bequemer, als diesen zum nächsten, von den Gemeinden aufgestellten Müllcontainer zu bringen. Natürlich wird an Mülltrennung schon gar nicht so recht gedacht. Es gibt auch eine gute Nachricht: Die Kanarios trennen, wenn sie es denn tun, sorgfältiger. Der Verwurf von recylebarem Material, also das Werfen in den falschen Container, findet spanienweit zu 30% statt, auf den Kanaren nur zu 20%. Das spricht eindeutig für die Kanarios.Ich bin mir bewußt, als Angehöriger einer Minderheit zu handeln. Ich trenne meinen Müll regelmäßig und sorgfältig. Zu Hause haben wir zwei Behälter, einer für den Restmüll und einen für recyclebare Wertstoffe. Bevor ich zu den Müllcontainern gehe, trenne ich nach Verpackung, Papier und Glas. Der Restmüll ist schon separat. Mit vier verschiedenen Müllarten gehe ich los und - ruckzuck - ist alles in den passenden Containern. Unser Restmüll macht etwa 1/3, der recyclebare Müll 2/3 im Volumen aus. Ich bin einfach von der Überzeugung nicht abzubringen, dass gute Beispiele die schlechten Sitten "verderben". Meine Erfahrung gilt hauptsächlich für den Norden Teneriffas. Wie sieht es im Süden aus? Ist die Müllentsorgung dort auch kostenlos für den Einzelnen? Gibt es dort, wo der Tourismus tobt, auch wilde Deponien, wodurch die Kanarios den Ast absägen, auf dem sie sitzen: Tourismus? Quelle |
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| zunächst ist es mir neu, dass die müllentsorgung im norden der insel kostenlos ist. sowohl in la perdoma, wo wir zwei jahre wohnten als auch jetzt in puerto de la cruz zahlen wir für die müllentsorgung. oder ist mir da was entgangen?unter experten gilt die mülltrennung durch die haushalte weitestgehend als technisch überholt. maschinen führen diese trennung sehr viel genauer und auch ökologisch sinnvoller durch. allein die anfahrt der container durch die unterschiedlichen entsorgungsfahrzeuge erzeugt mehr schadstoffe als durch die mülltrennung vermieden werden. siehe auch Ist die Mülltrennung überhaupt noch sinnvoll? | tagesschau.de mir stellt sich auch die frage ob auf teneriffa ein leistungsfähiges system existiert, dass die getrennten müllsorten auch getrennt recycled oder ob sie wie langjährig in deutschland getrennt abgeholt und dann doch wieder auf einer gemeinsamen müllkippe entsorgt werden. weiß jemand genau, wie dies auf teneriffa geschieht? für sinnvoll halte ich die trennung von haushaltsmüll und "grünem" müll, also gartenabfällen aus beschnitt etc.. eine abholung des grünen mülls erfolgt hier in puerto de la cruz wöchentlich (zumindest im stadtteil las arenas).ein besserer ansatz als die forcierung der mülltrennnung durch die haushalte erscheint mir einserseits die einführung der o.g. modernen technologien und zum anderen die forcierung der müllvermeidung. ein gutes beispiel dafür wären die unsinnigen und in gewaltiger stückzahl eingesetzten, kostenlosen plastiktüten in den supermärkten etc. in deutschland habe ich in großen stückzahlen baumwolltaschen aus indien importiert und verkauft. als ich versuchte diese baumwolltaschen hier auf teneriffa den supermärkten und anderen institutionen anzubieten stieß ich auf völliges unverständnis bzw. desinteresse. selbst der für sein umweltbewusstsein so gerühmte loropark zeigte kein interesse. in meinen augen ist es widersinnig, wenn die zuständigen behörden einerseits die mülltrennung vorantreiben wollen, andererseits z.b. dem unternehmen lidl zur auflage gemacht wird ebenso wie die anderen supermärkte plastiktüten kostenlos an die verbraucher abzugeben. |
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| Hallo taiji, eingentlich muss ich ja ¡hola! sagen. Uns fiel bei unserem Urlaub auch auf, dass die Plastik-Einkaufstüten in Teneriffa allgegenwärtig sind. Allerdings haben wir auch erste Ansätze zum Umweltschutz bei Alcampo mit den grünen Kassen gesehen. Wir sind immer dort hindurch, weil nahezu keine Warteschlange anstand. ![]() Ich muss dich aber auch darauf hinweisen, wie lange es in Deutschland gedauert hat bis sich dieses Umweltbewußtsein entwickelte, auf das wir heute stolz sind. Du schreibst sehr richtig, welche Irrtümer über viele Jahre begangen wurden und noch heute begangen werden. Dennoch finde ich es als einen guten Ansatz, dass die Verwaltung Container aufstellt, die zur Mülltrennung einladen. Ich bin überzeugt, es dauert eine Generation, bis sich das Bewußtsein durchsetzt, dass Jeder mit Müll genau so sorgfältig umgehen muss wie mit Trinkwasser, denn in der Landschaft treffen sich die beiden Kategorien wieder. Alles muss irgendwann beginnen. Das, was Pensador_XL geschrieben hat, dass er seinen Müll konsequent trennt, auch um Schule zu machen, sehe ich als den richtigen Weg an, damit - sicherlich sehr langsam - auch die Kanarios das akzeptieren. Das Umlernen bei Menschen geht leider nicht so plötzlich, wie jemand meint, dass es gehen müsse. Mein Mann ist Lehrer, der kann ein Lied davon singen, und er hat es mit jungen Menschen zu tun. Das Angebot von Jute- oder Baumwollsäckchen stößt deshalb auf Unverständis, weil die sicher etwas kosten, währen die Plastiktüten scheinbar kostenlos sind und noch als Müllsack für die Deponie im Container - oder auch der Landschaft - zu gebrauchen sind. So leid es mir tut, taiji, ich halte dich für zu ungeduldig. Überlege doch, wie langsam sich politisches Bewußtsein oder Erziehungmuster ändern. Wie soll sich das traditionelle Entsorgungsverhalten einer insularen Bevölkerung so schnell ändern können. Für dein Importgeschäft wäre das sicher wünschenswert und auch für die tinerfenische Landschaft. Aber "der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach" habe ich schon einmal irgenwo gelesen. Das trifft hier zu. Liebe Grüße Smarty |
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| Zitat:
Ich zitiere mal aus der vorherigen Befragung: Zitat:
Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Verhalten jedes Inselbewohners bei der VERMEIDUNG VON MÜLL! Hier muss ich meinem Vorschreiber Taiji eindeutig beipflichten. Inwieweit eine Mülltrennung auf Inseln überhaupt noch Sinn macht, hat er aufgeworfen. Was geschieht denn mit dem gesammelten Müll? Gibt es denn auf Teneriffa Verwertungskapazitäten? Das ist mir nicht bekannt. Vielleicht weiss jemand ja mehr. Bevor man über Mülltrennung nachdenkt, sollte man zunächst alle Möglichkeiten der Müllvermeidung ausschöpfen. In diesem Punkt sind die Kanarischen Inseln als Entwicklungsland zu bezeichnen. Interessant finde ich daher z.B. diese Initiative des Hotelverbandes Ashotel: Zitat:
Machen wir uns nichts vor! In den Tourismuszentren läuft es in Sachen Müll ohnehin völlig anders. Selten haben ich etwas Vermüllteres als Las Américas und Los Cristianos gesehen. Auf anderen Inseln ist das auch nicht anders. Es gibt halt immer noch viel zu viel unbepfandete Einwegverpackungen aller Art und die Gäste aus ganz Europa sind in vielen Fällen erheblich umweltbewusster als die Canarios. Speziell die Müllsituation in den Hotels wird gerade von deutschen Touristen häufig kritisch gesehen, weil sie aus Hotels in Nord- und Mitteleuropa einen anderen Umgang und Müllvermeidung gewohnt sind. Denken wir nur an den AI Wahnsinn mit Einweggeschirr! Schaut es Euch bitte an, man glaubt in den 60er Jahren zu sein. Hier mal ein Hinweis auf die meiner Meinung nach auch derzeit noch geltende Rechtslage: Die Gesetze schreiben eine Mülltrennung zwingend nur bei Ortschaften mit mehr als 5.000 Einwohnern vor. Dabei bleiben die Touristenzahlen offenbar aussen vor!!! Auf La Gomera macht man das "freiwillig" schon anders. Altglas müsste man z.B. in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern eigentlich gar nicht getrennt sammeln. Bei Tourismusinseln dürfte die Zahl der Gemeindeeinwohner ohnehin nur wenig entscheidend für die anfallende Müllmenge sein, das sieht man gut an Granadilla, Arona, Adeje oder Guia de Isora.Die Touristen sind es aus ihren Heimatländern gewohnt, Müll zu vermeiden. Leider finden sie auf den Inseln Verhältnisse wie zu Hause gerade nicht vor. Wenn sie nicht im Müll ersticken wollen kann der Ansatz auf Tourismusinseln nur lauten: MÜLL VERMEIDEN!!! Alles andere ist Augenwischerei, weil ja auf Inseln auch in vielen Fällen ungeklärt ist, was dort mit dem gesammelten Müll passiert. Geändert von Villaverde (08.11.2008 um 12:44 Uhr). |
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| Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, die guten und schlechten Seiten auf Teneriffa aufzuzeigen. Leider kann ich mich nicht an die angeblichen Kontrastdarstellungen erinnern, die der vorhergehende Post anspricht. ___________
Was ich jedoch gerne tue: Einen Beitrag dazu leisten. Die nachfolgenden Bilder sind im Norden der Insel aufgenommen in nur 50m Abstand (Luftlinie), gewissermaßen habe ich nur mit ein paar Schritten die Perspektive gewechselt. So könnte es aussehen: Und so sieht es bei näherer Betrachtung aus: ![]() Bemerkenswert ist, dass die Gemeinde eine sehr gut organisierte Müllentsorgung betreibt. Insbesondere Autowracks, Bauschutt und Kühlmöbel werden unverständlicher Weise trotzdem der Landschaft übereignet. Aus Kühlgeräten tritt nahezu immer das darin enthalten Kältemittel aus, welches auf Freonbasis ein extremer Ozonkiller ist. Erst vor zwei Tagen hat die russische Marine ein tragisches Beispiel geliefert, als versehentlich Freon in einem U-Boot auströmte und den gesamte Sauerstoff zum Atmen vernichtete. 20 Menschen fanden den Tod. |
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| Ich wies schon darauf hin. Was passiert mit dem getrennt gesammelten Müll auf den Canarias? Ganz einfach: Zitat:
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| Die Frage ist berechtigt und unabhängig davon, ob der Müll getrennt wird oder als Konglomerat in der Landschaft landet, es gäbe auch andere Lösungen. ___________
Man könnte (Konjunktiv):
Geändert von Dante.Alighieri (11.11.2008 um 16:58 Uhr). |
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| Diese Idee gab's in den vergangenen Jahren jeweils unter dem Titel "Plan Renove". Man bekam beim Neukauf für bestimmte Kategorien von Haushaltsgeräten (z.B. für Kühlschränke und Kühl-Gefrier-Kombiniationen der Energieklasse A - wobei diese außerhalb der westafrikanischen/kanarischen Inseln auch nicht mehr neuester technischer Stand sind) eine Vergütung von 50-120 Euro, wenn ein typgleiches Altgerät einer noch schlechteren Energie-Effizienz-Klasse zurückgegeben wurde. Das sollte eigentlich auch für 2008 weitergeführt werden, scheitert aber daran, dass die in den früheren Jahren beteiligten Händler teilweise bis heute die von ihnen vor-verauslagten Vergütungen vom Cabildo nicht erstattet bekommen haben und die Altgeräte z.T. immer noch die Höfe und Lager blockieren, da sie von der Regierung nicht vereinbarungsgerecht zurückgenommen wurden. Und so macht eben kein Händler mehr mit und dieses sinnvolle Projekt ist eines mehr, das an der typischen kanarischen Korruption und Faulheit verreckt. |
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| Auch für Autos gab's diese Schlachtprämie, je nach Fahrzeug und Motorisierung immerhin 600 - 1.600 Euro. Die Alt-Autos wurden aber meist nicht, wie vorgesehen, durch mechanische Zerstörung der Karrosseriestruktur endgültig aus dem Verkehr gezogen, sondern gelangten auf wundersamen Wegen immer noch ganz vital nach Afrika, womit halt einfach die Umwelt-Ferkelei exportiert wurde. Auch eine Form der Entwicklungshilfe.... |
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| kanaren, müll |
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